Die Sommerzeit, gerade die Zeit der Sommerferien, bringt immer auch viele Baustellen mit sich. Und damit auch entsprechende Umleitungen, Einschränkungen, Verkehrsprobleme. Die Hedelfinger sind, was den Straßenverkehr angeht, zwar schon lange ziemlich leidgeprüft. Aber auch diesen Sommer trifft es sie, vor allem auch die Einwohnerinnen und Einwohner im Stadtteil Rohracker. Die Baustellen in der Hedelfinger Straße sind mittlerweile schon fast zur Gewohnheit geworden. Dort wird laut Baustellenkalender der Stadt noch bis Mitte September geschafft. Dazu kommen Leitungsarbeiten im Kreuzungsbereich Otto-Hirsch-Brücken/Am Mittelkai - und die Bauarbeiten entlang der Rohrackerstraße, die schon im Vorfeld für einige Diskussionen und viele Fragen gesorgt haben.
In der Rohrackerstraße wird über den Sommer gleich an zwei Abschnitten gebuddelt und gebaut, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Anwohner, den Verkehr, die Geschäfte. Im Abschnitt zwischen Bächlenweg und Alosenweg hat vor einigen Tagen der erste Teil der Sanierungsarbeiten begonnen. Voraussichtlich bis Anfang August ist die Straße in dem Bereich halbseitig gesperrt. Die Durchfahrt von Rohracker nach Hedelfingen ist weiterhin möglich. In Richtung Rohracker wird der Verkehr über die Straße am Bergwald umgeleitet. Die Umleitungsstrecke ist entsprechend ausgeschildert. Die Bushaltestelle auf Höhe der Kreuzung Alosenweg ist in dieser ersten Bauphase in die Straße am Bergwald verlegt.
Geduldsprobe für Schleichwegfahrer
Dass der Verkehr dort stockt und sich auch immer wieder mal länger staut, konnte man gleich von Anfang an beobachten. Schließlich wird die Straße nicht nur von den Einwohnern des Stadtteils Rohracker genutzt, sondern ist auch Teil des Schleichwegs, der im weiteren Verlauf über den Speidelweg hinauf nach Frauenkopf und weiter auf die Filderebene führt und umgekehrt. Die Schleichwegfahrer müssen sich jetzt erst einmal entweder in Geduld üben oder einen anderen Weg nehmen - sofern sie nicht ohnehin im Urlaub sind.
Diese eben nicht nur von den Anwohnern verursachte Belastung ist der Rohrackerstraße anzusehen, in die Jahre gekommen ist sie auch. Deswegen wird jetzt in diesem Abschnitt saniert, geplant sind Arbeiten an der Asphaltdeckschicht sowie den Gehwegen und den Bordsteinen. Das soll, wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt, bis Anfang August erledigt sein.
Ende Juli soll einige hundert Meter weiter in Richtung Rohracker die nächste, größere Baustelle eingerichtet werden, die entsprechenden Schilder stehen schon. Dann wird die Rohrackerstraße zwischen Dürrbachstraße und Sillenbucher Straße von Ende Juli bis voraussichtlich Mitte September, also über die komplette Ferienzeit, voll gesperrt. Dort stehen aufwendige Arbeiten an Kanälen, an Wasser- und Gasleitungen an. Ein bestehender Kanal wird gedämmt, Hausanschlüsse werden umgelegt, neue Leitungen werden verlegt. In dem Bereich muss also tiefer gegraben werden, wodurch eine halbseitige Verkehrsführung unmöglich wird. Eine Umleitung wird ausgeschildert, mit entsprechenden Folgen für die Anwohner an Rohrackerstraße, Dürrbachstraße, Wollerweg und Speidelweg. Entlang der Umleitungsstrecke darf in der Zeit nicht oder nur eingeschränkt geparkt werden, Interimsparkplätze können nicht zur Verfügung gestellt werden, weil es in dem Gebiet keine dafür geeigneten Flächen gibt. Für die direkten Anwohner in diesem Bereich der Rohrackerstraße bedeutet das, dass sie in der Bauphase nur erschwert, manche auch gar nicht zu ihren privaten Stellplätzen und Einfahrten kommen. Auch der Busverkehr ist beeinträchtigt. Da die großen Busse nicht durch die engen Straßen der Umleitung passen, sollen kleinere Busse eingesetzt werden.
Geschäfte bleiben erreichbar


Der Bezirksbeirat Hedelfingen war bereits im Februar über die geplanten Baumaßnahmen informiert worden. Die direkt betroffenen Anwohner werden in diesen Tagen durch eine Postwurfsendung des Tiefbauamts informiert. Im Juni gab es einen gemeinsamen Termin mit den Gewerbetreibenden an der Straße. Deren Betriebe bleiben laut Tiefbauamt während der Bauphase, wenn auch zum Teil mit Einschränkungen, erreichbar.
Der Bezirksbeirat hatte auch angeregt, für die Bauzeit eine Art Ringlösung für die Zu- und Abfahrt nach Rohracker zu prüfen, damit der Verkehr in den und aus dem Stadtteil entzerrt wird. Auch das war wegen der anspruchsvollen Topografie in dem Gebiet aber nicht möglich. Das Tiefbauamt hat die betroffenen Anwohner und Verkehrsteilnehmer schon im Vorfeld um Verständnis für die während der Bauzeit unvermeidbaren Beeinträchtigungen gebeten. „Wir sind bestrebt, die Auswirkungen der Baumaßnahme so gering wie möglich zu halten“, heißt es in der Info für die Anwohner.