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Fellbach & Rems-Murr-Kreis

Totalschaden – wer zahlt was?

Reparieren lassen oder verschrotten, das ist bei einem Totalschaden oftmals die Frage

Foto: z/Goslar-Institut

19.03.2021

„Der ist hin.“ Wer gerade einen Unfall körperlich unbeschadet überstanden hat und dann in der Werkstatt dieses vernichtende Urteil über seinen beschädigten Wagen hören muss, erleidet möglicherweise gleich den nächsten Unfallschock.

Totalschaden lautet die Diagnose des Fachmanns, der möglicherweise auch gleich eine Alternative zu dem verunfallten Fahrzeug im Angebot hat. Der technische ist von dem wirtschaftlichen Totalschaden zu unterscheiden, was Auswirkungen auf die anschließende Kostenabwicklung mit der Versicherung hat.

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Das ultimative Aus für einen Unfallwagen ist der technische Totalschaden. In diesem Fall ist das Auto so stark beschädigt, dass es technisch nicht mehr instandgesetzt werden kann.

Das heißt, das Fahrzeug hat einen Restwert von Null, ist reif für die Schrottpresse. Unter Restwert versteht man den Betrag, für den ein verunfalltes Auto in nicht repariertem Zustand noch verkauft werden kann. Der Restwert wird in der Regel von einem Sachverständigen geschätzt.

Beim wirtschaftlichen Totalschaden hingegen ist eine Reparatur grundsätzlich noch möglich, rechnet sich aber nicht. Will sagen: Die voraussichtlichen Reparaturkosten liegen über dem sogenannten Wiederbeschaffungswert. Beim Wiederbeschaffungswert handelt es sich häufig um einen deutlich höheren Betrag als jenen, den man beim Verkauf des gleichen Fahrzeugs bekommen würde. Denn hier addieren sich der Gewinn des Händlers sowie dessen Kosten hinzu.

Bei einem Totalschaden ersetzt die Versicherung im Normalfall den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwerts eines Unfallfahrzeugs. Liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor, kann es allerdings vorkommen, dass der Versicherte doch zu einer Reparatur tendiert. Übersteigen die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert des betreffenden Fahrzeugs um mehr als 30 Prozent, muss eine Versicherung dafür nicht aufkommen, weil das Reparieren wirtschaftlich nicht vernünftig wäre. Der Versicherte kann in einem solchen Fall nur den Wiederbeschaffungswert beanspruchen, von dem der Versicherer den Restwert des beschädigten Autos abziehen darf. Die Versicherung wird auf jeden Fall einen Sachverständigen heranziehen.

Zweifelt ein Versicherer die Richtigkeit dieses Gutachtens an, kann er das Unfall-Fahrzeug auf eigene Rechnung von einem Sachverständigen eigener Wahl nachbesichtigen lassen. red