Anzeige
Essen & Trinken

Wenig- oder Vieltrinker: Welche Kaffeemaschine passt zu mir?

Kaffee ist das meist getrunkene Getränk in Deutschland“, sagt Holger Preibisch vom Deutschen Kaffeeverband in Hamburg. Vor allem Filterkaffee schmeckt den Deutschen, weshalb in jedem zweiten Haushalt eine solche Maschine steht. Doch auch Vollautomaten und Kapselmaschinen liegen im Trend.

Filterkaffee schmeckt den Deutschen. Foto: C. Klose/dpa-tmn

Wer viel Kaffee braucht, das heißt für mehrere Personen zur gleichen Zeit, nutzt dafür am schnellsten eine klassische Filtermaschine. Diese brüht eine ganze Kanne in wenigen Minuten. Sobald das Wasser durch den Filter geflossen ist, sollte der Kaffee sofort getrunken werden. „Nach zehn Minuten auf der Wärmeplatte entstehen Bitterstoffe, die den Geschmack verschlechtern“, erklärt Preibisch.

Wer wenig Kaffee trinkt oder schnell eine Tasse zubereiten will, für den sind Kapsel- und Padmaschinen eine Option. Die Gründe dafür sind vielfältig, wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat („test“-Ausgabe 8/20). „Die Anbieter der Geräte versprechen, die ideale Kaffee- und Wassermenge, Brühtemperatur und -dauer gefunden zu haben“, sagt Roman Schukies, Test-Redakteur in Berlin.

Das hat seinen Preis: „Kapseln kosten mit 34 Cent das Dreifache im Vergleich zu einem Kaffee aus dem Vollautomaten – hier fallen nur 11 Cent an“, sagt er. Nachteilig ist auch der entstandene Müll. Kapseln bestehen aus Kunststoff oder Aluminium. Hinzu kommen Deckel und Umverpackungen.

„Wer gern hochwertigen Bohnenkaffee, Cappuccino oder Latte Macchiato trinkt, kann über einen Vollautomaten nachdenken“, sagt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+ in Berlin. Diese Geräte können meist eine Vielzahl an Kaffeespezialitäten zubereiten.

Die Maschinen verfügen meist über ein integriertes Mahlwerk, damit sich aus der frisch gemahlenen Bohne das volle Aroma entfaltet, sowie ein Milchaufschäumer. Die Reinigung ist insgesamt aufwendig. „Das lohnt sich kaum, wenn man nur schnell einen Kaffee trinken will“, meint Oberascher.

Die Siebträgermaschine ist eigentlich eine Art Espressomaschine. Vereinfacht gesagt wird ein Sieb mit Griff mit gemahlenem Espresso befüllt und an die Maschine geschraubt. Doch für den perfekten Kaffee muss noch mehr von Hand erledigt werden. „Hier müssen Kaffeemenge, Wassertemperatur und -druck sowie Brühzeit und Tamperdruck, also das Anpressen des Kaffees in den Siebträger, und die Flüssigkeit pro Tasse selbst eingestellt werden“, erklärt Preibisch. Siebträgermaschinen seien daher etwas für Perfektionisten. E. Steinbach, dpa
                    

zurück zur Übersicht Essen & Trinken