Seit den Anfängen der Hospizbewegung in den 1980er Jahren begleitet die Hospiz- und Palliativbewegung Menschen in ihrer letzten Lebensphase – grundsätzlich unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe, sexueller Orientierung, sozialem Status oder Lebensweise. Das Thema Vielfalt gewinnt für den Deutschen Hospiz- und Palliativverband (DHPV) immer mehr an Bedeutung, weil in der Gesellschaft Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und soziale Ungleichheit keine Randphänomene mehr sind. „Vor diesem Hintergrund wollen wir zeigen: Erstens sind Hospizarbeit, Palliativversorgung und Trauerbegleitung für alle Menschen da, egal, woher sie kommen und welchen Hintergrund sie mitbringen. Und zweitens sind im hospizlichen Ehrenamt alle Menschen willkommen und erwünscht“, betont Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV.
Der Verband setzt dabei auf den Mut, sich zu öffnen - für andere Lebensrealitäten, für neue Perspektiven, für das, was vielleicht manchmal fremd wirkt. Und dass die Menschen Haltung zeigen, gerade in einer Zeit, in der Menschenrechte und Mitmenschlichkeit wieder verhandelbar erscheinen. Vielfalt heißt dabei nicht, alles gleich zu machen, sondern Unterschiede zu sehen und sie auszuhalten. Tatsächlich, so der DHPV, gibt es Gruppen, die in der hospizlichen Begleitung und palliativen Versorgung bisher nur wenig sichtbar sind, etwa Menschen mit internationaler Biografie oder mit Behinderungen, queere Menschen, Menschen im Strafvollzug, geflüchtete, wohnungslose oder arme Menschen oder solche mit nicht-christlichem Glauben. Und das, obwohl diese Menschen genauso sterben, trauern, hoffen und fürchten wie alle anderen.
Auf der Website www.dhpv.de findet man vielfältige Informationen über die Hospizdienste und -einrichtungen. Man kann sich über die Möglichkeiten von Hospizarbeit und Palliativversorgung sowie das Ehrenamt informieren.
red/djd