Der NeckarPark soll sich zu einem attraktiveren Sport-, Freizeit- und Veranstaltungsareal entwickeln - mit mehr Grün und hoher Aufenthaltsqualität. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hat Ende Juli den Strukturplan „Stadtlandschaft NeckarPark“ beschlossen. Er soll als städtebaulicher Orientierungsrahmen für die Entwicklung des Gebiets zwischen Neckar, Mercedesstraße, Benzstraße und B14 dienen und Projekte miteinander verzahnen. Man wolle das Potenzial des NeckarParks künftig besser nutzen, erklärte Peter Pätzold, der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt. „Unser Ziel ist ein lebendiger, klimaangepasster und gut erreichbarer Ort.“
In den nächsten Jahren stehen im NeckarPark viele Veränderungen an. Dazu gehören unter anderem die geplante Verlängerung der Stadtbahnlinie U19, die Zukunft der Hanns-Martin-Schleyer-Halle, die Weiterentwicklung des Erlebnisraums Neckar sowie die Neuordnung von Verkehrs- und Freiflächen. Der Strukturplan soll dafür sorgen, dass diese Vorhaben aufeinander abgestimmt werden und einem gemeinsamen Leitbild folgen.
„Öffentliche Räume neu denken“
Heute prägen große Parkplatzflächen das Gebiet. Künftig sollen Stellplätze stärker gebündelt werden, etwa in Parkdecks und so Flächen für neue Sport- und Freizeitangebote, Aufenthaltsbereiche und mehr Grün entstehen.
„Die Hitzewellen der vergangenen Wochen haben noch einmal deutlich gemacht, dass wir öffentliche Räume neu denken müssen. Mehr Bäume, Schatten und entsiegelte Flächen verbessern nicht nur das Stadtklima. Sie erhöhen auch die Aufenthaltsqualität für die vielen Menschen, die jedes Jahr zu Veranstaltungen oder zum Sport in den NeckarPark kommen“, so Pätzold.
Gleichzeitig soll der NeckarPark besser an die umliegenden Stadtteile angebunden und für Fußgängerinnen, Fußgänger sowie Radfahrende leichter erreichbar werden. Der Strukturplan formuliert sechs Leitlinien. Dazu gehören eine effizientere Nutzung der Verkehrs- und Parkflächen, neue Wegeverbindungen, zusätzliche Sport- und Freizeitangebote, eine bessere Mehrfachnutzung vorhandener Flächen sowie eine konsequente Klimaanpassung.
Stellplätze künftig effizienter organisieren
Gleichzeitig bleibt der Cannstatter Wasen im bisherigen Umfang für das Frühlingsfest, das Cannstatter Volksfest und große Open-Air-Veranstaltungen erhalten. Als ersten Umsetzungsschritt hat der Ausschuss die Verwaltung beauftragt, ein Parkraumkonzept für den NeckarPark zu erarbeiten. Es soll aufzeigen, wie Stellplätze künftig effizienter organisiert werden können und welche Flächen für neue Nutzungen zur Verfügung stehen. Eva Herschmann