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GHV Hedelfingen-Rohracker: 2022 soll endlich wieder gefeiert werden

Der GHV hofft im kommenden Jahr wieder die Traditionsveranstaltungen durchführen zu können.

31.12.2021

Der Krämermarkt mit seinen zahlreichen Verkaufsständen ist einer der Anziehungspunkte beim Knausbira-Sonntag. Der GHV hofft, dass nach zwei Jahren Pause 2022 die beliebte Veranstaltung wieder durchgeführt werden kann. Fotos: UZ-Archiv

Der traditionelle Fackellauf zu Silvester am Wangener Berg – abgesagt. Große Feiern zum Jahreswechsel mit Blick über das Neckartal an der Grabkapelle auf dem Württemberg – aufgrund der verschärften Kontrollen kaum möglich. Die Corona-Pandemie hat auch die Oberen Neckarvororte weiter fest im Griff. Natürlich auch Hedelfingen. „Leider konnten wir unsere traditionellen Veranstaltungen auch 2021 wieder nicht durchführen“, bedauert Michael Weber, der Vorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins Hedelfingen-Rohracker (GHV). Den hohen Infektionszahlen und den damit verbundenen Hygienevorschriften fielen sowohl der Knausbira-Sonntag im Oktober in Hedelfingen als auch der Weihnachtsmarkt in Rohracker zum Opfer. „Wir haben diese zwar wie jedes Jahr angemeldet, aber die Sicherheitsvorkehrungen und die Ansteckungsgefahr wären einfach zu groß gewesen“, erklärt Weber.

Umso mehr ruhen nun die Hoffnungen, dass die „Seuchenjahre“ 2020 und 2021 nun endlich der Vergangenheit angehören und 2022 endlich wieder gefeiert werden kann. Der Termin für den Knausbira-Sonntag steht bereits. Am 9. Oktober wurde der verkaufsoffene Sonntag beim Ordnungsamt beantragt. Hingegen sieht Weber für den ersten Veranstaltungshöhepunkt des Jahres aufgrund der Kürze der Zeit schwarz: Das traditionelle Maifest vor der Rohracker Kelter Ende April. Denn spätestens zwei Monate zuvor muss die definitive Zusage bei der Stadt erfolgen. Aber „Ende Februar ist angesichts der anrollenden Omikron-Variante kaum abzusehen, ob im April ein solches Fest wieder möglich sein wird“, ist der GHV-Vorsitzende überzeugt. Auch im Hinblick auf eventuelle Absagen des Amateurs-Sports oder gar mögliche Schulschließungen sei dies das falsche Zeichen. „Die Feste sind für uns und auch den Stadtbezirk bedeutsam, aber die Gesundheit steht über allem“, betont Weber.

Der Besuch des Weihnachtsmanns gehört zum Weihnachtsmarkt in Rohracker
Der Besuch des Weihnachtsmanns gehört zum Weihnachtsmarkt in Rohracker

Generell könne man in Corona-Zeiten nur kurzfristig planen, hat Weber aus den Erfahrungen gelernt. Im Juli, wenn die erforderlichen Maßnahmen für den Knausbira-Sonntag anstehen, hofft er auf genaue Erkenntnisse. Zudem sei im Sommer das Risiko einer Ansteckung deutlich geringer, wie die beiden vergangenen Jahre zeigten. „Wir stehen auf jeden Fall Gewähr bei Fuß“, gibt sich Weber verhalten optimistisch. Orientieren werde man sich an anderen Stadtbezirken und Großveranstaltungen. „Wir sind dabei nicht nur mit befreundeten Handelsvereinen, sondern auch mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart in engem Kontakt.“ Und auch für den Weihnachtsmarkt stünde man parat. Wohlwissend, dass „es in den kalten Wintermonaten für Veranstaltungen vermutlich wieder deutlich schwieriger wird“, sagt Weber.

Grundsätzlich plant der GHV wie in diesem Jahr auch wieder eine interne Veranstaltung für seine Mitglieder und will auch für die Firmen da sein, falls diese durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Lockdown in Probleme geraten sollten. Dabei setzt Weber genauso wie seine Mitstreiter auch weiter auf die Unterstützung der Bürger. „Es freut uns immer, aber in diesen Zeiten natürlich umso mehr, wenn diese die örtlichen Geschäfte und Betriebe besuchen und somit unterstützen.“ Und vielleicht auch wieder mit einer Feier 2022. Alexander Müller