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Dolce Vita am Schwäbischen Meer

Die Bodenseeregion, eingebettet zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz, zieht Menschen aus aller Welt an. Dort, wo andere Urlaub machen, suchen und finden auch viele ihren Lebensmittelpunkt.

Dolce Vita am Schwäbischen Meer

Foto: dpa

Nicht nur zur Urlaubszeit lockt der Bodensee mit seinem milden Klima, der abwechslungsreichen Landschaft und vielfältigen Freizeitangeboten. Die Gegend rund um das Schwäbische Meer spricht junge Menschen wie Ältere gleichermaßen an, ist Traumwohngegend von Singles wie Familien.

„Der Bodensee steht für eine außergewöhnlich hohe Lebensqualität“, sagt Kimberly Kamenzin, Immobilienberaterin bei E&G Immobilien am Standort Überlingen. „Es ist die Kombination aus Natur, Wasser, Freizeitmöglichkeiten und gleichzeitig guter Infrastruktur, die die Region besonders attraktiv macht“, betont sie.

Konstanz, Meersburg, Überlingen, Friedrichshafen - wer kennt sie nicht, die Städtenamen, die für Dolce Vita in Deutschlands Süden stehen? Stolze 273 Kilometer umfasst das Ufer des größten Sees in Deutschland, in dem sich mit der Mainau, der Reichenau und Lindau gar drei Inseln finden. Hier trifft Alpenpanorama auf Weinberge, gibt es historische, charmante Altstädte, Burgen, Schlösser, Klöster und Kirchen. Wandern, Wassersport, Rad- oder Skifahren, alles ist möglich. Nicht zu vergessen: Festivals und Veranstaltungen aller Art, wie etwa die bekannten Bregenzer Festspiele.

Unternehmen aus der Region

Auch kleinere Gemeinden gibt es in der Bodenseeregion zu entdecken, wie etwa Kressbronn, Langenargen oder Radolfzell. Wohnraum ist allenthalben gefragt. „Viele Käufer kommen aus wirtschaftsstarken Regionen wie Stuttgart oder München, aber auch aus anderen Teilen Deutschlands. Sie alle suchen hier ihren Lebensmittelpunkt mit hoher Lebensqualität“, führt Kimberly Kamenzin aus.

Gefragt: Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Bei der Immobiliensuche und -auswahl spielen die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz für potenzielle Käuferinnen und Käufer eine immer größere Rolle. Bei der Quartiersentwicklung rund um den See wird darauf geachtet. So zeigt sich das Bauprojekt Bachtobel in Kressbronn umwelt- und klimafreundlich, indem die Wohngeschosse in Holzbauweise, Tiefgarage und Treppenhaus in Massivbauweise erstellt werden. In Lindau setzt das Vier-Linden-Quartier mit seinen exklusiven Wohnungen auf eine Kombination von moderner Architektur und nachhaltiger Bauweise. 

Als erstes Quartier am östlichen Bodenseeufer wurde es von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit dem Vorzeigezertifikat in Gold ausgezeichnet. „Immobilien, die energetisch saniert werden müssen, haben es am Markt schwer“, sagt Professor Dr. Stephan Kippes von der HfWU Nürtingen-Geislingen und Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. Eine schlechte Dämmung, alte Heizsysteme und der fehlende Einsatz von erneuerbarer Energie, sehen die Käufer zunehmend kritischer - nicht zuletzt wegen der aktuellen Zinsentwicklung.

Mit dem Seeblick steigen die Preise

„Die Bodenseeregion gehört zweifellos zu den hochpreisigen Wohnlagen in Süddeutschland. Durchaus gibt es aber Unterschiede je nach Lage, Zustand und Objektart“, sagt auch Immobilienberaterin Kamenzin. Während Immobilien in der ersten Reihe am See oder in besonders gefragten Orten hochpreisig sind, lassen sich im Hinterland oder in kleineren Gemeinden durchaus attraktivere Einstiegsmöglichkeiten finden.

Die Region rund um den Bodensee ist besonders attraktiv zum Leben und Wohnen. Foto: dpa
Die Region rund um den Bodensee ist besonders attraktiv zum Leben und Wohnen. Foto: dpa

Mit das teuerste Pflaster am Bodensee für Wohnungssuchende ist Konstanz. Die schöne Stadt punktet mit der Nähe zur Schweiz, ihrer „Jugend“ und Weltoffenheit, dank zahlreicher Studierender. In den Bodenseestädten Lindau, Friedrichshafen, Überlingen und Ravensburg fällt der Erwerb von eigenem Wohnraum etwas günstiger aus. Wer auf die direkte Lage am See verzichtet, sich etwa in Stockach, Frickingen oder Salem umschaut, ein paar Kilometern Abstand zum See und fehlenden Seeblick toleriert, trifft - ohne auf eine gute Infrastruktur verzichten zu müssen - auf ein größeres Immobilien-Angebot und günstigere Preise. 

Jeder Teil des Sees hat seine Freunde, das Hinterland mit eingeschlossen. Häuser wie Wohnungen sind gefragt. Da ist die Aussicht auf viel Natur für die heranwachsenden Kinder ebenso wie auf eine ansprechende Umgebung für den anbrechenden Lebensabend. Und da ist auch die Aussicht auf Arbeit in der florierenden Wirtschaftsregion. Trotz einer leicht angestiegenen Arbeitslosenquote kann sich die Arbeitssituation am Bodensee sehen lassen. Fachkräfte sind gefragt, ob im Gesundheits- und sozialen Bereich, im Handwerk, der Produktion oder Gastronomie. Der Wirtschaftsstandort behauptet sich.

Stabiler Immobilienmarkt

Der Immobilienmarkt am Bodensee präsentiert sich insgesamt sehr stabil. Erhebungen des IVD-Marktforschungsinstituts zeigen beispielsweise zwischen Frühjahr und Herbst 2025 für Lindau, Radolfzell und Konstanz eine positive Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen im Bestand. Bei guter Wohnlage werden Quadratmeterpreise von 4.700 Euro, 4.300 Euro sowie 5.200 Euro aufgeführt. In Konstanz wurde für Einfamilienhäuser im Bestand bei guter Wohnlage ein Quadratmeterpreis von 1.270.000 Euro ermittelt. „Qualitativ hochwertige Immobilien, insbesondere solche, die in attraktiven Lagen direkt am See oder in Seenähe liegen, sind weiterhin sehr gefragt und haben ihren Preis“, sagt Stepahn Kippes: „Diese Objekte sind auch als Kapitalanlage gesucht.“

„Gerade aufgrund der touristischen Attraktivität und der stabilen Nachfrage wird die Bodenseeregion als langfristig interessante Investitionslage wahrgenommen“, betont auch Kimberly Kamenzin und ergänzt: „Neben den eigenen vier Wänden sind am Bodensee auch Ferienimmobilien als Kapitalanlage immer wieder ein relevantes Thema.“

Wer sich mit diesen Gedanken trägt, sollte allerdings auf jeden Fall klären, ob die zum Kauf angedachte Wohnung als Ferienwohnung genutzt werden darf, und gegebenenfalls die Steuern überdenken, die für die Immobilie als Zweitwohnsitz anfallen. Julia Alber


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