Etliche Städte in der Region Stuttgart machen es: Events, bei denen man sich am Feierabend im Sommer einfach treffen kann und ein kühles Getränk, übrigens auch antialkoholisch, genießen kann. Beim Kornwestheimer Sommer-After-Work zum Beispiel am Donnerstag, 16. Juli, 18 bis 22 Uhr, werden an der mobilen Bar von Meschugge Cocktails ebenso ausgeschenkt wie Softgetränke, Wein und Bier. Vor Ort oberhalb der Edeka-Tiefgarage am Bahnhofsplatz können es sich die Kornwestheimerinnen und Kornwestheimer auf den städtischen Liegestühlen bequem machen. Auch die hungrigen Gäste kommen bei der Veranstaltung nicht zu kurz. Außerdem findet noch eine Tombola für den guten Zweck statt. Die Erlöse werden gespendet.
Immer wieder eine Aktion, die ebenfalls im ganzen Regierungsbezirk stattfindet, ist „Heiß auf Lesen“. Die Leseclubaktion in den Sommerferien ist für Kinder und Jugendliche von der Grundschule bis ins Teenager-Alter. Einige Bibliotheken bieten auch eine kreative Herausforderung mit einer Bastelaktion oder digital an. In manchen Bibliotheken wird im Rahmen von „Heiß auf Lesen“ auch für Erwachsene etwas Besonderes für die Sommerferien geboten. Ziel ist es, mit Spaß ans Lesen zu gehen und Inhalte zu verstehen. Außerdem soll ein Anreiz für Bibliotheksbesuche auch über die Zeit der Aktion hinaus geschaffen werden. Der Zeitraum der Aktion geht in Kornwestheim vom 28. Juli bis zum 19. September. Kinder und Jugendliche können kostenlos als Clubmitglied in ihrer Bibliothek teilnehmen. Wenn die Bücher zurückgegeben werden, muss der Inhalt kurz wiedergegeben werden. Dafür gibt es pro Buch Stempel, für die man am Ende belohnt wird. Der Hauptpreis ist ein Familienausflug in den Freizeitpark Tripsdrill. Er wird im Rahmen der Abschlussfeier mit Zaubererprogramm am Freitag, 18. September, im Atrium der Stadtbücherei Kornwestheim vergeben. In diesem Jahr beteiligen sich 133 Bibliotheken aus 113 Kommunen des Regierungsbezirks Stuttgart.
Ebenfalls ein Highlight im Sommer sind die kostenlosen Musikabende. Einst hieß es „Kornwestheim rockt“, jetzt heißt es „Die Musiknacht Open“. Das Event bringt den Sommer direkt ins Herz von Kornwestheim. Über fünf Wochen hinweg, ab 28. Juli, verwandelt sich der Marktplatz jeden Dienstag in eine lebendige Open-Air-Bühne mit abwechslungsreicher Livemusik und einzigartiger Atmosphäre. Zum Auftakt kommt „Alex im Westerland“, die mit ihrem Mix aus Toten-Hosen- und Die-Ärzte-Songs für beste Stimmung sorgen werden. Es folgen Klabautermann, Heike Wanner und DJ Zucker mit einem Schlagerabend, Sir Williams, der mit seiner Tribute-Show die größten Hits von Robbie Williams auf die Bühne bringt, und Maintallica für die Heavy-Metal-Freunde.
Objekte aus Sammlung, Museen und weiteren Institutionen
Ganz gleich, ob es regnet oder viel zu heiß ist: das Museum im Kleihues-Bau sorgt immer wieder für gute Unterhaltung. Die Ausstellung „Stadt – Land – Sehnsucht“. „Idyllische Ansichten in Kunst und Alltagskultur aus dem Südwesten“ ist bereits seit Mai zu sehen. Sie widmet sich der Darstellung von Landschaften und Städten als Symbole für Heimat, Erholung und Identität im 20. Jahrhundert. Sie beleuchtet, wie diese Motive in der Kunst und Alltagskultur sowohl idealisiert als auch kommerziell genutzt werden. Kunstvolle Interpretationen und Alltagsobjekte treten in einen Dialog, der das Idyllische in seiner Vielschichtigkeit greifbar macht.
Die Ausstellung gliedert sich in drei Bereiche: Stadt, Land und Idylle. Jeder Bereich beleuchtet spezifische Aspekte der Darstellung von Heimat und zeigt, wie Kunst und Alltagskultur diese Themen aufgreifen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verbindung zwischen künstlerischen Landschafts- und Stadtansichten und ihrer Übertragung auf Alltagsgegenstände wie Geschirr oder Postkarten. Die Werke und Objekte aus den Sammlungen des Museums im Kleihues-Bau und der Kulturgeschichtlichen Sammlung werden durch Leihgaben aus baden-württembergischen Museen, Institutionen und privaten Sammlungen ergänzt. So entsteht ein umfassender Blick auf die vielfältigen Facetten des Idyllischen, der von Gemälden und Grafiken bis hin zu dekorativen Objekten und Souvenirs reicht.
Zugleich vereint die Ausstellung wichtige Positionen der südwestdeutschen Landschaftsmalerei vom späten 19. bis ins 20. Jahrhundert. Künstler des Realismus und des schwäbischen Impressionismus hielten Landschaften mit besonderem Gespür für Licht und Atmosphäre fest. Als Wegbereiter dieser Entwicklung gilt Gustav Schönleber. Zu den zentralen Vertretern zählen zudem Christian Landenberger, Otto Reiniger und Hermann Pleuer. Im frühen 20. Jahrhundert führen Erwin Starker und Maria Caspar-Filser diese Tradition fort. Ein besonderes Highlight ist ein bislang nicht öffentlich gezeigtes Frühwerk von Oskar Schlemmer. Spätere Positionen wie Manfred Henninger und Richard Kiwit eröffnen neue Perspektiven auf Stadt und Landschaft der Region.
Pionier der experimentellen Fotografie neu zu entdecken
Die Ausstellung, die bis zum 27. September zu sehen ist, wird durch ein Vermittlungsprogramm ergänzt, das interaktive Elemente für Groß und Klein bietet. Neben Führungen und kreativen Workshops laden interaktive Ausstellungsmodule wie das Spiel „Stadt – Land – Fluss“, eine Puzzle-Station sowie eine Kreativ-Station für Postkarten dazu ein, die Inhalte spielerisch zu entdecken. Am Donnerstag, 30. Juli, 9.30 bis 11 Uhr, sind die Lesefanten unterwegs in den Sommerferien in „Stadt – Land – Sehnsucht“ und schauen, wie erfolgreich sie sein können.
Der Eröffnungsabend zur Sonderausstellung „Reiner Michelfelder ars dynografia“ findet am Freitag, 24. Juli, 19 Uhr, statt. Man kann einfach in den Kleihues-Bau kommen – ohne Anmeldung. Der Eintritt ist frei. Zum 120. Geburtstag lädt die Ausstellung dazu ein, einen nahezu vergessenen Pionier der experimentellen Fotografie neu zu entdecken.