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Recycling im Vordergrund

Entsorgung von Eisen- und Metallschrott

Recycling im Vordergrund

Sascha und Natascha Ott setzen sich für Nachhaltigkeit ein. Im Hintergrund: Technische Keramik aus einem Porzellan-Brennofen.  Foto: Regine Brinkmann

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Seit über 60 Jahren beschäftigt sich das familiengeführte Traditionsunternehmen Walter Ott Rohstoff-Recycling GmbH & Co. KG mit dem Recycling von Schrotten, Nichteisen- Metallen, legiertem Schrott und technischer Keramik wie beispielsweise Schleifscheiben und feuerfesten Materialien. „Wir sind eines der ganz wenigen Recycling-Unternehmen in Deutschland, das sich mit technischer Keramik beschäftigt“, betont Sascha Ott. Er führt in zweiter Generation das Unternehmen, das 1956 von seinem Vater Walter Ott in Feuerbach gegründet wurde, seit 1978 in Rutesheim ansässig ist und mittlerweile 13 Mitarbeiter, darunter einen Azubi, beschäftigt. Auch Tochter Natascha ist vor vier Jahren in das Familienunternehmen eingetreten und wie Vater Sascha mit Leib und Seele dabei.
    

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Natascha und Sascha Ott sind ein gut eingespieltes Team.  Foto: Regine Brinkmann

Die Recycling-Spezialisten bedienen sowohl Firmenkunden als auch Privatkunden. „Wenn beispielsweise ein Haus saniert werden muss, stehen die Eigentümer oft vor der Frage, wohin mit den alten Heizungsrohren, Elektroleitungen, Werkzeugschrott oder Armaturen“, weiß Ott. Hier bietet das Unternehmen zwei Möglichkeiten: Entweder wird der Schrott selbst angeliefert, oder ein Container wird zur Verfügung gestellt und auch wieder abgeholt. Der moderne Fuhrpark mit fünf Absetzkipper-Lkw sorgt dabei für termingenaue und bedarfsgerechte Absatzcontainer. Alles, was in der Rutesheimer Schuckertstraße ankommt, wird hier klassifiziert, sortiert und für die Weiterverarbeitung vorbereitet. Das Altmetall wird in Handarbeit sortiert und landet dafür zunächst auf dem extra für die Firma Ott hergestellt Sortiertisch.

„Der hält das Gewicht von 10 Tonnen aus“, erklärt Natascha Ott. Die genaue Zusammensetzung des angelieferten Metalls kann mit einer so genannten Prüfpistole bestimmt werden, die binnen weniger Sekunden die Zusammensetzung angibt. Die Prüfpistole kommt in erster Linie bei Material von Firmenkunden zur Anwendung. „Vieles ist aber Erfahrung“, so der Inhaber, der schon seit seinem 16. Lebensjahr im Schrottmanagement arbeitet und oft schon durch das Gewicht eines Metallstücks, den Klang oder eine Funkenprobe weiß, was er in Händen hält. Der Schrott wird gewogen und zum Tagespreis abgerechnet. Je nach Menge und Wertigkeit des Materials bekommt der Kunde nicht immer viel Geld, kann aber sicher sein, dass alles fachgerecht weiterverarbeitet wird. „Viele Rohstoffe in unserer Natur sind endlich. Deshalb spielt das fachgerechte Recycling eine immer wichtigere Rolle“, weiß Sascha Ott, „durch fachgerechte Verwertung können wertvolle Rohstoffe wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt werden.“ Er macht sich heute schon Gedanken darüber, wie neu entwickelte Materialien künftig fachgerecht entsorgt werden können. „Man muss diese Aufgabe sehen und Lösungen suchen“, findet er.

Doch nicht alles kann in Rutesheim abgegeben werden. „Grob gesagt muss alles, was einen Stecker hat, an den speziell dafür eingerichteten Entsorgungsstationen wie zum Beispiel dem Wertstoffhof abgegeben werden, das ist gesetzlich geregelt“, weiß Tochter Natascha. Das betrifft Waschmaschinen, Fernseher oder Batterien und gilt selbstverständlich auch für alte Autos, die immer wieder angeboten werden. Auch Entrümpelungen fallen nicht ins Aufgabengebiet der Rutesheimer Firma. Wenn der Container steht, ist die Befüllung Sache der Mieter. Die Firma Ott öffnet am 16. und 17. Mai bei der Rutesheimer Gewerbeschau ihre Tore. bri