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Brezel auf der Spur

Wer das Brezel Museum in Erdmannhausen besucht, erhält so faszinierende Einblicke.

Das Brezel Museum in Erdmannhausen. Foto: red
Das Brezel Museum in Erdmannhausen. Foto: red

Ursprünglich ein christliches Abendmahlgebäck, wurde die Brezel über die Jahrhunderte zum Alltagsgebäck. Aber wer hat sie erfunden? Ein italienischer Mönch? Ein Uracher Bäcker? Warum heißt sie so und woher kommt die Brezelgestalt? 

Diesen Fragen widmet sich seit 2016 das Brezel Museum in der Brezelgemeinde Erdmannhausen, nahe der Schillerstadt Marbach am Neckar, in der Tourismusregion MarbachBottwartal.

Alles begann vor 75 Jahren mit der Ersten Württembergischen Brezelfabrik, wo Emil Huober seine Idee umsetzte, nur aus den dünnen Ärmchen der Brezel eine Laugenbrezel zu backen, die immer frisch und immer knusprig ist. Reihenweise schlangen Brezelschlingerinnen damals die Brezeln in dem Gebäude von Hand, wo seit der Eröffnung schon 40.000 Museumsbesucher das Geheimnis des schwäbischen Traditionsgebäcks entdeckten. Als es in den Räumlichkeiten der Ersten Württembergischen Brezelfabrik für die HUOBER BREZELN zu eng wurde, erfolgte in Erdmannhausen im Ried der Fabrik-Neubau und in der ehemaligen Backstube konnte dann nach 60 Jahren das Brezel Museum eröffnet werden.

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Der Rundgang durch das Museum fasziniert durch die verschiedenen Perspektiven und Bedeutungsdimensionen des Gebäcks, durch das dreimal die Sonne scheint. Dem Besucher begegnet die Brezel als Symbol der Bäcker und als Zunftzeichen. In der Backstube wird die Brezel als Lebensmittel im Wandel von der handwerklichen zur industriellen Produktion gezeigt - hier wird man selbst zum Brezelschlinger, wie einst Bäcker Frieder aus Urach. 

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Dessen Legende wird im Museumstheater als Hörspiel mit Lichtinszenierungen gezeigt und zieht dabei Parallelen zur Gegenwart. Im Obergeschoß wurden und werden wechselnde Sonderausstellungen von zeitgenössischen Künstlern ausgestellt, die sich mit der Brezel befassen.

Anlässlich des 75. Jubiläums von HUOBER ist im Juni noch die Sonderausstellung „75 Jahre HUOBER BREZEL - immer frisch und knusprig“ zu sehen. Ab Juli eine kleine Retrospektive: „Brezel-Brüche“ von Roger Roitenstern, mit seinen Illustrationen blickt er tief in die Brezel als verbindende Form hinein; „Der Brezel neue Kleider“ von Jürgen Roesner, der der Brezel ein neues Antlitz gibt; „Brezelbicinium“ von und mit Lisa Moll, sowie die Brezel-Collage von Birgit Stengel alias Brezel Queen. 

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Vieles lässt sich nur selbst erleben - am besten beim Brezeln-Schlingen. Und zum Vormerken: am 5. Juli wird der 10. Museumsgeburtstag gefeiert. Hier wird es auch einen Rückblick der letzten zehn Jahre geben. Außerdem kommt die Jongliergruppe Kajom. An Brezeln wird es sicher auch nicht fehlen. Kommen Sie einfach vorbei, wir freuen uns auf Sie. 

Das Brezel Museum befindet sich nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Erdmannhausen entfernt (S4 Stuttgart – Backnang). Direkt gegenüber lädt auf dem Spielplatz die Riesenbrezel zum Klettern ein. Individuelle Führungen, Betriebsfeiern und Kinder- Geburtstage mit gemeinsamem Brezel-Backen werden in Absprache auch unter der Woche angeboten.


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