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„Nix verkomma lassa“

In Gerlingen und Ditzingen können die Besitzer von Obstbäumen diese mit einem Obstbändel markieren – so weiß jeder, der vorbeikommt, dass man sich am Obst dieser Bäume bedienen darf.

„Nix verkomma lassa“

Die gelben Markierungsbänder sind gut sichtbar. Foto: Stadt Gerlingen

Unter dem Motto „Nix verkomma lassa“ startet dieses Jahr wieder das Gerlinger Obstbändel. Immer noch gehört der Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg zu einer Hochburg des Streuobstanbaus. Auf fünf Prozent der Fläche stehen rund 400 000 Obstbaum-Hochstämme. „Viele Obstbaumbesitzer können oder möchten ihr Obst jedoch nicht mehr ernten, wodurch leider immer wieder Obst ungenutzt liegen bleibt. Deshalb möchten wir auch dieses Jahr wieder mit der Aktion ‚Gerlinger Obstbändel’ diesem Trend entgegenwirken und einen Austausch ohne großen Aufwand zwischen den Besitzern von Obstbäumen und der Öffentlichkeit schaffen“, sagt Bürgermeister Dirk Oestringer.

Die in der Landschaft gut zu sehenden Bänder, die am besten im Stammbereich angebracht werden, signalisieren: Das Obst dieses Baumes kann geerntet werden. Ausdrücklich sei an dieser Stelle daraufhin gewiesen, dass das Ernten von Obst nicht markierter Bäume als Diebstahl gilt und eine Strafanzeige zur Folge haben kann.

„Nix verkomma lassa“-2
Foto: Pixabay

Wo gibt es das Obstbändel?

Bis Herbst stellt die Stadt Gerlingen die Markierungsbänder privaten Obstbaumbesitzern kostenlos zur Verfügung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Bänder an der Information des Rathauses, in der Stadtbücherei, dem städtischen Baubetriebshof, bei Thomas Fauser, Vorsitzender des Obst-, Wein- und Gartenbauvereins Gerlingen, beim Weltladen, beim Weltcafé und im Getränkemarkt Maisch gern abholen.

Das erste Mal gibt es das Obstbändel in diesem Jahr in Ditzingen. Abgeholt werden können die Bänder in den Bürgerämtern im Rathaus und den Verwaltungsstellen.

Die Obstbändel sind in allen Aspekten gut für die Natur: Die Entsorgung der Bänder ist umweltschonend. Sie zerfallen nach ein bis zwei Jahren und können auch dem Kompost zugeführt werden. pm

Das verschwundene Dorf

Ein historischer Spaziergang durch Hirschlanden am Donnerstag, 4. August, um 18 Uhr.

Stadtarchivar Florian Hoffmann erinnert bei seiner Führung durch den Ortskern von Hirschlanden an das alte Ortsbild und seine abgegangenen Bauten und erläutert die erhaltene historische Substanz. Treffpunkt für den historischen Stadtspaziergang ist am Donnerstag, 4. August, um 18 Uhr auf dem Rathausplatz. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.

Wie kein anderer Stadtteil Ditzingens hat Hirschlanden in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg sein Gesicht verändert. Die zwischen 1952 und 1973 ausgewiesenen Neubaugebiete mit modernen Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie der Bau von Kindergärten, der neuen Gemeinschaftsschule und anderer öffentlicher Einrichtungen machten den Ort zu einer bevorzugten Wohn- und Pendlergemeinde mit einer rasch anwachsenden Einwohnerzahl.

Dem Zugewinn an Wohnqualität stand ein Verlust an historischer Identität und Authentizität gegenüber, den die Neugestaltung der Ortsmitte nur bedingt kompensieren konnte. Das dörfliche Hirschlanden ist weitgehend verschwunden. Weniger als ein Dutzend Objekte in Hirschlanden wird heute in der Denkmalliste geführt. pm

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