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Wissenschaftsfestival Stuttgart

Wissenschaft erleben

Wissen. Besucher und Besucherinnen sind zu etwa 80 Veranstaltungen in der Landeshauptstadt eingeladen. Auf unterhaltsame Art erhalten sie dort Einblicke in Forschung und Entwicklung an den Universitäten und Hochschulen sowie in unterschiedlichsten Institutionen. Mittelpunkt des Festivals ist das Stuttgarter Rathaus.

24. Juni 2019 - 14:00 Uhr
Foto: sdecoret / Adobe Stock
Foto: sdecoret / Adobe Stock
Stuttgart ist eine stark wissenschaftlich geprägte Stadt. Rund 45 Prozent der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten Baden-Württembergs konzentrieren sich in der Landeshauptstadt. Auch bundesweit nimmt die Region Stuttgart eine Spitzenstellung ein. 13 Millionen Euro werden täglich in Forschung und Entwicklung investiert. Die Schwerpunkte der Forschungslandschaft spiegeln die wirtschaftlichen Stärken wider. Dazu gehören vor allem die Bereiche Mobilität und Automobil, der Maschinenbau, die Lasertechnologie, die Entwicklung neuer Werkstoffe, die Umwelt- und Energietechnik, IT- und Kommunikationstechnologien sowie Softwareentwicklungen. Bei der Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz ist die Region Stuttgart führend in Deutschland.

SPANNENDE ANGEBOTE FÜR ALLE

„Wir haben insgesamt 25 anerkannte Hochschulen, sind einer der forschungsstärksten Standorte in Europa und zählen zu den innovativsten Hightech-Regionen Deutschlands“, betont Oberbürgermeister Fritz Kuhn. „Diese Stärke wollen wir beim 1. Stuttgarter Wissenschaftsfestival für alle erlebbar machen. Seien Sie neugierig und erfahren Sie, an welchen Lösungsansätzen die Stuttgarter Wissenschaften arbeiten, um unsere Zukunft zu gestalten.“

Das Festival steht unter dem Motto „Stuttgart – smart und clever“. Vom 26. Juni bis zum 6. Juli werden wissenschaftliche Themen im Rahmen des Festivals auf verständliche Weise einem breiten Publikum vermittelt. Kinder und Jugendliche, Bürgerinnen und Bürger, Start-ups und Unternehmen, aber auch Wissenschaftler und Fachinteressierte finden im Stadtgebiet spannende Angebote. „Wir wollen, dass sich die Stuttgarter Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen auf diesem Festival präsentieren und wir als Wissenschaftsstadt zusammenwachsen“, betont Kuhn.

Und so zeigen die Beteiligten unter dem Motto „smart“, an welchen Lösungen sie arbeiten, um Herausforderungen wie Umwelt- und Klimaschutz, Erderwärmung, Mobilitätswandel, demografischer Wandel, Digitalisierung oder Ressourcenknappheit zu begegnen und damit Stadt und Gesellschaft nachhaltiger, effizienter, fortschrittlicher und sozial inklusiver zu gestalten. Der Begriff „clever“ steht für die wirtschaftliche Anwendung von Forschungsergebnissen vor allem im Mittelstand sowie bei Unternehmensgründungen und Start-ups.

Dreh- und Angelpunkt des Festivals ist das Stuttgarter Rathaus. Hier finden einige Highlights statt, wie die große Eröffnungsveranstaltung am 26. Juni. Ab 18 Uhr zeigt der bekannte Physiker und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, welche Bedeutung die Wissenschaft für die Menschen hat, um aktuellen Herausforderungen wie Klimaschutz und Ressourcenknappheit zu begegnen. Auch das Thema Künstliche Intelligenz wird beleuchtet und in der anschließenden Podiumsdiskussion „Stuttgarter Wissenschaften für eine smarte Zukunft“ zeigen bekannte Wissenschaftler exemplarisch für den gesamten Standort, wie sie die Zukunft „smart und clever“ machen. 
Hier wachsen die Bäume nicht in den Himmel – vertikale Fassadengärten für grünere Städte. Foto: Universität Hohenheim/Corinna Schmid
Hier wachsen die Bäume nicht in den Himmel – vertikale Fassadengärten für grünere Städte. Foto: Universität Hohenheim/Corinna Schmid
Es folgen rund 80 Veranstaltungen an 48 Orten, die von insgesamt 75 beteiligten Institutionen organisiert werden. Darunter sind wissenschaftliche, kulturelle und städtische Einrichtungen wie die Universitäten Stuttgart und Hohenheim, die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart, die Hochschule der Medien und weitere Hochschulen, das Naturkundemuseum Stuttgart oder das Literaturhaus Stuttgart. Geplant sind Großveranstaltungen, Einzelaktionen, Vorträge oder Mitmachaktionen in der gesamten Stadt. Hobbygärtner nehmen gleich am ersten Tag am botanischen Sammelspaziergang rund um das Haus des Waldes teil und sammeln essbare Wildpflanzen. Für sie sind auch die Vorträge zum urbanen Gärtnern oder zu vertikalen Fassadengärten interessant. Fragen zur nachhaltigen Stadtentwicklung und den Herausforderungen des Bauens in der Zukunft diskutieren der Intendant der Internationalen Bauausstellung (IBA), Andreas Hofer, und weitere Experten am 27. Juni im Rathaus.

VORTRÄGE, DISKUSSIONEN UND WORKSHOPS

Am nächsten Tag dreht sich alles um das Thema Existenzgründung. Die Wirtschaftsförderung und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation präsentieren im Großen Sitzungssaal Beispiele innovativer Ideen zur Förderung der regionalen Gründerlandschaft. Mit dabei sind junge Gründer, die ihre Geschäftsideen vorstellen. Studierende haben bereits am Vormittag die Möglichkeit, im Workshop „Gründermotor Zünder“ Start-up-Spirit kennenzulernen.

Am 29. Juni feiert das VDI-Haus Stuttgart das Landesfest der Technik unter dem Motto „Bildung für eine digitale Zukunft“. Es locken unter anderem spannende Themenwelten aus den Bereichen autonome Systeme und Elektromobilität. Ein Highlight ist die große Schaufläche, auf der Elektroautos getestet werden können. Am gleichen Tag begehen auch die Fraunhofer-Institute IAO und IPA einen Tag der offenen Tür. Besucher können durch Labore streifen, in denen Innovationen der Zukunft entstehen.

Auf dem Vaihinger Campus der Universität Stuttgart wird zeitgleich der Tag der Wissenschaft ausgerichtet. Die Besucher kommen hier zum Beispiel mit Robotern ins Gespräch und lernen, wie Pflanzen miteinander kommunizieren. Weit hinaus ins All geht es beim Institut für Raumfahrtsysteme, wo Roversysteme Planeten erkunden, Andockmanöver an der ISS stattfinden und Ex-Astronaut Ernst Messerschmid vom „All“tag erzählen kann.

Einblicke in die Forschung des Naturkundemuseums bietet der Tag der offenen Tür am 30. Juni. Am 6. Juli präsentieren verschiedene Fakultäten der Universität Hohenheim interessante Forschungsthemen und Studienangebote.

Darüber hinaus gibt es jeden Tag spannende Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops. Die Veranstaltungen drehen sich zum Beispiel um Künstliche Intelligenz, die Energiewende, Big Data, nachhaltige Mobilität oder den Aufbau von digitaler Kompetenz. Ein Highlight zum Ende des Festivals ist das Science-Quiz. Am 5. Juli hält der Stuttgarter Nobelpreisträger Professor Klaus von Klitzing den Vortrag „Vom Nobelpreis zu einem neuen Kilogramm“. Dabei treten Schülerteams aus der Region gegeneinander an und stellen ihr Wissen unter Beweis. Brigitte Bonder
  

»PROGRAMM

Eine detaillierte Übersicht zu den einzelnen Veranstaltungen liefert das Programmheft. Es liegt an der Rathaus-Infothek und in vielen der beteiligten Institutionen aus.

Online ist es hier verfügbar:

» www.stuttgart.de/wissenschaftsfestival
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