Was wird da eigentlich gebaut? Seit einigen Wochen können sich Passanten an der „Showbox“ an der Ecke Auf der Steig/Am alten Waschhaus über die Bauprojekte der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) informieren. Ein umgebauter Container dient als Schaufenster in die Quartiersentwicklung. Unter dem Motto „,SWSG bewegt den Hallschlag“ zeigt die Ausstellung Fotos, Pläne und ein städtebauliches Modell. In einem Video ist der Bauablauf der neuen Wohnwürfel eindrucksvoll zu sehen. Außerdem sind auf einer Zeitleiste die Bau- und Modernisierungsprojekte seit 2008 aufgeführt.
Das aktuell größte Projekt sind die „Wohnhöfe“ zwischen Düsseldorfer und Bottroper Straße, zahlreiche Kräne bestimmen das Bild. „Dort laufen derzeit die Rohbauarbeiten an den Obergeschossen“, informiert Saskia Bodemer-Stachelski, Pressesprecherin der SWSG. Die Erdarbeiten sowie der Rohbau der Tiefgarage sind bereits abgeschlossen, auch die Wände für das Erdgeschoss stehen bereits. Nun geht es nach und nach in die Höhe.
Menschen zusammenbringen
316 neue Wohnungen und acht Gewerbeeinheiten sind auf dem Areal geplant. In den alten Gebäuden vor dem Abriss waren es nur 108 Wohnungen. Vor allem sozialer Wohnraum wird geschaffen: 282 der neuen Wohnungen mit ein bis fünf Zimmern sind öffentlich gefördert. Ein Stadtteilcafé und ein Quartierstreff sollen die Menschen zusammenbringen. Geplant sind auch zwei betreute Senioren-Wohngemeinschaften. Die Fertigstellung der „Wohnhöfe“ war ursprünglich für 2027 geplant. Dieser Termin ist nicht mehr haltbar, aktuell plant die SWSG mit dem Jahr 2028. Als Grund nennt BodemerStachelski schleppende Baugenehmigungsverfahren, die zu Verzögerungen von circa sechs Monaten geführt haben.
Auch an anderer Stelle setzt die SWSG auf Nachverdichtung: Zwischen den älteren Mehrfamilienhäusern in der Dessauer Straße stehen inzwischen vier neuartige Wohnwürfel namens EQ12. Mit einer Grundfläche von nur 12 auf 12 Metern und ohne Keller können solche Wohnwürfel relativ unkompliziert innerhalb weniger Tage zwischen bestehende Gebäude gestellt werden, ohne dass dafür aufwendige Genehmigungsverfahren notwendig sind.
Voran geht es beim Vorhaben der GWG-Gruppe an der Daimlersiedlung. Sechs Gebäude mit 250 Wohnungen sollen gebaut werden. Im Frühjahr wurde der Architektenwettbewerb für den zweiten Abschnitt an der Bottroper Straße entschieden. Aktuell werden Bebauungspläne erarbeitet, dank„Bauturbo“ im beschleunigten Verfahren. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt geht konstruktiv voran. Die notwendigen Gutachten sind beauftragt oder werden es bald. Parallel läuft die Vorplanung der Architekten“, so Marketing-Leiter Marc-Daniel Grözinger. Einen konkreten Termin für den Start nennt er nicht, aber mit dem ersten Bauabschnitt soll es zwölf bis fünfzehn Monate nach Vorliegen des Bebauungsplans losgehen.