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Beruf & Weiterbildung

Gesundheitskompetenz in Gerlingen Ohne Stress durch die Nacht

31. Januar 2020 - 12:00 Uhr

Erholsamer Schlaf verbessert die Lebensqualität deutlich. Fotos: pixabay
Erholsamer Schlaf verbessert die Lebensqualität deutlich. Fotos: pixabay

Schlafen ist genauso wichtig wie Essen und Trinken. Ohne Schlaf ist es nicht möglich, zu überleben. Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch mit Liegen und Schlafen. Dabei betten sich viele Menschen über Jahre hinweg nicht richtig – entgegen allen ergonomischen und orthopädischen Grundanforderungen. Dadurch entstehen Schlafdefizite, orthopädische und gesundheitliche Probleme. Einbußen der Schlafqualität und vor allem der Lebensqualität sind die Folgen. 

Verantwortlich dafür sind häufig falsche, alte und überholte Vorstellungen davon, was die Beschaffenheit einer rücken- und schlafgerechten Bettausstattung anbelangt. So ist die „Brett ins Bett“-Empfehlung schon längst überholt. Zu hartes oder zu weiches Liegen ist weder für den Körper, noch für die gesamte Nachtruhe und Erholung förderlich.
  

INDIVIDUELLE BEDÜRFNISSE

Entscheidend ist ein ausbalanciertes Liegen, das sich an den individuellen Anforderungen des jeweiligen Schläfers orientiert. Hier geht es im ergonomischen Sinn vor allem um die individuelle Berücksichtigung der Körperstatik mit Körpergröße, -form und -gewicht sowie um individuelle Liege- und Schlafgewohnheiten und natürlich auch um gesundheitliche Anforderungen, zum Beispiel bei Rückenbeschwerden.

Fast jeder dritte Bettenkauf in Deutschland kann als „Fehlkauf“ bezeichnet werden. Das liegt nicht zuletzt an der häufig übertriebenen Werbung für Produkte wie Matratzen, durch deren Werbeaussagen der Verbraucher oftmals überfordert ist. Ein sehr häufiges Problem ist aber auch das lange Warten bis zur Anschaffung einer neuen Bettausstattung, denn im Lauf vieler Jahre „gewöhnt“ sich der Mensch mehr oder weniger auch an seine in die Jahre gekommene Schlafstätte.
   

Beim Kauf von Bett und Matratze ist Vorsicht geraten.
Beim Kauf von Bett und Matratze ist Vorsicht geraten.

BETTAUSSTATTUNG

Gerade das beliebige und somit nicht aufeinander abgestimmte Zusammenstellen von Kissen, Zudecke, Matratze und Unterfederung ist die häufigste Ursache dafür, dass ein rückengerechtes Liegen gar nicht erst möglich ist. Umso wichtiger ist hier, dass ein Bettsystem sich in orthopädischer, ergonomischer und vor allem auch klimatischer Hinsicht dauerhaft den individuellen Anforderungen des jeweiligen Schläfers anpasst und sich bei verändertem Bedarf auch nach vielen Jahren noch nachjustieren lässt. Er st das effiziente Zusammenwirken von Matratze, Unterfederung, Nackenstützkissen und Zudecke gewährleistet eine solide Basis für richtiges Liegen und damit für erholsamen Schlaf. Eine über viele Jahre genutzte falsche Bettausstattung ist in hohem Maße mitverantwortlich für Rücken- und Schlafbeschwerden, sofern organische und psychische Ursachen oder äußere Einflüsse als Ursache ausgeschlossen werden können. Ein versierter Bettenfachberater berücksichtigt deshalb bei einer persönlichen Anamnese zunächst einmal alle wichtigen individuellen Anforderungen.

Er fragt nach der bisherigen Bettausstattung, der Schlafraumumgebung und gesundheitlichen Beschwerden und zeigt dann im Rahmen einer intensiven Bettenberatung eine in jeder Hinsicht optimal passende Bettausstattung auf. Zu einer solchen Bettenberatung gehören Probeliegen, möglicherweise auch die Anmessung der Körperstatik wie Schulter- und Beckenbreite, Lordosenlänge und -tiefe, eine individuelle Einstellung von Matratze, Unterfederung sowie Nackenstützkissen und eine Überprüfung des Liegeprofils.

Dabei spielen Erfahrungswerte aus der Schlafforschung, Wissenschaft und Orthopädie und vor allem auch die ergonomische Begutachtung des Liegenden eine wichtige Rolle, damit die Empfehlung auch nach gesundheitsorientierten Gesichtspunkten abgesichert ist. Da es kein Bettsystem gibt, das gleichermaßen für alle Menschen und Anforderungen geeignet ist, wird ein versierter Bettenberater wenigstens zwei bis drei unterschiedliche Möglichkeiten mit einer Haupt- und Alternativempfehlung aufzeigen.

Eine Betten- und Liegefachberatung erfordert ein gewisses Maß an Zeit und Ruhe. Aber diese Zeitinvestition lohnt sich, wenn man bedenkt, dass man dadurch morgens erholter aufstehen kann, sich viele Rückenschmerzen und Schlafdefizite vermeiden lassen und die Lebensqualität deutliche Verbesserungen erfährt. Wer ausbalanciert liegt und damit die Grundlage für erholsamen Schlafkomfort schafft, hat mehr vom Leben und spürt die positiven Wirkungen vor Jürgen Körner, Betten- und Schlafexperte . nh


3D-DIAGNOSE

Ob groß oder klein, schlank oder etwas beleibter: Jeder Mensch ist unterschiedlich. Und jeder schläft auch anders. Manche bewegen sich nachts kaum, andere wälzen sich hin und her. Die einen bevorzugen die Seitenlage, die anderen eine Bauch- oder Rückenlage. Für einen erholsamen und gesunden Schlaf ist es daher wichtig, die persönlichen Bedürfnisse des eigenen Körpers genau zu kennen.

Um das individuell passende Schlafsystem auszuwählen, bieten ausgewählte Fachhändler daher eine 3D-Liegediagnose an. Mit Computerunterstützung wird dabei der Körper vermessen und der Schlaftyp exakt analysiert. nh


Vorbeugung von Demenz

Neue Studie belegt: Schwache Ohren begünstigen Vergesslichkeit
   

Wer gut hören kann, bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit im Alter länger geistig fit – dieser Zusammenhang konnte jetzt in einer neuen großen Studie aus Taiwan bestätigt werden. Die umfangreiche Untersuchung über elf Jahre mit Gesundheitsdaten von 16 000 Teilnehmern zeigt, dass Menschen mit Hörverlust ein 50 Prozent höheres Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Deshalb ist es sehr wichtig, bei Hörproblemen rechtzeitig zu reagieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um negative Langzeitfolgen für das Gehirn zu vermeiden.

Am größten ist die Demenzgefahr bei denen, die im Alter zwischen 45 und 64 Jahren schlecht hören können. Die Studie stellt fest, dass Hörverlust bei jüngeren Menschen eine starke kognitive Einschränkung durch die eingeschränkte Sprachwahrnehmung verursacht. Darüber hinaus kann altersbedingter Hörverlust zu einer Beschleunigung des Alterns führen. Denn um die schwachen Ohren auszugleichen, aktiviert das Gehirn bei erhöhten Höranstrengungen zusätzlich die Frontalbereiche. Diese ständige Überbeanspruchung lässt es schneller altern.

Das wirkt sich auch auf die Zusammenarbeit der verschiedenen Hirnbereiche aus - was zu einer Erschöpfung der kognitiven Reserven führen kann. Die gute Nachricht: Den negativen Einflüssen von Schwerhörigkeit auf die Vergesslichkeit lässt sich entgegenwirken. So haben Studien gezeigt, dass Hörgeräte den kognitiven Rückgang ausbremsen. Wichtig ist es daher, beim ersten Verdacht auf ein nachlassendes Gehör aktiv zu werden. Tatsächlich legen die Ergebnisse der Studie nahe, grundsätzlich im mittleren Alter die Ohren vorsorglich testen zu lassen. Das geht mittlerweile ganz einfach und diskret.

Mit einem Rezept vom HNO-Arzt kann man verschiedene Hörgeräte einen Monat lang kostenlos probetragen. Die Entscheidung für ein Hörsystem bringt letztlich viele Vorteile – nicht nur zur Vorbeugung von Demenz, sondern auch für die Teilhabe am alltäglichen Leben, beim Fernsehen, Musikhören und im Gespräch mit Familie, Freunden und Kollegen. djd
  

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