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Klassische Konzerte in Stuttgart: Facettenreicher Musikgenuss

Neue Sterne, große Werke: Das Konzertabonnement „Sonntag um 3“ bringt große Werke, renommierte Solisten und aufstrebende Talente am helllichten Nachmittag in die Liederhalle Stuttgart.

Darf es Konzertfreude ein bisschen früher am Tag sein? Schwungvolles österreichisch-ungarisches Temperament oder lieber ein unvergessliches Stück humanistisch grundierter Klangmacht? Der Veranstalter Stuttgartkonzert hält in seinem Portfolio ausgesuchte Kostbarkeiten des klassischen Konzertrepertoires bereit. Zu entdecken gibt es bekannte und aufstrebende Talente.

Das Abonnement „Sonntag um 3“ bietet klassischen Musikgenuss am helllichten Nachmittag. Vier Konzerte versprechen musikalische Begegnungen mit renommierten Namen und Entdeckungen.

Von Gabriele Metsker

Gute Nachrichten sind selten, aber es gibt sie: So wird das beliebte Konzertabonnement „Sonntag um 3“ fortgeführt. „Sonntag um 3“ darf dabei nach wie vor ganz wörtlich genommen werden, denn jedes der vier hochkarätigen Programme findet an einem Sonntag in der Liederhalle statt und beginnt um 15 Uhr. So können alle, die Freude an klassischer Musik haben und diese lieber tagsüber als am Abend genießen, sich diesen Wunsch erfüllen – vielleicht sogar mit der ganzen Familie.

Unter dem Titel „Die Schottische“ startet „Sonntag um 3“ am 16. November mit den Münchner Symphonikern unter der Leitung von Steven Sloane mit der Violinistin Clarissa Bevilacqua als Solistin (Foto). Die Italienerin hat den Salzburger Mozartwettbewerb 2020 im Bereich Violine gewonnen. Neben dem Hauptpreis erhielt sie den Publikumspreis und einen Sonderpreis für die beste Mozart-Interpretation. Bevilacqua begann im Alter von fünf Jahren Geige zu spielen und studierte am Conservatorio Nicolini in Piacenza, wo sie im Alter von 16 Jahren als jüngste Studentin Italiens einen Abschluss machte. Danach wechselte sie an die Universität Mozarteum nach Salzburg. Seither ist sie in der Carnegie Hall in New York und weltweit aufgetreten. Sie spielt das Konzert für Violine und Orchester D-Dur (op. 77) von Johannes Brahms, außerdem erklingen Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 3 a-Moll (op. 56), bekannt als „Die Schottische“, und „Die Hebriden Ouvertüre“ (op. 26).

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Weiter geht es am 8. Februar 2026. Zu Gast sind dann die Württembergische Philharmonie unter Leitung von Ariane Matiakh und der Pianist Saleem Ashkar. Dieser wurde 1976 im israelischen Nazareth als Sohn palästinensischer Christen geboren. Er studierte an der Royal Academy of Music in London und an der Hochschule für Musik in Hannover. Entdeckt wurde er von Zubin Mehta. Er debütierte mit 22 Jahren in der New Yorker Carnegie Hall unter Daniel Barenboim. In Stuttgart spielt er Edvard Griegs Klavierkonzert a-Moll (op. 16), zu hören gibt es außerdem die Sinfonie Nr. 2 von Johannes Brahms sowie die Ouvertüre für Orchester aus der Feder der polnischen Komponistin Grażyna Bacewicz.

Am 8. März kommt die Philharmonie Baden-Baden und musiziert unter der Leitung Heiko Mathias Försters mit der Violinistin Mira Foron, die in eine Musikerfamilie in Stuttgart hineingeboren wurde – beide Eltern sind Cellisten, ihr Bruder Nicoló Umberto ist Pianist und Dirigent. Mit fünf Jahren bekam sie ihren ersten Geigenunterricht. Inzwischen spielt sie bei den Salzburger Festspielen und im Festspielhaus Baden-Baden bei „Mutters Virtuosi“ mit. In Stuttgart auf dem Programm: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-Moll (op. 26), Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 e-Moll (op. 95) „Aus der Neuen Welt“, sein „Scherzo capriccioso“ sowie das „Rondo capriccioso“ von Camille Saint-Saëns.

Den krönenden Abschluss am 26. April macht das Orchestre Philharmonique de Strasbourg mit Maurice Ravels „Le Tombeau de Couperin“, Peter Tschaikowskys Sinfonie Nr. 4 f-Moll (op. 36) und Edvard Elgars Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll (op. 85). Solistin am Cello ist Anastasia Kobekina, Aziz Shokhakimov dirigiert.
red

0711/524300, stuttgartkonzert.de


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