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Der Autohof als Zukunftsprojekt

Im nächsten Schritt für eine mögliche Überbauung des Areals wird ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben. Er wird die Basis für einen neuen Bebauungsplan sein.

Der Autohof als Zukunftsprojekt

Schnellladesäulen für E-Autos gibt es am Autohof in Wangen auch. Fotos: Brand

Der Autohof in Stuttgart-Wangen ist vor allem eines: Eine richtig große, aber weitgehend unbebaute Fläche, auf der Lastwagen und Sattelschlepper parken. Das, in Verbindung mit einigen Service- und Dienstleistungsangeboten - Tankstelle, Lademöglichkeiten, Reifenservice, auch ein Hotel - ist auch vorrangiger Sinn und Zweck eines Autohofs. Andererseits ist es natürlich auch ein gewisser Luxus, eine so große Fläche in solch einer sozusagen inner-großstädtischen Lage so „gering“ zu nutzen. Gerade auch in Stuttgart fehlen größere Flächen für Logistik, Handwerk und Gewerbe. Deswegen hat sich das Amt für Stadtplanung und Wohnen schon vor einigen Jahren mit der Frage beschäftigt, wie vorhandene Flächen effizienter genutzt werden können „durch Stapelung gewerblicher Nutzungen“, kurz„Urban Sandwich“. Am Autohof soll nun der nächste Schritt in diese Richtung gemacht werden und zwar in Form eines städtebaulichen Wettbewerbs für das Areal, der jetzt ausgeschrieben wird. Gerade sind die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks zu einer ersten Beteiligungsveranstaltung mit Spaziergang über das Gelände und anschließender Diskussion eingeladen gewesen.

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Hier ein kurzer Überblick darüber, was bisher schon passiert ist: Im September 2020 hat die Stadt den Abschlussbericht „Urban Sandwich. Steigerung der Flächeneffizienz durch Stapelung gewerblicher Nutzungen“ veröffentlicht. Darin waren für fünf ganz unterschiedliche Typen von Gewerbegebieten im Stadtgebiet die Möglichkeiten für eine effizientere Nutzung der Flächen untersucht worden. Allein drei davon waren in Stuttgart-Wangen: das R. Stahl-Areal, das Veba-Areal und eben der Autohof.

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Der Autohof wird von der Straßenverkehrsgenossenschaft Süd eG (SVG) betrieben., die in den vergangenen Jahren in die Weiterentwicklung des Wangener Autohofs investiert und ein neues Hotel samt Gastronomie sowie das Verwaltungs- und Tagungszentrum neu gebaut hat. Inzwischen gibt es dort auch einen E-Schnellladepark.

Nach wie vor dienen aber rund 76 Prozent des Stuttgarter Areals als Lager-, Rangier- und Parkierungsfläche. Die Verkehrsanbindung ist durch die unmittelbare Nähe zur B10 entsprechend gut, es gibt fußläufig auch Stadtbahnhaltestellen. Die SVG verfolgt langfristig das Ziel„, das Geschäftsfeld und den Standort im Rahmen eines zukunftsorientierten Konzepts aus- und umzubauen“, heißt es in der „Urban Sandwich“-Studie. Wichtige Voraussetzung dafür: „eine konfliktfreie gewerbliche Nutzungsmischung, die den 24Stundenbetrieb des Autohofs nicht einschränkt“.

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Das Potenzial der Autohof-Fläche liegt in ihrer - auch großflächigen - Überbauung. Im Erdgeschoss würde der ganz normale Autohofbetrieb weiterlaufen, darüber könnten Gewerbe- oder Produktionsflächen entstehen. In der Studie wird empfohlen, die Tragstruktur einer solchen Überbauung so zu dimensionieren, dass später sogar noch aufgestockt werden könnte. Die entstehende, nicht kleine Dachfläche könnte vielfältig nutzbar gestaltet werden: für Photovoltaik, Gastronomie, Gemüseproduktion oder die aktuell auch in Stuttgart viel diskutierten - aber bisher hier noch nicht verwirklichten - Pocket Parks.

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Der aktuell geltende Bebauungsplan ermöglicht vor allem auf den Autohof bezogene Nutzungen. Demnach sind „Lagergebäude, Verwaltungsgebäude, Betriebe des Beherbergungsgewerbes und Tankstellen“ zulässig. Die Empfehlung in der Studie: „Um eine zukunftsfähige Planung und optimierte Nutzung der Flächen zu ermöglichen, wird eine Anpassung des gültigen Bebauungsplans und eine Öffnung oder Ausweitung der zulässigen Nutzungen um das übliche Spektrum der Gewerbegebietsnutzungen mit beispielsweise Gewerbebetrieben, Anlagen für sportliche Zwecke oder Freizeitnutzungen vorgeschlagen.“ In einem zweiten Schritt waren in einer weiteren Studie die Machbarkeit eines solchen Projekts untersucht, die Rahmenbedingungen noch einmal im Detail überprüft und die städtebaulichen Merkmale ermittelt worden. Ergebnis: Möglich ist ein 20 Meter hoher Neubau auf einem Großteil der Fläche, mit 191 Meter Länge und 138 Meter Breite größer als das Gerber in der Stuttgarter Innenstadt. Das Gebäude könnte zur Logistikdrehscheibe für die Stadt werden, von der aus Waren mit kleineren, CO2-neutralen Fahrzeugen zu den Kunden transportiert werden. So würde auch die Stuttgarter Innenstadt entlastet. Außerdem möglich: Flächen für Handwerker, Start-Ups oder sogar ein Hightech-Standort für die Pharmaindustrie.

Für die Wangener selbst bieten diese Pläne aber auch eine ganz neue Perspektive für eine Erweiterung der räumlich arg beengten Wilhelmschule. Die Wilhelmschule wird seit geraumer Zeit umfassend saniert, zum benachbarten Hotel am Autohof-Areal entsteht ein Erweiterungsbau, der Pausenhofbereich soll neu geordnet werden. Gerade dafür sowie für Spiel und Bewegungsmöglichkeiten fehlt aber eigentlich der Platz. Und da kommen die Autohof-Pläne ins Spiel, wobei die Beteiligten von Stadt und SVG schon lange in intensivem Austausch darüber sind: Auf dem Dach des ersten Stockwerks des Neubaus könnte ein Pausenhof mit eben diesen Spielmöglichkeiten entstehen. Sowohl im Gemeinderat als auch im Bezirksbeirat Wangen herrscht große Einigkeit darüber, dieses für Stuttgart außergewöhnliche Projekt zu verwirklichen.

Die Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbs, über den die Wangener jetzt informiert wurden, ist der nächste Schritt in dem Verfahren. In diesem Wettbewerb sollen die beteiligten Büros „Entwurfslösungen für ein Bebauungs- und Freiraumkonzept mit einer überzeugenden städtebaulichen Grundorganisation für verschiedene Nutzungen mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen“ entwickeln“, heißt es in der Pressemitteilung etwas umständlich. „Durch den Wettbewerb soll nun insbesondere ein angemessenes bauliches Volumen gefunden werden, welches auf die unterschiedlichen Gebiete in der Umgebung wie beispielsweise die Wilhelmsschule eingeht und diese verträglich miteinander gestaltet, um den Baukörper angemessen in den Stadtteil Wangen zu integrieren.“ Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs werden dann schließlich die Basis für einen neuen Bebauungsplan für das Areal bilden. Wie lange es dauern wird, bis dieser Plan steht und dann auch gebaut werden kann, ist noch offen.

Von Jürgen Brand


Frische italienische Küche

In der Trattoria Santini in Stuttgart-Wangen genießen die Gäste traditionelle Küche in modernem Ambiente

Es riecht nach Sonne und Süden: Die Trattoria Santini bringt ein Stück Italien in die Hedelfinger Straße im Gewerbegebiet von Wangen. Im September 2021 hat Sandra Menegaldo die Trattoria Santini neu eröffnet. Seitdem erfreuen sich die Gäste dort an leckeren Speisen aus der traditionellen italienischen Küche und einer feinen Auswahl an Weinen. Das Ambiente der originalen Trattoria - helle große und moderne Räume sowie ein schöner Außenbereich - trägt dazu bei, dass sich alle wohlfühlen. Die große Gartenterrasse habe sich als beliebter Anziehungspunkt des jungen Restaurants erwiesen, sagt Sandra Menegaldo. Die Inhaberin selbst ist erfahren in der Stuttgarter Gastro-Szene.

Vor dem Engagement in Wangen hat Sandra Menegaldo 24 Jahre in Gablenberg die Cantina dei Dogi geführt. Mit der Corona-Zwangspause war dort Schluss, und der Neustart hat sie in die Nähe des Neckarhafens geführt. Hier servieren sie und ihr Team köstliches Essen - leckere Antipasti, Pasta oder Fisch und Fleischvariationen - mit frischen und hochwertigen Zutaten sowie mit viel Liebe zubereitet.„Die Frische ist das entscheidende“, sagt die erfahrene Gastronomin. Die exklusive Auswahl delikater Weine direkt aus den besten Weingütern Italiens sind perfekt auf die Speisen abgestimmt.

Ein täglich wechselnder Mittagstisch sorgt für kulinarische Vielfalt. „Und auch unsere Karte ist saisonal“, sagt Sandra Menegaldo. (eha)


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