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Reise

Schnell mal weg

Ob kulinarische Wanderungen oder Aktivurlaub auf dem Wasser – wer kurzfristig eine Reise plant, kann mit Auto oder Bahn vielfältige Ziele entdecken.

Sonnige Pause an der Aare Foto: T. Sbikowski

13.07.2021

Für Genießer ist das knapp zwei Stunden entfernte Fränkische Weinland einen Ausflug wert. Hier laden Wander- und Radwege zum aktiven Entdecken der Natur und auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz. Neben typischen Trauben wie Silvaner und Scheurebe gedeihen in der Region auch besondere Obstsorten. So gibt es in Volkach-Astheim über 1600 Quittenbäume, darunter bis zu 100 Jahre alte Baumgreise, die zu den ältesten obstbaulich kultivierten Quittengehölzen Deutschlands zählen. Einen guten Einblick in das fast vergessene Kernobst bietet der Quittenlehrpfad an der Mainschleife. Die Strecke führt über rund vier Kilometer durch ein Landschaftsschutzgebiet, unterwegs können Wanderer knorrige Quittenbäume und Sträucher bestaunen und zwölf Thementafeln vermitteln Wissenswertes. Zum Abschluss kehren Ausflügler im Hofladen von Winzer und Quitten-Experte Dieter Wolfahrt ein und probieren etwa den Quitten-Verjus (www.fraenkisches-weinland.de)

Einen besonderen Urlaub auf dem Wasser verspricht eine Kanutour auf dem Schweizer Fluss Aare. An zwei Tagen lässt sich der für Einsteiger gut geeignete Flusslauf zwischen Bieler See und Solothurn bequem bewältigen. Wer kein eigenes Kanu hat, leiht sich bei Globepaddler in Nidau einen Schlauchkanadier. Mit diesem geht es auf der Zihl durch die Uhrenstadt Biel. Hinter der großen Schleuse wartet die breite Aare auf die Paddler, zum Picknick laden kleine Buchten im Naturschutzgebiet Häftli. Nach rund zwölf Kilometern ist die Holzbrücke von Büren in Sicht. Hier ketten die Wassersportler ihr Boot an und genießen den Abend. Am nächsten Morgen geht es weiter bis nach Solothurn. Der Fluss ist jetzt kurvenreicher, das dicht bewachsene Ufer beheimatet unzählige Wasservögel und im Hintergrund zeigen sich die Gipfel des Jura. Nach 17 Kilometern ist die Anlegestelle mitten in Solothurn erreicht. Hier lassen die Paddler die Luft aus dem Boot, verstauen es im Rucksack und fahren bequem mit der Bahn zurück zum Ausgangsort (www.MySwitzerland.com). Brigitte Bonder