Das Büro Kohler Grohe Architekten aus Stuttgart begleitet den Wettbewerb. Gemäß den Bestimmungen zur Vergabe öffentlicher Aufträge ist eine Vorstufe notwendig, bevor der Wettbewerb zur Objektplanung Gebäude ausgeschrieben wird. Dieses Verfahren ist ein geschlossener Ideen- und Realisierungswettbewerb mit einer qualifizierten Bewerbungs- und Auswahlphase, an der maximal zwanzig Teilnehmer zugelassen sind. Das Verfahren erfolgt anonym und es wurden bereits sechs Teilnehmer vorab ausgewählt. Am Freitag, den 27. Oktober, fand eine nicht öffentliche Preisverleihung unter der Leitung von Professor Jörg Aldinger statt. Alle zwanzig Teilnehmer hatten ihre Beiträge eingereicht, die anschließend in der Sporthalle Heimerdingen ausgestellt wurden.
Die Stadt Ditzingen stellte für drei Preise und zwei Anerkennungen gemäß der aktuellen Honorarordnung für Architekten und Ingenieure insgesamt 45 000 Euro inklusive Umsatzsteuer zur Verfügung. Folgende Architekturpreise wurden verliehen:
1. Platz (18 000 Euro): Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten aus Stuttgart
2. Platz (11 000 Euro): Walter Huber Architekten GmbH aus Stuttgart
3. Platz (7000 Euro): ArGe Guenther & Ruppe Architekten aus Heilbronn/Stuttgart
Lobende Erwähnung (4500 Euro): Seidenspinner Architekten GmbH aus Metzingen sowie Franke Seiffert Architekten PartGmbB aus Stuttgart.
Das Preisgericht empfiehlt einstimmig den Entwurf des Architekturbüros Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten für die weiteren Arbeiten zu berücksichtigen. Der Entwurf hat den ersten Preis aufgrund seiner formalen Gestaltung und zweckmäßigen Raumplanung erhalten.
Klare Linien und große Räume
Der Baukörper ist winkelförmig und umfasst zwei Etagen, in Verbindung mit der bereits bestehenden Bebauung ergibt sich ein harmonisches Ensemble. Der Eingangsbereich ist gut sichtbar und wettergeschützt an der Straße positioniert. Beim Betreten des Gebäudes sieht man direkt in den nördlichen Grünbereich. Das Foyer und der Essbereich sind großzügig gestaltet und erlauben eine vielseitige Nutzung.
Die Grundrisse sind klar und übersichtlich. Alle Gruppenräume sind nach Osten ausgerichtet, um eine bessere Verbindung zum angrenzenden Freiraum zu ermöglichen. Im Erdgeschoss ist die Krippe mit gut aufgeteilten Schlaf- und Sanitärräumen. Die Anordnung ist einfach und übersichtlich und es gibt genug Tageslicht. Die Struktur ist einfach und präzise. Über dem Foyer gibt es einen offenen Bereich, der die beiden Stockwerke verbindet. Man geht über eine einzelne Treppe ins Obergeschoss, wo es drei Kindergartengruppen gibt.
Viel Platz zum Spielen und Lernen
Die Baukonstruktion ist klar und präzise ausgeführt. Die Fassade gliedert den Baukörper schön und vermittelt eine angenehme Abfolge zwischen Innen- und Außenraum. Außerdem sind die außen liegenden Balkone für den Brandschutz und als Spielflächen sowie direkte Zugänge in den Garten nutzbar. Die Architektur ist gerecht gestaltet und bietet viele Räume zum Spielen und Lernen. Das Materialkonzept und die Fassadenkompositionen sind stimmig und zeigen einen sicheren Stil. pm