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Fachgeschäfte

Bereits zum zehnten Mal findet am 19. September der Aktionstag statt Tag des Handwerks mit anderen Vorzeichen

Rund eine Million Betriebe, mehr als 130 Ausbildungsberufe und über fünfeinhalb Millionen Handwerker – der Wirtschaftsbereich des Handwerks ist aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken. Ob es Bäcker um vier Uhr morgens sind, die gerade Teig vorbereiten; Gerüstbauer, die über den Dächern der Stadt ihre Arbeit verrichten; oder Straßenbauer, die nachts Gleisanlagen reparieren – Handwerker wissen, was sie tun. Und genau das ist das Motto des diesjährigen „Tag des Handwerks“. Seit zehn Jahren macht der bundesweite Aktionstag auf die Bedeutung des Wirtschaftsbereichs aufmerksam und der Slogan „Wir wissen, was wir tun“ beschreibt die Leistungen der Handwerker in der aktuellen Situation besonders gut.

Eine junge Zahntechnikerin – nur ein Beispiel im Handwerk. Foto: HWK

VIELFÄLTIGE MÖGLICHKEITEN

Schließlich hatte die Branche einen erheblichen Anteil daran, Deutschland in der Corona-Pandemie am Laufen zu halten. Ob als wichtiger Teil der Grundversorgung, als entscheidender Partner im Bereich Reinigung und Desinfektion oder durch die schnelle Entwicklung und Montage von Hygiene- und Sicherheitseinrichtungen – das Handwerk hat unter Beweis gestellt, dass es seine besondere Rolle zuverlässig wahrnimmt. Die Pandemie hat auch Auswirkungen auf das Handwerk. Monatelanges Homeschooling und Ausfälle von Berufsorientierungsangeboten machen sich bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen bemerkbar.

In diesem Jahr sind die Neuabschlüsse von Ausbildungsverträgen verzögert angelaufen und werden sich laut Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks bis in den Herbst hineinziehen. Die Branche ist aber zuversichtlich, bis zum Jahresende an das Vorjahresniveau bei den Ausbildungsverträgen herankommen zu können.

Dazu setzt man in den kommenden Wochen noch einmal alles daran, jungen Menschen die vielfältigen Berufs- und Karrieremöglichkeiten im Handwerk näherzubringen und zu vermitteln, dass die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe auch in Corona-Zeiten ungebrochen ist. Eine gute Gelegenheit dafür ist der Tag des Handwerks. Zwar werden bundesweite Veranstaltungen größtenteils ausfallen müssen, dennoch findet der bundesweite Aktionstag online unter anderem mit einem 24-Stunden-Video-Projekt statt. Die Szenen reichen vom Teig, der in den Ofen geschoben wird, über den Sonnenaufgang vom Kran gesehen, das Vorbereiten des Werkzeugs bis zum fertigen Brot, das aus dem Ofen geholt wird.

Die Videos werden auf einer großen Sonderseite auf der Website www.handwerk.de integriert und ab dem 19. September zu sehen sein. Besucher können konkrete Uhrzeiten wählen, zu denen die passenden Videos angezeigt werden.

Am Tag des Handwerks rückt insbesondere die jüngere Zielgruppe in den Fokus. Viele Betriebe nutzen den Tag, um potenzielle Auszubildende mit unterschiedlichen Spiel- und Spaßformaten zu informieren und das Interesse für eine Ausbildung im Handwerk zu wecken. Hilfreich ist es dabei oftmals, die Jugendlichen selbst mit anpacken zu lassen.

Denn jeder Beruf bietet Herausforderungen und knifflige Handgriffe, die junge Menschen in kleinen Praxisprojekten selbst erleben können. Ob bauen, reparieren, verändern oder pflegen – das Handwerk bietet ideale Voraussetzungen, um individuelle Begabungen auszuleben und über das gesamte Arbeitsleben hinweg weiterzuentwickeln.

Wer einmal seinen beruflichen Weg gefunden hat, kann darin kreativ, erfolgreich und zufrieden sein. „Unsere Arbeit ist erfüllend, bodenständig und bietet beste Entwicklungsmöglichkeiten. Das führt zu hoher Jobzufriedenheit“, erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Zudem übersteigt die Nachfrage nach Handwerkern das Angebot derzeit deutlich. Die Auftragsbücher der Betriebe sind gut gefüllt, Jobperspektiven für Handwerker ungebrochen positiv. Das ist ein wichtiges Kriterium für Schulabgänger oder Menschen, die vor einer beruflichen Veränderung stehen.

„Das Handwerk ist ideal für alle, die ihrem Talent folgen, Karriere machen und ihre Persönlichkeit voll entfalten wollen“, betont Wollseifer. Wer sich für eine entsprechende Ausbildung interessiert, kann sich am 19. September informieren. Obwohl ein gewöhnlicher Tag des Handwerks nicht möglich ist, werden auch 2020 viele Betriebe durch besondere Aktivitäten auf sich aufmerksam machen. Dazu zählen zum Beispiel ein Tag der offenen Tür, eine gläserne Werkstatt oder eine Rabattaktion für Kunden. red
                   

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