Themen für den Stadtseniorenrat gibt es genug: Barrierefreiheit im öffentlichen und privatem Raum, alle Aspekte der Pflege und Vorsorgevollmachten bis hin zu sehr menschlichen Angelegenheiten.
„Die Bevölkerung wird immer älter und einsamer“, betont Marita Gröger, die seit über zwei Jahren Sprecherin des Stadtseniorenrats Bad Cannstatt ist. Ihre Kollegin, die pensionierte Gymnasiallehrerin Ursula Schwarz, wurde im Februar vom Bezirksbeirat einstimmig als Stadtseniorenrätin bestätigt.
Rund 100 Stadtseniorenrätinnen und Stadtseniorenräte in Stuttgart
Die Landeshauptstadt hat knapp 100 Stadtseniorenrätinnen und -räte. Ein gutes halbes Dutzend von ihnen kümmert sich um die Belange der älteren Generation in Bad Cannstatt. Wie Marita Gröger, die 25 Jahre für die SPD im Stuttgarter Stadtrat saß. Für den Stadtseniorenrat ist sie nicht nur Sprecherin der Stadtsenioren in Bad Cannstatt, sie betreut und koordiniert auch den kompletten „Sprengel Neckar“, zu dem noch Mühlhausen, Münster, Wangen, Hedelfingen, Oberund Untertürkheim gehören.
Der Stadtseniorenrat Stuttgart versteht sich als Interessenvertretung der älteren Generation und sei von der Organisation her ein besonderes Konstrukt, erzählt Marita Gröger. Weil die Vertreter im Stadtrat der Meinung waren, dass es in der Landeshauptstadt kein spezielles Gremium für Senioren brauche, formierte er sich 1992 als eingetragener Verein.
Einiges hat der Stadtseniorenrat, der überparteilich und überkonfessionell tätig ist, angestoßen. Der Verein sei Pionier gewesen, was Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten anbetrifft, sagt Marita Gröger. Diese Beratungen nehmen noch immer einen großen Raum ein. Neben der Vorsorge für Krankheit und Alter gibt es viele weitere Themen. „Digitalisierung, Pflegeversicherung, seniorengerechtes Wohnen und zurzeit sind es die neue Grundsteuer und die steigenden Energiekosten“, zählt Marita Gröger auf. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit als Seniorenstadträtin oder -rat seien deshalb auch regelmäßige Schulungen über alle möglichen Fragen des Alters.
Die nächsten Termine
Regelmäßig am ersten Donnerstag im Monat, jeweils von 10 bis 12 Uhr, gibt es Sprechstunden des Stadtseniorenrats in Bad Cannstatt zu Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und weiteren Anliegen als Einzelberatung. Die nächsten Termine im zweiten Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes, Marktplatz 10, sind am 7. Oktober, 2. November und 7. Dezember. Um Wartezeiten zu vermeiden empfiehlt Marita Gröger eine vorherige telefonische Anmeldung bei Ursula Schwarz unter der Nummer 0711/315 60 690. Nach telefonischer Vereinbarung über die Geschäftsstelle des Stadtseniorenrats in der Christophstraße 11 unter der Nummer 0711/ 6159923 beziehungsweise unter 0711/526671 (Marita Gröger) ist eine Beratung auch an anderen Orten möglich. Eva Herschmann