Der Neckar ist vom Stuttgarter Karlsplatz vielleicht etwas weiter entfernt als die Elbe vom Fischmarkt in Hamburg-Altona. Ganz nah am Feeling dieser besonderen Location ist der Platz unter dem schattigen Blätterdach der großen Kastanien vom 6. bis 16. Juli . Die Crew aus Hamburger Smutjes hat Kombüsen voll mit fangfischen Fischspezialitäten in 1001 Variationen. Salate nach Omas Geheimrezept, knackige Fischbrötchen, Scholle Finkenwerder Art, Scampi, Räucher- und Frischfisch sowie Labskaus werden gereicht mit ganz viel hanseatischer Herzlichkeit, amüsantem Hamburger Klönschnack – und natürlich jeder Menge toller Musik auf zwei Bühnen.
Eröffnet wird der 34. Hamburger Fischmarkt am 6. Juli, um 12 Uhr, von Bürgermeister Thomas Fuhrmann im Gourmetzelt Friesenstube. Für die edel-schwungvolle, musikalische Umrahmung sorgen die Hamburger Perlen (Foto). Kühl sind auf dem Fischmarkt nur das Jever und die leckeren Salate: Die Deerns haben es faustdick hinter den Ohren. Nachschlag gibt’s abends noch mal ab 17 Uhr, dazwischen spinnt Stefan Wolter vergnügliches Seemannsgarn. Auch Andreas Bentin ist am Eröffnungstag an Deck und sorgt musikalisch für den richtigen Seegang. Er begleitet die Gäste an Bord jeden Tag. Fast ebenso oft ist Gerhard Lewert von 12 bis 18 Uhr mit seiner Drehorgel unter den grünen Kastanien unterwegs.
Echtes Hamburger Flair – dazu gehört noch mehr! Die Marktschreier zum Beispiel. Gegen diese amüsante Waterkant-Ausgabe der schwäbischen Schwertgosch ist zum Glück kein Kraut gewachsen. Das Rezept der Stunde lautet deswegen: amüsieren und die vollgepackten Tüten mit nach Hause nehmen. Seemannsgarn wird auf den Bühnen in den Biergärten nachmittags beim Kombüsenschnack gesponnen. Musik gehört traditionell ebenfalls zum Hamburger Fischmarkt. Deswegen gibt es jeden Tag ein anderes Programm. Von maritimen Schlagern und Shantys mit Uta Carina und Andreas Bentin über Soul mit Pamela O’Neal bis hin zum Jazz mit den Steinlach Stompers geht hier die Route.
Und dann sind da noch die Stuttgarter Specials: Dazu gehört zum Beispiel traditionell der Auftritt des Chors des Tiefbauamtes am 6. Juli, um 12 Uhr, im Gourmetzelt Friesenstube. Oder das Fußballspiel der Stuttgarter Prominenten-Kicker gegen die Elf des Stuttgarter Fischmarktes am 4. Juli, um 18 Uhr, auf dem Gelände des SV Stuttgart-Hoffeld in Degerloch.
Jeden Abend gibt es ab 21.30 Uhr Sommerhits rund um die Cocktailbar. Und auch für die kleinen Gäste hat die Hamburger Crew etwas in petto. An den Sonntagen, 9. und 16. Juli, macht der Clown Firlefanz lustige Figuren aus bunten Ballons. Während der gesamten Liegezeit können sich Kids kostenlos das Hamburger-Fischmarkt-Malbuch beim Infopoint bei Hilds Labskaus hinter dem Reiterdenkmal abholen.
Maultaschen und Spätzle dürfen ihrerseits also vom 6. bis 16. Juli gerne in die Sommerfrische. Währenddessen übernehmen die Smutjes von der Waterkant den Kochlöffel und zaubern, was die Kombüse hergibt – ob hochgeschätzte Fischklassiker oder kulinarische Ideen aus der ganzen Welt. Die Jongs und Deerns vom Hamburger Fischmarkt laden ein zu schmackhaften Expeditionen für den Gaumen, flüssig begleitet von kühlem Bier, leckerem Rebensaft und verführerischen Cocktails. Süßes für Schleckermäuler darf ebenfalls nicht fehlen. Lust auf echte Hamburger Pankoken oder Hamburger Speck? Kreuzfahrt-Feeling bescheren Kompositionen im Gourmetzelt Friesenstube. Redaktion
34. HAMBURGER FISCHMARKT
auf dem Karlsplatz vom 6. bis 16. Juli:
montags bis mittwochs: 10 – 23 Uhr
donnerstags bis samstags: 10 – 24 Uhr
sonntags: von 11 – 23 Uhr
Anfahrt
– mit ÖPNV, Haltestelle Charlottenplatz: Busse Nr. 42, 43, 44; U1, 2, 4, 5, 6, 7, 9
– mit Pkw: Parkhäuser Schillerstraße, Breuninger, Dorotheen Quartier, Züblin, Tiefgarage Stuttgart Mitte (BW-Bank)
Aus dem Programm:
6. Juli, 12 Uhr, Eröffnung
12 – 17 Uhr: Kunstaktion mit Ralf Schwinge,
17 – 20.30 Uhr: Musik Hamburger Perlen, Musik mit Uta Carina und Andreas Bentin
7. Juli
12 – 17 Uhr: Kunstaktion mit Ralf Schwinge
17 – 20.30 Uhr: Musik Die Matrosinnen, Musik mit Uta Carina und Andreas Bentin
8. Juli
17 – 20.30 Uhr: Musik mit Nathalie Tineo
13. Juli
17 – 20.30 Uhr: Musik mit Pamela O’Neal
15./16. Juli 12 – 18 Uhr: Buddelschiff-Bau
Ein Hoch auf die Freundschaft
Neu an Bord: ein Künstler und ein Buddelschiff-Bauer

Die Wiedersehensfreude ist auch im 34. Jahr ungebrochen: Zwischen der Besatzung des Hamburger Fischmarktes und den Menschen in Stuttgart sind über die Zeit viele Freundschaften entstanden. Die Freude auf fangfrischen Matjes und auf gemeinsames Schnacken halten sich wohl in etwa die Waage.
Aber was wären schon echte Seeleute, wenn sie nicht ab und zu Überraschungen mit an Bord hätten? Deswegen gehört in diesem Ralf Schwinge mit zur Crew: Er bringt seine Pinsel mit und zeigt mit Farbe und vergnüglicher Kreativität nachmittags am Donnerstag und Freitag, 6. und 7. Juli, wie sich auf der Leinwand Stuttgart, Hamburg und 34 gemeinsame Jahre zu einem großartigen Kunstwerk verbinden lassen. Und was am schönsten ist: Er malt nicht alleine, sondern mit all jenen, die über den Fischmarkt flanieren und Freude an Farbe und Freundschaft haben. Das Werk wird dann als Gastgeschenk an die Stadt Stuttgart übergeben.
Seemanns-Feeling quasi für die Westentasche, dafür ist Oliver Binikowski der perfekte Kapitän. Er gibt am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Juli, Einblicke in die Kunst des echten Buddelschiffs. In 3-D und Echtzeit erleben alle Neugierigen mit, wie ein Buddelschiff entsteht – wie ein Dreimaster Platz in einer Flasche hat und auf dem Weg dorthin durch einen Flaschenhals passt.
Die Reisemöglichkeiten an Sehnsuchtsorte sind also vielfältig auf dem Karlsplatz vom 6. bis 16. Juli: mit den Augen, den Ohren, der Fantasie oder dem Gaumen. Denn natürlich liegen auch die Hansekogge, die Backfischrutsche und alle anderen vor Anker und freuen sich auf das Wiedersehen mit den Buben und Mädchen aus dem Schwäbischen – die ja ihrerseits dann auch mal gerne vorübergehend Spätzle Spätzle sein lassen und Mautaschen Maultaschen. Wer von den Weltmeeren, fernen Ländern und großen Abenteuern träumt, der kann auch die Kehrwoche schon mal vergessen. St. Petrus, vor seinem Dasein als Apostel war er ja Fischer, wird da sicher ein gutes Wort einlegen. Redaktion