Wo der Besen hängt

Auf ein Viertele

Auch im Winter öffnen viele Weingüter ihre Besenwirtschaften. Serviert werden regionale Weine und lokale Spezialitäten.

17.01.2022

Genussvolle Einkehr Foto: Colourbox

In der Region Stuttgart blickt der Weinbau auf eine lange Geschichte zurück und ist bis heute an vielen Orten präsent. Sogar im Herzen der Großstadt gedeihen die Rebstöcke, dazu werden auch im Winter zahlreiche Besenwirtschaften im Umland zum gemütlichen Treffpunkt. Früher luden die Wengerter ins private Wohnzimmer zur Verkostung ein, heute wird das Selbstgekelterte in historischen Weinkellern oder gemütlichen Innenhöfen mit wärmenden Feuerkörben ausgeschenkt.

Ob junge Rebensäfte aus dem Fass, gereifte Flaschenweine oder seltene Raritäten aus dem Winzerkeller – bei der großen Auswahl der regionalen Winzer ist für jeden Geschmack etwas dabei. Dazu werden im „Besen“ typische Spezialitäten serviert – von Maultaschen über Linsen mit Spätzle bis hin zur üppigen Vesperplatte. In der aktuellen Situation rücken Weinfreunde zwar nicht ganz so eng zusammen wie sonst üblich, doch mit etwas Abstand ist der gemeinsame Genuss wieder möglich. Ausflügler sollten sich lediglich im Vorfeld über aktuelle Öffnungszeiten und die jeweils gültigen Coronaregeln informieren.

Die genussvolle Weintradition der Region lässt sich dank der zahlreichen Wanderwege auch zu Fuß erkunden. Jetzt im Winter geht es an frischer Luft beispielsweise über den Stuttgarter Weinwanderweg vom Marienplatz zur kleinsten Einzelreblage in Württemberg, dem Degerlocher Scharrenberg. Einblicke in die besten Anbaugebiete verspricht der Weinwanderweg Bad Cannstatt, von dem sich immer wieder Ausblicke auf die Stuttgarter Innenstadt und den Neckar eröffnen. Zum Aufwärmen geht es dann als Abschluss in den „Besen“ auf ein Viertele. Brigitte Bonder