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Stuttgart lokal

Rohstrugel: Neckname und leckere Speise

Eine Tradition wird gepflegt

Rohstrugel: Neckname und leckere Speise

Die Stele zum Rohstrugel vor dem Rathaus in Rutesheim. Foto: Wiebke Kahns

"Rohstrugel“ – das ist der Neckname der Rutesheimerinnen und Rutesheimer und zugleich eine besondere Speise. Das ein solches „Nationalgericht“ ein Denkmal braucht, darüber waren sich Stadtverwaltung und Gemeinderat einig. Und so hat der Gemeinderat im Jahr 2019 einstimmig beschlossen, dass in der Stadtmitte auf dem Rathausplatz eine Rohstrugel-Stele aufgestellt werden soll. Zuvor hatte ein stattliches Modell des Gebäcks aus Nudelteig, Äpfeln und Rahm an der Ortseinfahrt aus Richtung Leonberg die Besucher begrüßt, angefertigt von Ralph Lanz aus Gips für den Festwagen anlässlich der 1250-Jahr- Feier der Stadt. Doch das Modell hatte der Witterung nicht Stand gehalten.Deshalb beschloss der Gemeinderat auf Anregung des Ersten Beigeordneten Martin Killinger, der auch den Arbeitskreis „Geschichte vor Ort“ eingebunden hatte, eine Informations- Stele aus eloxiertem Aluminium in Auftrag zu geben. Als Standort wurde der Bereich auf dem Rathausplatz zwischen dem Lüftungsbauwerk und den Treppenstufen beim Blitzer vorgeschlagen.

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Die Rutesheimer haben ihren Spitznamen von ihrer schmackhaften „Nationalspeise“, dem Rohstrugel, erhalten. Wer dieses Rezept für sie entdeckt hat, ist nicht bekannt. Fest steht, dass die alten Rutesheimer dieses Gericht sehr mochten und in der Fremde davon träumten. Sicher ist auch, dass in der näheren Umgebung diese Speise nicht serviert wird, außer die Köchin stammt aus Rutesheim. Heute pflegen vor allem noch der Landfrauenverein und die Fußballabteilung der Sport- und Kulturvereinigung der SKV die Tradition. Die Landfrauen backen ihn bei ganz besonderen Veranstaltungen. Die SKV veranstaltet jedes Jahr Ende Oktober ihr „Rohstrugel-Fußballturnier“, und der Wanderpokal des Turniers hat natürlich die Form eines Rohstrugels.

Für all diejenigen, die jetzt Appetit auf den Rohstrugel bekommen haben, kommt hier das Rezept:

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Der Stadtteil Perouse ist bekannt für sein Kraut. Vor der Pandemie hat dort jedes Jahr im Oktober das Krautfest stattgefunden. Foto: Archiv/Gorr

Zutaten für eine runde Form von rund 26 cm Durchmesser:
500 g Nudelteig
etwa 500 g Äpfel
2 - 3 Eier
1 Esslöffel Öl
1 Becher Sauerrahm
½ l Milch
½ Teelöffel Salz
Fett zum Ausstreichen der Form etwas Butter

Zubereitung:

Vom abgewickelten Nudelteig schneidet man vier Stücke zu je etwa 40 cm Länge ab. Die geschälten und in kleine Würfelstücke geschnittenen Äpfel verteilt man auf die Teigstücke und rollt diese zu 40 cm langen Rollen (Rugel) locker zusammen. Dann werden sie in die gut gefettete, hitzebeständige Form im Kreis eingelegt. Anschließend bereitet man aus Eiern, Öl, Sauerrahm, Milch und Salz eine gut geschlagene Soße, gibt diese über die Teigrollen und gießt dann mit Milch so viel nach, dass die Rollen etwa noch einen Finger breit herausschauen.

Damit alles schön gebacken wird, gibt man Butterflöckchen darüber. Danach lässt lässt man das Ganze bei 200° C backen. Die Salzmenge muss nach Belieben ausprobiert werden. Die Backdauer im vorgeheizten Backofen kann je nach Gerät variieren.

Der Rohstrugel ist fertig, wenn der Nudelteig oben braun und knusprig ist, etwa nach 45 bis 60 Minuten.

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