Die schönsten Biergärten, Terrassen und Cafés

Stuttgarter Wandertipp: Genussvoll durch das Siebenmühlental

Wandern ist nicht erst seit der Pandemie beliebt: Eine Tourenauswahl auf den Fildern.

30.05.2022

Vom Uhlbergturm hat man einen herrlichen Ausblick, unter anderem auf den Hohenneuffen. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Wer früher nicht gern gewandert ist, hat spätestens seit den Monaten im Lockdown der Coronapandemie das entspannte Streifen durch das Lande als Freizeitbeschäftigung schätzen gelernt. Noch lustvoller ist das Wandern, seitdem die Ausflügler nicht mehr durstig und hungrig ihrer Wege gehen müssen.

Im malerischen Siebenmühlental am Rande des Naturschutzgebiets Schönbuch standen einst 13 Mühlen. Heute gibt es noch sieben, die alle Ausflugsziele sind. Viele Wege führen durch das Siebenmühlental, wie die Tour über das Naturschutzgebiet Eichberg zum Musbergblick vom „Piz Mus“.

Die rund eineinhalbstündige Wanderung, deren Ausgangspunkt der Parkplatz Eselsmühle/Mäulesmühle ist, hat zwei landschaftliche Höhepunkte: das Naturschutzgebiet Eichberg und den Blick über den ehemaligen Skihang Piz Mus nach Musberg. Und zwei der schönsten Mühlen des Siebenmühlentals liegen an der Strecke, die Mäules- und die Eselsmühle. An der Mäulesmühle kommt man auch auf der Siebenmühlental-Runde ausgehend von Plattenhardt vorbei. Außerdem an Kochenmühle und Schlösslesmühle, der „Mach-Mal-Pause-Bank“, Schlechtsmühle, und Bärensee.

Für die anspruchsvolle fast 21 Kilometer lange Tour sollte man knapp sechs Stunden Zeit einplanen. Reizvoll und etwas kürzer ist die Kochenmühlenrunde von Neuenhaus aus. Start für die knapp 14 Kilometer lange Tour ist der Parkplatz beim 1963 erbauten Uhlbergturm.

Die Eselsmühle im Siebenmühlental ist immer ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer. Foto: Bergmann
Die Eselsmühle im Siebenmühlental ist immer ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer. Foto: Bergmann

Der 25 Meter hohe Aussichtsturm ist ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer. Wer die 127 Stufen zur Aussichtsplattform erklimmt, hat einen herrlichen Ausblick über den Naturpark Schönbuch bis zur Schwäbischen Alb und am Horizont sind Burgen zu sehen, etwa die Teck, der Hohenneuffen oder die Burg Hohenzollern. Die katholische Kirche St. Peter und Paul in Leinfelden ist Ausgangspunkt für einen Spaziergang, der durch den schönen Weilerwald und zwischen Wiesen und Feldern mit prächtigem Blick bis zum Stuttgarter Fernsehturm, vorbei an den stattlichen Mammutbäumen und den mächtigen Eichen am Hohlweg nach Oberaichen führt.

JEDE MENGE GASTLICHE STATIONEN

Die 3,5 Kilometer lange Tour ohne große Höhenunterschiede dauert rund eine Stunde. Rund neun Kilometer lang ist die Drei-Brunnen-Wanderung vom Bahnhof in Stuttgart-Vaihingen aus über Feuersee, Krottenteich, Rohrer See und Rohrer Bär.

Auf den Fildern gibt es genug gastliche Stationen, die zum Rasten einladen. Etwa der Katzenbacher Hof bei Vaihingen umgeben von viel Wald und zwei Seen, der seit März täglich geöffnet hat. Auch im Schützenhaus Musberg bietet ein großer Außenbereich Ruhe und Erholung bei einem leckeren Essen in der Natur. Im Hotel Krone in Waldenbuch mit seinem schönen Biergarten ist gerade Spargelzeit.

Wem der Sinn mehr nach Exotischem steht, der kehrt im Lilavadee Thai-Restaurant in Degerloch ein. Anna’s Waldau im schönen Ambiente auf dem Gelände des TEC Waldau hat sich mit Herzblut der italienischen Küche verschrieben, aber auch schwäbische Klassiker und Desserts verwöhnen den Gaumen.

Spargel vom Schmidener Feld kredenzt derzeit Familie Rörich im Clubrestaurant auf dem Gelände der Stuttgarter Kickers.

Auf der Terrasse des Restaurants Ilyisia am Wallgraben in der Möhringer Landstraße genießt man kulinarische Köstlichkeiten zwischen blühendem Oleander und Lavendel und die weißen Mauern im Biergarten der Sigma Taverne in Leinfelden erinnern an den sonnigen Süden. Eva Herschmann