Die energetische Situation von Immobilien wird heutzutage intensiv hinterfragt“, sagt Professor Dr. Stephan Kippes von der HfWU Nürtigen-Geislingen und Leiter des IVD Marktforschungsinstituts. Wohnquartiere können dank des Einsatzes erneuerbarer Energien, wie etwa Solar- oder Windkraft, durchaus energieautark werden. Der Nachhaltigkeitsaspekt steht auch im Fokus, wenn etwa Regenwasser genutzt wird oder man Grauwasser recycelt, und mithin der Wasserverbrauch so deutlich gesenkt werden kann. Grünflächen und Gemeinschaftsgärten wurden seit Corona zu wichtigen Elementen im Wohnquartier, wie auch die Möglichkeit, einen Platz fürs Homeoffice in den eigenen vier Wänden zu haben. „Mit Zunahme der Elektromobilität wird das Angebot an Ladesäulen immer wichtiger“, betont Stephan Kippes. Und dann gibt es in so manchen Wohnquartieren auch beispielsweise Carsharing-Konzepte.
Reale Gemeinschaftsräumen in Wohnquartieren sind das eine, aber auch digitale Plattformen bieten Raum für Austausch und Begegnungen. Damit im besten Fall Menschen jeden Alters, auch gegebenenfalls Personen mit körperlichen Einschränkungen, am Leben im Quartier teilhaben können, sind altersgerechte Wohnkonzepten wichtig und mithin so viel Barrierefreiheit wie möglich.
In der Summe können heutige Wohnquartiere nicht nur Orte sein, wo Menschen jeden Alters bei hoher Lebensqualität in Gemeinschaft gut leben können, sondern auch Orte, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, Pflanzen wie Tiere in das Wohnkonzept mit einbinden. Energieeffizienz spielt bei Immobilien eine immer wichtigere Rolle.
Von Julia Alber