Umwelt

WIN-Charta: Aus der Wirtschaft für die Wirtschaft

Freiwillige Selbstverpflichtung

WIN-Charta: Aus der Wirtschaft für die Wirtschaft

Die WIN-Charta ist ein bundesweit einzigartiges System für das Management von Nachhaltigkeit für kleinere und mittlere Unternehmen. Was verbirgt sich dahinter?

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Die baden-württembergische Wirtschaft ist bekannt für ihre Innovationskraft und Leistungsstärke. Aber auch in Sachen Nachhaltigkeit leisten viele Unternehmen Beachtliches. Die WIN-Charta des Landes richtet sich an engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, für die Nachhal tigkeit Bestandteil ihrer Unternehmensphilosophie ist. Mit der WIN-Charta soll nachhaltiges Wirtschaften gewürdigt und sichtbar gemacht werden.

Freiwillige Selbstverpflichtung

Die WIN-Charta des Landes Baden-Württemberg ist bislang bundesweit das einzige Nachhaltigkeitsmanagementsystem speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese freiwillige Selbstverpflichtung zielt darauf ab, den Nachhaltigkeitsgedanken in allen Branchen der badenwürttembergischen Wirtschaft zu verbreiten und zu verankern. Mit der Unterzeichnung der WIN-Charta geben die Unternehmen eine klares Bekenntnis zu ihrer ökonomischen, ökologischen und nicht zuletzt ihrer sozialen Verantwortung ab.

Zwölf Leitsätze formuliert

Nachhaltigkeit kann überall in einem Unternehmen gelebt werden. Die Leitsätze der WIN-Charta umfassen deshalb alle Bereiche von Arbeitnehmern und Unternehmensführung. In zwölf Leitsätzen werden die gemeinsamen Grundwerte formuliert, die inhaltlich die drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) abdecken. Sie sollen die Identifikation nachhaltigkeitsrelevanter Strategien und Ansatzpunkte ermöglichen, zudem Orientierungspunkte für die Umsetzung im regionalen und lokalen Kontext darstellen sowie passende Ansatzpunkte für die Kommunikation der Nachhaltigkeitsanstrengungen nach außen bieten.

Nachhaltigkeit zahlt sich aus

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller spricht es deutlich aus: „Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg sind keine Gegensätze.“ Und tatsächlich kommen auch aktuelle Studien zu diesem Ergebnis. In einer Befragung von Ernst & Young heißt es: „Immer mehr Kunden erwarten von ihren Zulieferern nicht nur den Nachweis der Einhaltung von maßgeblichen Nachhaltigkeitsaspekten, sondern auch die Weitergabe dieser Nachhaltigkeitsverpflichtungen an die eigenen Lieferanten.“ Und weiter: 79 Prozent der Unternehmen des Mittelstands bewerten das Thema Nachhaltigkeit „sehr wichtig“ oder „wichtig“.

Nachhaltigkeit ist ein Wettbewerbsfaktor. Für Endkunden wirkt sie sich direkt (in Bezug auf Nachhaltigkeitsbewertungen oder Bevorzugung „grüner“ Produkte) und indirekt (Markenbildung, Vertrauen) auf Kaufentscheidungen aus. Und: Nachhaltiges Wirtschaften schafft innerbetrieblich und nach außen positive Identifikation und steigert langfristig den Wert des Unternehmens. Und für Mitarbeiter kann dies bedeuten: Motivation, Identifikation mit ihrem Unternehmen und eine sinnstiftende Tätigkeit. Will sagen: Vertrauen und positive Wahrnehmung des Unternehmens und der Produkte/Dienstleistung. Nachhaltiges Wirtschaften generiert neue Blickwinkel entlang der Wertschöpfungskette, etwa auf die Effizienz eines Prozessschritts oder die Materialbeschaffenheit eines Produkts. Daraus können neue Innovationen entstehen. Zudem spart es Kosten, beispielsweise in Bezug auf den Ressourcenverbrauch. Auch das steckt hinter dem Begriff der WIN-Charta. red

» www.win-bw.com/win-charta.html

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