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Stuttgart-Möhringen: Wenn 120 Bewohner des Pflegezentrums Bethanien ihre Koffer packen ...

Meilenstein im Pflegezentrum Bethanien: Haus Maria ist bezugsfertig – Tag der offenen Tür am 26. Oktober

Die meisten Zimmer bieten diesen wunderschönen Ausblick auf die Möhringer Felder. Fotos: Birte Stährmann

25.10.2021

Wenn im Pflegezentrum Bethanien am Montagmorgen des 8. November die Wecker klingeln, bricht der lang ersehnte Tag herein: 120 der 220 Bewohnerinnen und Bewohner ziehen vom Altbau in das in den letzten zwei Jahren neu erbaute Haus Maria.

15 NEUE ALLTAGSBEGLEITER

Mindestens genauso lange haben die Mitarbeitenden des Pflegezentrums an der Planung getüftelt: Zimmer-Wunschkonzerte wurden dirigiert, Orientierungskonzepte erdacht, Fototapeten ausgesucht und jede Menge neues Personal eingestellt – die Zahl der Alltagsbegleiter wurde verdoppelt: „Wir freuen uns, dass wir 15 neue Alltagsbegleiter bei uns begrüßen dürfen“, sagt Annette Attanasio, unter deren Federführung das Projekt in den letzten zwei Jahren geplant wurde und die jetzt die Hausleitung des Neubaus inne hat. Am Morgen des Umzugs werden die Mitarbeitenden sich jeweils einen Bewohner oder eine Bewohnerin an die Hand nehmen und mit ihnen ins neue Zuhause übersiedeln. Ob unter ihnen große Aufregung herrscht? „Sie sind sehr gespannt und neugierig“, weiß Valentina Kalicani-Merk, die Pflegedienstleiterin im Haus Maria.

An zwei Tagen werden die 120 Menschen in die vier neuen Etagen mit ihren charmanten Namen, die durch einen hausinternen Wettbewerb entstanden sind einziehen: Am Vormittag des 8. November ziehen die ersten 30 Bewohner auf die „Filderebene“ (in den 1. Stock), am Nachmittag folgen weitere 30 in den „Schlossgarten“ (2. Stock). Am Dienstagvormittag, 9. November, werden 30 neue Bewohner in die „Staatsgalerie“ (3. Stock) einziehen und am Nachmittag wird dann der „Fernsehturm“ (4. Etage) bewohnt sein.

„Alle Ebenen wurden nicht nur im nördlichen Wohnbereich rot und in den Südzimmern gelb gestrichen, die Ebenen sind auch mit der passenden Fototapete und weiteren Kunstwerken bebildert“, erklärt die neue Hausleiterin, als sie noch ein paar Tage vorher durch die geschäftige Baustelle führt. Die floralen Tapeten in warmen Farben in den gemütlichen Wohnküchen – auf jeder Ebene gibt es jeweils zwei für die dortigen zwei Wohnbereiche à 15 Personen – sind bereits angebracht.
  

Das Team rund um Hausleiterin Annette Attanasio (2. v.l. obere Reihe) steht in den Startlöchern.
Das Team rund um Hausleiterin Annette Attanasio (2. v.l. obere Reihe) steht in den Startlöchern.

Der Großteil der komfortabel ausgestatteten Einzelzimmer, die eine Größe von 19 bis 23 Quadratmeter haben, bieten eine tolle Aussicht ins Grüne. Die Standardausstattung aus elektrischem Pflegebett, Einbauschrank, abschließbarem Nachttisch, Sessel, Tisch und Stühlen sowie einer Garderobe kann mit eigenen Möbeln und persönlichen Lieblingsstücken aufgehübscht werden. Jedes Zimmer verfügt über ein barrierefreies Bad mit Fußbodenheizung – im ersten und dritten Stock gibt es Pflegebäder mit Blick auf eine riesige Fototapete mit wunderschönem Sonnenaufgang im Grünen. „Wir wollten bewusst keinen klinischen, sondern einen sehr wohnlichen Charakter schaffen“, betont Annette Attanasio, die neben zig anderen Dingen auch diese Tapete rausgesucht hat.

HAND IN HAND DEN KRAFTAKT MEISTERN

Gerade in den letzten Wochen sei jeder Tag voller Entscheidungen: „Jeder Tag ist anders, hier passt ein Küchenschrank nicht, dort fehlt eine Fuge“, lacht sie. Diesen enormen Kraftakt zu vollbringen sei nur mit ihrem tollen Team möglich gewesen, stellt die Hausleiterin klar: „Auch in Zeiten von großem Stress, habe ich eine hohe Verlässlichkeit gespürt und alle haben ständig Hand in Hand gemeinsam angepackt – das weiß ich sehr zu schätzen.“

Weil nun der Altbau, in dem weiterhin 100 Menschen, davon 50 im geschützten Bereich leben, auch einen Namen braucht, gab es im Jahr 2018 auch hier einen Namenswettbewerb: Das Haus Maria bekommt Gesellschaft vom Haus Martha. Die Namen gehen auf zwei Schwestern aus der Bibel zurück: „Die beiden haben sich liebevoll um Jesus gekümmert“, erklärt dazu die Pressesprecherin Birte Stährmann. Corinna Pehar
  

TAG DER OFFENEN TÜR

Kurz bevor die 120 Bewohnerinnen und Bewohner in ihre neuen Zimmer einziehen, wird am Dienstag, 26. Oktober, von 14 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ins Haus Maria, Ebinger Weg 5, Möhringen, eingeladen.

Im neuen „Café im Kuchen“ gibt es Kaffee und Kuchen sowie Hausführungen in allen vier Etagen.