Schwarzwald

Die Wirtsleute im Schwazwald: Natur- und Genusserlebnisse inmitten der Natur

Gut 200 Kilometer lang und 60 Kilometer breit – das größte Mittelgebirge Deutschlands mit seinen ganz unterschiedlichen Naturlandschaften lädt im Frühling zum Urlaub vor der Haustür.

22.03.2022

Frühlingshafte Wanderung rund um Baiersbronn Foto: Thomas Sbikowski

Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, zieht es viele Menschen wieder raus in die Natur. Ob Wandern, Schwimmen, Outdoor-Erlebnisse oder entspannte Genussmomente – die nahe gelegene Ferienregion Schwarzwald hat für die ganze Familie etwas zu bieten. Für Radfahrer existiert ein dichtes Netz gut ausgebauter und beschilderter Wege. Die Schwarzwälder Höhen haben es zwar in sich, sind aber dank E-Bikes auch für weniger trainierte Radler gut zu bewältigen. Besonders steigungsarm radelt es sich auf den Rundwegen in der Oberrheinebene. Getreu dem Motto „viel Schwarzwald – möglichst wenig Steigungen“ führt der „Schwarzwald Panorama-Radweg“ an der Ostseite des Mittelgebirges auf befestigten Wegen rund 280 Kilometer von Pforzheim im Norden bis Waldshut-Tiengen im Süden. Unterwegs begeistern Panoramablicke auf die hügelige Gäulandschaft und die Schwäbische Alb im Osten.

Eiszeitliche Karseen und prämierte Gastronomen

Genießer touren auf dem „Badischen Weinradweg“ durch die sonnigste Region Deutschlands von einem Winzerort zum nächsten. Sportlich hingegen geht es auf den gut 8500 Kilometer einheitlich ausgeschilderten Mountainbike-Wegen zu, die nötige Fahrtechnik lässt sich in Bike-Parks wie in Bad Wildbad, Bad Rippoldsau-Schapbach und Todtnau üben.

Wandern hat im Schwarzwald eine lange Tradition. Schon um das Jahr 1900 wurde der legendäre „Westweg“ über 285 Kilometer von Pforzheim im Norden über die Schwarzwaldhöhen nach Basel im Süden angelegt und beschildert. Mehr als 100 Jahre später erhielt er als erster Fernwanderweg in Baden-Württemberg die Auszeichnung „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ und punktet mit zertifizierten Gastgebern entlang der Route. Heute locken zahlreiche Wege zu einer aktiven Auszeit inmitten der Natur. So verläuft der 118 Kilometer lange Schluchtensteig im Süden des Schwarzwalds durch fünf Schluchten, weitere Fernwanderwege sind der Albsteig zwischen Schweizer Grenze und Feldberg oder der „Wasser-Welten-Steig“ von Triberg bis Schaffhausen. Nördlich von Baiersbronn verbindet der Seensteig auf 84 Kilometern Natur-Highlights wie den ältesten Bannwald Baden-Württembergs, skandinavisch anmutende Grindelflächen und eiszeitliche Karseen.

Genießer haben im Schwarzwald die große Auswahl, denn mehr als 300 Restaurants laden zwischen Pforzheim und Basel sowie Rhein und Nagold zur Einkehr. Viele sind in den aktuellen Gourmet- und Gastroführern mit Michelin-Sternen, Gault-Millau-Hauben, Varta-Diamanten oder Aral-Kochlöffeln ausgezeichnet und zeigen, dass sich nahezu in jedem Ort ein Gasthof mit besonderem Genussfaktor befindet. Vielerorts lassen sich Köche in die Töpfe schauen oder bieten Kochkurse an, bei kulinarischen Wanderungen werden Menüs etappenweise verkostet. Besondere regionale Gerichte kreieren mehr als 90 „Naturparkwirte“ im Schwarzwald und über 40 Wirte vom „Kulinarischen Kaiserstuhl“ mit den Produkten von heimischen Bauern. Brigitte Bonder