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Stuttgart lokal

Leichte Belebung in Sicht

Mit der Zinswende 2022 kühlte das Kaufinteresse für Immobilien enorm ab. Auf dem Stuttgarter Wohneigentumsmarkt macht inzwischen der City Report Stuttgart des IVD Süd e. V. vom Frühjahr 2026 eine Stabilisierungs- und Belebungsphase aus.

Leichte Belebung in Sicht

Seit der Diskussion um das Heizungsgesetz und gestiegene Bau- und Handwerkerkosten werden sanierungsbedürftige Immobilien deutlich weniger nachgefragt. Foto: kiono-stock.adobe.com

„Verhalten bis positiv“, beschreibt Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, die aktuelle Entwicklung am Immobilienmarkt. Er merkt jedoch sogleich an, dass die beginnende Marktstabilisierung durch die neue Nahost-Krise überaus deutlich abgebremst werde. Die Zinsen ziehen wieder an, die Wirtschaft läuft nicht rund. Das Angebot an Wohnimmobilien in den Großstädten Baden-Württembergs, so auch in Stuttgart, nimmt zu. Im Jahresvergleich – 1. Quartal 2025 zu 1. Quartal 2026 – ist in Stuttgart ein Plus von 25 Prozent auszumachen. Mithin stieg auch die durchschnittliche Angebotsdauer der Immobilien am Markt.

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„Energieeffiziente Objekte finden vergleichsweise schnell einen Käufer.“

Besonders sanierungsbedürftige Immobilien tun sich schwer am Markt. Seit der Diskussion um das Heizungsgesetz und gestiegene Bau- und Handwerkerkosten werden sie deutlich weniger nachgefragt. „Energieeffiziente Objekte hingegen finden vergleichsweise schnell einen Käufer“, weiß Stephan Kippes und betont: „Allerdings erwarten Eigennutzer, dass Lage, Objektqualität, Preis und Finanzierung exakt zusammenpassen.“ 

Hinsichtlich der Preise ist bei Bestandsobjekten laut des aktuellen CityReport Stuttgart eine Seitwärtsbewegung auszumachen. Bei Neubauimmobilien zogen die Preise an. Eigentumswohnungen im Bestand mit gutem Wohnwert dagegen hielten ihren Preis bei durchschnittlich 5000 Euro pro Quadratmeter. Preislich konstant blieben im Frühjahr 2026 auch neben frei stehenden Einfamilienhäusern (1.160.000 Euro) Doppelhaushälften (740.000 Euro) sowie Reihenmittelhäuser (610.000 Euro), jeweils im Bestand. Rund 3,5 Prozent Teuerung erfuhren dagegen Eigentumswohnungen im Bestand mit einfachem oder sehr gutem Wohnwert. Sie lagen preislich bei Quadratmeterpreisen von 2900 beziehungsweise 6700 Euro.

„Hochpreisige Neubauprojekte lassen sich derzeit nur schwer am Markt platzieren“, sagt Professor Kippes. Für neu errichtete Eigentumswohnungen werden bei sehr gutem Wohnwert stattliche Quadratmeterpreise von 10.900 Euro aufgeführt.

Neu gebaute Reihenmittelhäuser und Doppelhaushälften mit gutem Wohnwert lagen im Frühjahr preislich bei 790.000 beziehungsweise 1.000.000 Euro. Da der Großraum Stuttgart relativ stabil sei und Wohnraum immer gefragt ist, rechnet Stephan Kippes für die Zukunft des Immobilienmarktes in der Region Stuttgart mit „zarten preislichen Impulsen“ nach oben.

Von Julia Alber


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