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Filder-Zeitung

Klimaschutz im Handwerk

Klimaneutralität: Das Handwerk vor Ort wird bei der Umsetzung eine wichtige Rolle spielen

Heizungsmodernisierungen werden staatlich gefördert. Foto: dpa/Thomas Frey

14.01.2022

Bereits in neun Jahren, also 2030, könnte der Anstieg der globalen Mitteltemperatur 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau überschreiten. Diese neue Prognose gab der Weltklimarat Anfang August 2021 ab – und warnte vor nie gesehenen Extremwetterereignissen wie Hitzewellen, Dürren und Starkregen. Der Trend lasse sich nur verlangsamen, wenn sofort in Richtung Klimaneutralität gehandelt werde.

„Das Handwerk in Deutschland wird vor allem bei der Umsetzung der Klimaneutralität in Gebäuden gefordert sein“, sagt Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Obwohl das Klimapaket 2020 in Deutschland erste gute Erfolge gezeigt habe, müsse das Tempo deutlich angezogen werden, um eine Chance auf die Einhaltung der maximalen Jahresemissionsmengen von CO2 zu haben.

FÖRDERUNG: HEIZUNG MODERNISIEREN

„Derzeit liegt die Sanierungsquote, bezogen auf alle Gebäude, nur bei 0,7 Prozent“, so Bramann. Der ZVSHK empfiehlt daher Hausbesitzern, jetzt schon die attraktiven staatlichen Fördermittel für Heizungsmodernisierungen in Anspruch zu nehmen, mehr Infos und Fachbetriebe findet man unter www.serviceportal-shk.de. Zudem hat der Verband klare Forderungen an die Politik:

1. Auf technologieoffene Ansätze setzen.
2. Holz als CO2-freien Energieträger stärker nutzen.
3. Bestehende Infrastrukturen nutzen.
4. Energetische Mindeststandards für Gebäude einführen. red