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Carl-Zeiss-Stiftung: Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche schaffen

Stiftung fokussiert sich auf auf drei thematische Schwerpunkte, „Künstliche Intelligenz“, „RessourcenEffizienz“ und „Life Science Technologies“

Carl-Zeiss-Stiftung: Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche schaffen

Dr. Felix Streiter, Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung. Foto: z

Der aus einfachen Verhältnissen stammende Unternehmer und Wissenschaftler Ernst Abbe gründete 1889 in Jena die Carl-Zeiss-Stiftung. Der Miteigentümer zweier Unternehmen, der mit dem nach ihm benannten Abbe´schen Sinussatz den wissenschaftlichen Mikroskopebau begründete, war davon überzeugt, dass ein Teil des Gewinns aus den beiden Unternehmen Zeiss und Schott „Öffentliches Gut“ und für gemeinnützige Zwecke zu verwenden sei. Mit dem Namen „Carl-Zeiss-Stiftung“ wollte Abbe dabei die Verdienste seines verstorbenen Freundes und Geschäftspartners ehren. 

Ziele der Stiftung sind bis heute eine nachhaltige Sicherung der Unternehmen mit ihrer besonderen sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden sowie die Abführung eines Gewinnanteils in die gemeinnützige Förderung von Natur- und Technikwissenschaften. 

Von Stuttgart aus organisiert die Geschäftsstelle der Stiftung unter dem Vorsitz der Baden-Württembergischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Fördertätigkeit. Im Mittelpunkt steht laut Stiftungsstatut die Unterstützung der sogenannten MINT-Wissenschaften, d.h. von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. 

Ihre Fördertätigkeit finanziert die Stiftung aus den Dividenden der beiden Stiftungsunternehmen. Als Alleinaktionärin unterhält sie einhundert Prozent der Aktien von ZEISS und SCHOTT. Aufgrund des wirtschaftlichen Erfolgs der beiden Stiftungsunternehmen stiegen die Dividenden in den letzten Jahren stark an auf zuletzt über 100 Millionen Euro im Jahr 2022. Damit ist die Carl-Zeiss-Stiftung nicht nur eine der ältesten, sondern auch eine der größten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. 

Zwischen 2020 und 2022 hat sich die Stiftung thematisch und programmatisch neu aufgestellt. Um ihr Profil zu schärfen, fokussiert sich die Stiftung heute auf drei thematische Schwerpunkte. In den Themen „Künstliche Intelligenz“, „RessourcenEffizienz“ und „Life Science Technologies“ widmet sie sich Forschungsansätzen zur Bewältigung der drei großen gesellschaftlichen Herausforderungen Digitalisierung, Klimawandel und Gesundheit. 

Aktuell werden mehr als 200 Projekte gefördert, allein in Stuttgart zurzeit insgesamt 17 Projekte an fünf Institutionen mit mehr als 37 Millionen Euro, 12 davon an der Universität Stuttgart. Unter anderem bietet das erste überregionale Zentrum für Quantenphotonik rund 50 Wissenschaftler:innen eine disziplin- und standortübergreifende Plattform für Forschung und Austausch. Bis heute engagiert sich die Stiftung außerdem in der Vermittlung und Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu fördert sie unter anderem mit „I AM A.I. - Künstliche Intelligenz erklärt“ eine interaktive Ausstellung und das bereits 1922 von der Stiftung gegründete Deutsche Optische Museum.

Mehr Infos zur Stiftung unter: www.carl-zeiss-stiftung.de.

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