Es gibt eine Ecke auf der Allmandwiese zwischen dem Max-Eyth-See und der Festwiese Hofen, die Holger Muck für geradezu ideal hält, um als Hundeauslaufplatz zu dienen. „An der Stelle ist auf einer Seite schon eingezäunt, sodass man nur noch auf drei Seiten einen Zaun braucht. Hier wäre es kostengünstig und schnell umsetzbar“, sagt der Hofener mit Blick auf das benachbarte eingefriedete Pumpenhäuschen. Jana Schuster, SPD-Bezirksbeirätin in Mühlhausen und selbst Hundehalterin, hat den Vorschlag aufgegriffen. Im Namen der Fraktion hat sie einen Antrag an den Bezirksbeirat formuliert, und das Gremium hat sich einhellig dafür ausgesprochen, die Einrichtung eines Hundeauslaufplatzes zu prüfen.
Noah, der Eurasier von Holger Muck, und Lucky, der Dackel-Terrier-Mix von Jana Schuster, sind beim Vororttermin in Hofen dabei. Brav gehen sie bei Fuß an der Leine, aber viel lieber würden sie völlig losgelöst über die Wiese jagen. Doch für Hunde gibt es in der Stadt kaum Möglichkeiten zum Freilauf. Offiziell sind in Stuttgart rund 17 000 Vierbeiner aller Rassen und Mischungen registriert, für die ihre Besitzerinnen und Besitzer pro Fellnase 108 Euro Hundesteuer bezahlen, wobei ein Zweit- oder Dritthund mit je 216 Euro doppelt so teuer ist.
Auf eigens ausgewiesenen Hundeauslaufflächen sollen Hunde ihrem arttypischen Bewegungsdrang nachkommen können. Die Einzäunung der Bereiche soll sicher stellen, dass der Hund nicht wegläuft - und Passanten und Menschen ohne Bezug zu Hunden nicht gestört werden.
Erst fünf Hundewiesen in der Stadt

In Stuttgart gibt es mittlerweile fünf Standorte, an denen es „Leinen los“ für die Vierbeiner heißt. Auf dem Hundespielplatz im Tappachtal in Zuffenhausen stehen 560 Quadratmeter mit Agility-Angebot zur Verfügung, die Hundewiese im Fasanenhof bietet Freilauf auf rund 3750 Quadratmeter. Außerdem stehen in Wangen, in Stuttgart-Süd und im Kurpark in Bad Cannstatt ebenfalls eingezäunte Wiesen zur Verfügung, auf denen die Vierbeiner ungestört und frei laufen können.
Im Vergleich mit anderen Großstädten ist das allerdings wenig hundefreundlich. So gibt es beispielsweise in Bochum, das mit 375 000 Einwohnerinnen und Einwohnern deutlich kleiner ist als Stuttgart immerhin 14 Hundewiesen. Im etwas größeren Frankfurt am Main sind 25 eingezäunte Hundeauslaufflächen ausgewiesen und in Düsseldorf, in dem 650 000 Menschen und 25 000 Vierbeiner leben, sogar mehr als 30.
Aus der Bürgerschaft im Bezirk Mühlhausen seien wiederholt Anträge auf Schaffung von Hundeauslaufplätzen in den Stadtteilen eingegangen, erzählt Jana Schuster.„In Neugereut gibt es keine freien Flächen mehr, wo dies realisiert werden könnte. Der Max-EythSee liegt aber relativ zentral im Stadtbezirk, und ist gut erreichbar.“
Außerdem, sagt Holger Muck, gebe es in unmittelbarer Nähe eine öffentliche Toilette für die zweibeinigen Begleiterinnen und Begleiter. Die Sträucher und Bäume sollen bleiben. Nicht nur, weil vor allem Rüden gerne an ihnen das Beinchen heben, sondern auch als Schattenspender für Frauchen und Herrchen. Im Prinzip fehlten also nur drei Seiten Zaun, ein Kottütenautomat und ein Mülleimer für die aufgesammelten Hinterlassenschaften, erklärt Jana Schuster, die sich eine „rund 500 Quadratmeter große Hundewiese für den Bezirk Mühlhausen“ vorstellen könnte.
Mühlhausens stellvertretender Bezirksvorsteher Andreas Schröder steht dem Ansinnen für eine Hundeauslauffläche positiv gegenüber. „Aus meiner laienhaften Sicht könnte das gut funktionieren. Aber das Amt für Umweltschutz ist noch involviert. Ich persönlich halte eine Hundeauslaufwiese aber für sinnvoll, auch, weil es dann weniger Konfrontation mit frei laufenden Hunden auf den Gehund Radwegen gibt.“
Von Eva Herschmann
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12. Juni, 15 Uhr„,Gemeinsames Singen“ mit Richard Floess, Haus St. Ulrich
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