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Der Weg zur barrierefreien Wohnung 

Förderprogramme von Bund, Land und Pflegekassen können den altersgerechten Umbau deutlich erleichtern - vorausgesetzt, die Planung beginnt früh.

Der Weg zur barrierefreien Wohnung 

Der Einbau eines Treppenlifts kann durch Förderprogramme unterstützt werden.

Wer seine Wohnung fürs Alter umbauen möchte, steht schnell vor der Frage: Wie lässt sich das alles finanzieren und welche Unterstützung gibt es? Die gute Nachricht: Bund, Länder und Pflegekassen bieten eine ganze Reihe von Fördermöglichkeiten, die den Umbau deutlich erleichtern können. Wichtig ist vor allem, frühzeitig zu planen und sich umfassend beraten zu lassen. 

Auf Bundesebene spielen Programme der KfW wie „Altersgerecht umbauen“ eine zentrale Rolle. Sie unterstützen sowohl einzelne Maßnahmen wie den Einbau einer bodengleichen Dusche oder eines Treppenlifts als auch umfassende Umbauten, die die gesamte Wohnung barriereärmer machen. Je nach Programm gibt es Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite, die sich besonders für größere Projekte eignen. Wichtig ist: Die Förderung muss immer vor Beginn der Arbeiten beantragt und die Maßnahmen müssen von Fachbetrieben ausgeführt werden. Zusätzlich zu den bundesweiten Angeboten gibt es in Baden-Württemberg regionale Fördermöglichkeiten, die den barrierefreien Umbau erleichtern. Das Land unterstützt über die L-Bank im Programm „Wohnraum modernisieren“ auch Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Ergänzend dazu bietet die Stadt Stuttgart Hilfen an, darunter das „Stuttgarter Förderprogramm für altersgerechtes Wohnen“, das bestimmte Umbauten finanziell unterstützt. Auch hier gilt: Ein Förderantrag kann nur vor Beginn einer Umbaumaßnahme gestellt werden. Wer einen anerkannten Pflegegrad hat, kann für sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen Zuschüsse der Pflegeversicherung erhalten. Pro Maßnahme stehen bis zu 4.180 Euro zur Verfügung, wenn der Umbau die Selbstständigkeit stärkt oder die Pflege erleichtert. Leben zwei pflegebedürftige Personen in einem Haushalt, können die Zuschüsse gebündelt werden, sodass bis zu 8.360 Euro bereitstehen.

Unternehmen aus der Region

Wer sein Zuhause barrierefrei umbauen möchte, sollte frühzeitig mit der Planung beginnen. So bleibt genug Zeit, Kosten realistisch einzuschätzen und die passenden Förderprogramme zu finden. Viele Maßnahmen sind langfristige Investitionen: Sie erhöhen die Sicherheit im Alltag und steigern oft auch den Wert der Immobilie. Fachleute raten deshalb, mehrere Angebote einzuholen und genau zu prüfen, welche Arbeiten zuerst notwendig sind. Eine unabhängige Beratung hilft dabei, Prioritäten zu setzen und die Finanzierung sinnvoll zu strukturieren. Wohnberatungsstellen, Architekten sowie Verbraucherzentralen unterstützen zudem dabei, den eigenen Bedarf realistisch einzuschätzen und ein tragfähiges Konzept zu entwickeln.

Von Brigitte Bonder


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