Handel&Gewerbe

So kommt Kühlung ins Haus!

Die Hitze staut sich in der Wohnung? Helfen soll dann kühlende Technik. Doch welches Gerät passt zu wem?

So kommt Kühlung ins Haus!

Bei Hitzewellen wie aktuell rücken Klimaanlagen auch in Deutschland zunehmend in den Fokus. Foto: picture alliance/dpa

Steigen die Temperaturen über 30 Grad, wird die Wohnung zur Hitzefalle. Dann erscheint ein mobiles Klimagerät aus dem Baumarkt als schnelle Lösung. Die Geräte sind vergleichsweise günstig, flexibel einsetzbar und benötigen keine baulichen Veränderungen. „Damit sind sie auch für Mieter geeignet“, sagt Jörg Friemel von der Ingenieurkammer Bau Nordrhein-Westfalen.

Unternehmen aus der Region

Doch diese Monoblock-Geräte haben Nachteile. Sie leiten warme Luft über einen Schlauch durchs geöffnete Fenster nach draußen. Dadurch strömt gleichzeitig wieder heiße Außenluft in den Raum. Zudem verbrauchen sie viel Strom. „In puncto Effizienz sind Monoblöcke so schlecht, dass wir sie seit mehreren Jahren nicht mehr testen“, so Roman Schukies von der Stiftung Warentest. Das Umweltbundesamt empfiehlt, solche Geräte allenfalls ausnahmsweise zu nutzen. 

Unternehmen aus der Region

Deutlich effizienter arbeiten Split-Klimageräte. Sie bestehen aus einer Außeneinheit mit Kompressor und einem Innengerät. „Splitgeräte sind bis zu siebenmal effizienter als Monogeräte“, so Schukies. Außerdem arbeiten sie leiser. Ideal ist die Kombination mit einer Photovoltaikanlage: Der Solarstrom fällt dann an, wenn auch der Kühlbedarf am höchsten ist.

Unternehmen aus der Region

Allerdings sind Splitgeräte deutlich teurer und dürfen wegen der enthaltenen Kältemittel nur von Fachbetrieben installiert werden. Mieter und Wohnungseigentümer benötigen zudem die Zustimmung von Vermieter oder Eigentümergemeinschaft, da meist Wände durchbohrt und die Fassade verändert werden.

Unternehmen aus der Region

Beim Kauf empfiehlt Martin Brandis von der Energieberatung der Verbraucherzentralen Geräte mit dem klimafreundlichen Kältemittel R290. Weniger empfehlenswert sei R32, das einen höheren Treibhauseffekt verursache. Wichtig sind auch ein möglichst gutes Energielabel - A+++ ist deutlich effizienter als A++ - sowie eine zur Raumgröße passende Kühlleistung.

Unternehmen aus der Region

Auch Wärmepumpen können unter bestimmten Voraussetzungen kühlen. Luft-Wasser-Wärmepumpen senken die Raumtemperatur um drei bis vier Grad, sofern Flächenheizungen wie Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen vorhanden sind. Am wirtschaftlichsten arbeiten sie mit selbst erzeugtem Solarstrom oder einem günstigen Stromtarif.

Eine weitere Möglichkeit bieten Lüftungsanlagen mit Bypass-Funktion. Sie leiten nachts kühle Außenluft ins Gebäude und senken so die Innentemperatur. 

Welche Technik sinnvoll ist, hängt vom Gebäude und seinem sommerlichen Wärmeschutz ab. Grundsätzlich gilt: Je weniger Wärme ins Haus gelangt, desto weniger muss gekühlt werden. dpa/red

Von der Redaktion


View is not found