Anzeige
Fachgeschäfte

Maultaschen nach Familienrezept und Dry Aged Beef in Oberstenfeld

Tradition trifft Moderne – Neueröffnung Metzgerei zum Ochsen in Oberstenfeld

Das Team und die Familie Kori freuen sich auf ihre Kunden.
Fotos: Werner Kuhnle

4.02.2021

Wie in einer Vitrine präsentiert die Metzgerei zum Ochsen edle Teile von Rind und Schwein: Im Dry Ager reifen hinter gläsernen Wänden zarte Steaks. „Bei der Trockenreifung bekommt das Fleisch ein ganz feines, nussiges Aroma“, erklärt Brigitte Betz-Kori. Sie führt die Metzgerei zum Ochsen in dritter Generation und begrüßt mit ihrem Team Kunden seit 2. Februar in einem völlig neu gestalteten Verkaufsraum.

Das Verfahren, Fleisch unter kontrollierten Bedingungen an der Luft abzuhängen, ist altbewährt. Doch die Trockenreifung ist heutzutage vielerorts durch das Reifen im Vakuum abgelöst. „Kenner schwören jedoch auf Dry Aging“, weiß Moriz Kori, Metzgermeister, Fleischtechniker und diplomierter Fleischsommelier. Er arbeitet mit seiner Schwester Viktoria, Fleischerei-Fachverkäuferin und Verkaufsleiterin, in vierter Generation im Familienbetrieb mit.

Der Reifeschrank ist nicht der einzige Blickfang im neuen Laden: Vor der Silhouette eines Ochsens aus schwarz lackiertem Stahl hängen hausgemachte gerauchte und luftgetrocknete Würste. Holz und edles Schwarz bestimmen den hellen Verkaufsraum, an den Wänden schimmern goldene Verzierungen. Hier erinnert nichts mehr an den alten Laden mit den weißen Fliesen. „Nach 35 Jahren war alles ein wenig in die Jahre gekommen, wir wollten etwas Neues und Zeitgemäßes“, berichtet Brigitte Betz-Kori. Viele Ideen zum neuen Laden kamen von ihrem Sohn Moritz, ihrer Tochter Viktoria und ihrem Mann Thomas Kori. Der Elektroinstallateur-Meister ist die gute Seele des Betriebes und hilft an allen Ecken und Enden.

Die Metzgerei zum Ochsen setzt auf traditionelles Handwerk: „Wir stellen 95 Prozent unserer Wurst selbst her, Maultaschen machen wir bis heute nach dem Rezept meines Großvaters“, sagt Brigitte Betz-Kori. „Unser Fleisch beziehen wir von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Das Geflügel kommt vom Dangelhof – uns sind regionale Produkte und faire Preise für die Erzeuger wichtig“, ergänzt Viktoria Kori, sie ist auch für das Marketing und die Umstellung auf umweltfreundliche Verpackungen zuständig. Auf Vorbestellung bekommt man ab sofort auch Bio-Fleisch.

Fast jede Wurst ist hausgemacht, ebenso natürlich wie die Maultaschen
Fast jede Wurst ist hausgemacht, ebenso natürlich wie die Maultaschen

Wo noch selbst gewurstet wird, gibt es natürlich auch typisch Schwäbisches: Montags ab 9 Uhr wird Kesselfleisch verkauft, ab 15 Uhr frische Leber- und Griebenwürste. Freitags bekommt man ab 8 Uhr Schälripple und Knöchle. Warmes Vesper wie verschiedene Leberkäse-Varianten gibt es täglich ab 8 Uhr. Im rund um ein Drittel vergrößerten Imbiss-Bereich bietet die Metzgerei außerdem kalte Snacks wie belegte Brötchen, Feinkostsalate sowie ein Tagesessen und eine Auswahl an Gerichten an, die jeder Kunde nach seinen Wünschen zusammenstellen kann. Auch zu Hause oder bei Feiern kann man die Spezialitäten der Metzgerei genießen: Der Party- und Cateringservice beliefert Kunden mit verschiedenen Spezialitäten, vom Schnitzel mit Beilagen über kalte Platten bis zum raffinierten Fingerfood oder mehrgängigen Menü. „Man muss mit der Zeit gehen, sonst überlebt man nicht“, davon ist die Familie überzeugt. Gleichzeitig lebt sie ihr Motto „Mit altem Wissen Neues erschaffen“ jeden Tag mit einem Angebot von Maultauschen nach Familienrezept bis hin zu Dry Aged Beef.

Auf die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie regiert der Familienbetrieb mit einer originellen Idee: Zur Neueröffnung gibt es statt Sekt und Häppchen einen Flyer mit Coupons, die im Februar eingelöst werden können. vey

» DER OCHSEN

1689 wurde der Ochsen in Oberstenfeld erstmals erwähnt. Seit 1923 befindet er sich im Besitz der Familie Betz.
1930er Jahre Wilhelm Betz kauft das Nachbargebäude in Großbottwarer Straße 27, den sogenannten „Stern“
1966 Übergabe an die zweite Generation Lotte und Willi Betz
1984 Neubaus der Metzgerei im „Stern“
1985 Umzug des Ladens in den „Stern“
1986 Verlagerung der Produktion in den Stern
1998 Brigitte Betz-Kori übernimmt in dritter Generation die Metzgerei
2016 Mit Moritz Kori und Viktoria Kori tritt die vierte Generation in den Familienbetrieb ein.