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Bauen & Wohnen

Mit umweltfreundlicher und moderner Heiztechnik in die Zukunft

Ein Heizungstausch sollte frühzeitig geplant werden

Das Spektrum für moderne Heizsysteme reicht von Wärmepumpe über Pelletheizung, Brennstoffzelle oder einem Blockheizkraftwerk (BHKW) bis hin zu verschiedenen hybriden Systemen. Bei Fußbodenheizungen (Foto) muss kein Platz für die Heizkörper eingeplant werden, so können Räume besser genutzt werden. Foto: dpa

25.10.2021

Viele Hausbesitzende fragen sich, welches neue Heizsystem sie wählen sollen. Die staatlichen Förderungen mit Zuschüssen bis zu 45 Prozent tragen maßgeblich zur Entscheidung bei. Tina Götsch, Energieexpertin der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, erläutert, worauf beim Heizungstausch zu achten ist.

VIELE GRÜNDE FÜR EINE MODERNISIERUNG

Für eine Modernisierung der Heizung sprechen viele Gründe: Oft ist die Heizleistung bereits vor oder auch nach einer Gebäudemodernisierung viel zu groß, oder es gibt keine Ersatzteile mehr, um die alte Heizung zu reparieren.

„Ein Heizungstausch sollte frühzeitig geplant werden, möglichst bevor die Heizung kaputt geht“, erläutert Tina Götsch, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Nach gut 20 Jahren ist die Lebensdauer eines Heizkessels in der Regel erreicht. Bei Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, sollte man auf einen Ausfall vorbereitet sein. Mit ausreichend zeitlichem Vorlauf ist ein durchdachter Wechsel der Heiztechnik möglich, zum Beispiel von fossiler zu erneuerbarer Energie.

„Bei der Auswahl aktueller Heiztechniken hat man die Qual der Wahl“, weiß Tina Götsch.

Das Spektrum reicht von Wärmepumpe über Pelletheizung, Brennstoffzelle oder einem Blockheizkraftwerk (BHKW) bis hin zu verschiedenen hybriden Systemen. Aber nicht jede Heizung ist für jedes Haus und für jedes vorhandene Verteilsystem geeignet. Um diese individuelle Entscheidung eines Heizungstauschs leichter treffen zu können, hilft eine Energieberatung der Verbraucherzentrale. Auch die derzeitigen Förderungen des Bundes, die durchaus mit Förderprogrammen der Bundesländer kombiniert werden können, machen die Entscheidung für einen frühzeitigen Heizungstausch oft noch attraktiver.

Das Klimapaket der Bundesregierung, das Gesetze und Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Reduzierung des CO2-Austausches bündelt, grenzt die Möglichkeiten der Heiztechniken ein. Heizungen, die noch fossile Brennstoffe verwenden – wie z.B. Ölheizungen – werden damit unattraktiv, da es für diese Heiztechniken keine Förderung/Fördermittel gibt und diese mit einer hohen CO2-Abgabe belegt werden.

HEIZKESSEL HÄLT CIRCA 20 JAHRE

Jährlich gestaffelt, steigt ab 2021 der Preis für fossile Energien pro Tonne CO2-Emissonen. Bei den Überlegungen zum Heizungstausch spielt das eine entscheidende Rolle: Denn Heizen mit Öl und Gas wird jedes Jahr teurer. Was schwerer wiegt: Ab 2026 dürfen neue Ölkessel nur noch in Ausnahmefällen eingebaut werden. Mit Blick auf die ebenfalls hohen CO2-Emissionen ist davon auszugehen, dass Gasheizungen mittelfristig den Ölkesseln folgen werden. Eine Investition in eine Heizung, die mindestens 15 Jahre lang genutzt wird, sollte das berücksichtigen.

Ein Tipp der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: Auch die Optimierung des Heizsystems wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert, wenn die Anlage älter als zwei Jahre ist. Der Heizungsaustausch selbst ist mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig, wenn das Gebäude älter als fünf Jahre ist. red
  

INFO

Bei Fragen zu Heizungstechniken und Fördermöglichkeiten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter.

Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt.

Die Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800 – 809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Bäder gut planen

Stauraum ist oft Mangelware in kleinen Bädern. Wenn sich Cremetiegel, Zahnpasta und Parfümflaschen mangels Platz überall verteilen, wirkt der Raum schnell unordentlich. Deshalb ist es wichtig, den Bedarf an Stauraum nicht zu unterschätzen. Vom Spiegelschrank über den Waschtisch bis zu kleinen Nischen oder einer Ablage in der Dusche sind also genügend Stauflächen gefragt.

Wenn die Planung steht, geht es ans Modernisieren. Natürlich kann und will niemand wochenlang auf sein Bad verzichten. Ideal ist die Planung, Koordination und Umsetzung aller Gewerke aus einer Hand. Dies spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch bares Geld. Wer gleichzeitig barrierefreie Lösungen einplant, kann für das neue Bad Zuschüsse aus dem KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ in Anspruch nehmen.

Der erste Schritt, um kleine Bäder großzügiger erscheinen zu lassen, ist die passende Farbwahl. Fliesen im Dunkelbraun der 90er-Jahre lassen den Raum noch enger wirken. Also raus damit und stattdessen mit hellen Cremetönen oder einem klassischen Weiß für eine freundliche Atmosphäre sorgen. Mit Accessoires, Badtextilien und Dekoartikeln lassen sich zusätzlich Farbakzente setzen.

Ein weiterer Faktor ist die passende Beleuchtung, vom Allgemeinlicht an der Decke bis zu Akzenten und dimmbaren Lichtquellen. Große Spiegelflächen sind für XS-Bäder ebenfalls eine gute Wahl. Einen kostenlosen Online-Badkonfigurator findet man unter www.bad.de. red