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Wann und wofür Erben einen Erbschein benötigen Nachweis bitte!

Nach dem Tod eines Angehörigen trotz Trauer rational denken und handeln: Für viele Hinterbliebene ist dies alles andere als einfach.

Erbschein – ja oder nein?

Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, sich um den Nachlass zu kümmern. Dann müssen Angehörige Konten, die Wohnung sowie Verträge des Verstorbenen aufzulösen. Das dürfen selbstredend nur die Erben. Um sich als solche etwa gegenüber Banken, Behörden und Vermietern auszuweisen, benötigen Hinterbliebene oft einen Erbschein. In dem amtlichen Dokument steht, wer Erbe ist und wie groß sein Erbteil ist. Häufig sind es vor allem Banken, die einen Erbschein fordern. Bevor Erben ihn beim Nachlassgericht beantragen, sollten sie allerdings prüfen, ob sie ihn tatsächlich benötigen – das ist nicht immer der Fall. Etwa, wenn sie sich durch ein notarielles Testament als Erben ausweisen können.
 

Hinterbliebene können den Erbschein beim Notar oder Nachlassgericht beantragen – also beim Amtsgericht am letzten Wohnort des Verstorbenen. Das ist schriftlich möglich. Oder sie gehen persönlich zum Gericht und erklären es mündlich.

Erben können den Antrag gemeinsam oder einzeln stellen. Neben dem Antrag müssen sie den Personalausweis, die Sterbeurkunde des Verstorbenen sowie die Geburtsund Sterbeurkunden aller Erben vorlegen – im Original oder in beglaubigter Abschrift.

Ein Erbschein kostet Geld. Die Höhe der Gebühren hängt vom Wert des Nachlasses ab. Details dazu finden Angehörige in der Gebührentabelle B zum Gerichts- und Notarkostengesetz. Gehören Grundstücke zum Nachlasses, müssen Erben deren Verkehrswert angeben, bei vermieteten Immobilien den Ertragswert. dpa
                        

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