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Fachgeschäfte

GHV Hedelfingen: Trotz Corona die Feste weiter im Blick

Hedelfingen: GHV hofft für 2021 wieder auf Traditionsveranstaltungen – und auf die Solidarität der Bürger.

Auf die Verkaufsstände am Knausbira-Sonntag musste in diesem Jahr ebenso verzichtet werden...
Archivfotos: Martina Fürstenberger

21.12.2020

Kein Frühlings- oder Volksfest auf dem Cannstatter Wasen, kein Viertelesschlotzen auf dem Stuttgarter Marktplatz, VfB-Spiele im Stadion ohne Zuschauer und keine Konzerte in der Schleyerhalle. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Hygienevorschriften haben das Kultur- und Festtreiben im Jahr 2020 nahezu komplett ausgebremst. Auch die traditionellen Veranstaltungen im Stadtbezirk Hedelfingen fielen dem Lockdown oder den öffentlichen Vorgaben zum Opfer. „Uns war relativ schnell klar, dass wir unter den gegebenen Umständen unsere Traditionsfeste in diesem Jahr leider nicht durchführen können“, bedauert Michael Weber, der Vorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins Hedelfingen-Rohracker.

Das Maifest auf dem Kelterplatz in Rohracker, der große Knausbira-Sonntag und auch der kleine, aber feine Weihnachtsmarkt – es musste einfach auf alles verzichtet werden. „Das ist natürlich sehr bedauerlich“, betont Weber. Schließlich sorgen die GHV-Veranstaltungen nicht nur für eine Belebung im Ort und sind für die Identifikation der Bürger mit ihrem Stadtbezirk wichtig, sondern „bedeuten auch einen wirtschaftlichen Verlust für die Betriebe“. Insofern hofft der GHV-Vorsitzende, dass die Bürger dem örtlichen Einzelhandel, den Fachgeschäften, Betrieben, Handwerkern, Dienstleistern und der Gastronomie auch weiter die Treue halten. Wenn möglich während des nun zweiten, kompletten Lockdowns und natürlich auf jeden Fall im Anschluss. Denn viele Betriebe seien durch die nunmehr bereits zweite Zwangsschließung stark gebeutelt. „Uns ist aber klar, dass die Gesundheit immer Vorrang hat“, betont Weber. Die Solidarität sei eine der wichtigen Voraussetzungen, damit die Betriebe auch in Zukunft weiter da sein können, wo sie die Bürger benötigen: vor Ort.

Denn natürlich blicken die GHV-Verantwortlichen trotz der schwierigen Lage bereits wieder voraus. So wurden im Sommer Pläne für eine außerhalb der üblichen Reihe stattfindende Veranstaltung im Frühjahr geschmiedet. Ein Szenario, das nunmehr aufgrund der Entwicklung der Infektionszahlen wieder ad acta gelegt Von Alexander Müller Thema des Monats wurde. Im Gegensatz zu der von Seiten der Politik geforderten Planung der Kulturund Veranstaltungsbranche, könne man keine unnötigen Ressourcen in bislang äußerst vage Projekte stecken. Denn die Planungen verschlingen nicht nur viele Stunden ehrenamtlichen Einsatzes, sondern kosten auch Geld. Im Augenblick müssten zahlreiche engagierte GHV-Mitglieder vielmehr alle Kräfte aufwenden, um ihre Betriebe am Leben zu erhalten.

...wie auf das gemeinsame Liedersingen auf dem Weihnachtsmarkt
...wie auf das gemeinsame Liedersingen auf dem Weihnachtsmarkt

Nichtsdestotrotz „stehen wir natürlich Gewehr bei Fuß“ betont Weber. Das heißt, im kommenden Jahr sollen wieder Maifest, Knausbira-Sonntag und Weihnachtsmarkt stattfinden – „wenn es Corona zulässt“. Für den verkaufsoffnen Sonntag am 10. Oktober wurde bereits der entsprechende Antrag bei der Stadtverwaltung gestellt. Dafür und für den Beistand der Betriebe steht man im engen Austausch mit dem Stadtteilmanagement, ebenso wie mit den Handelsvereinen der benachbarten Stadtbezirke für zukünftige gemeinsame Aktivitäten. „Im Jahr 2021 – hoffentlich ohne Corona.“

Auf ein Wort

Von Michael Weber, Vorsitzender des GHV Hedelfingen-Rohracker
Von Michael Weber, Vorsitzender des GHV Hedelfingen-Rohracker

Liebe Leserin, lieber Leser, wie Sie wissen, lautet das Motto des GHV Hedelfingen-Rohracker seit seiner Gründung: „Wir sind da, wo Sie uns brauchen: am Ort.“

Dieses Motto in die Tat umzusetzen, fiel uns noch nie so schwer, wie in diesem Jahr. Wir durften leider keine Veranstaltungen durchführen. Auch die Hoffnung für 2021 wird durch die aktuellen Infektionszahlen mehr als getrübt. Ich kann daher, im Gegensatz zu den letzten Jahren, leider keine Veranstaltungstermine von uns bekannt geben. Ich kann nur versichern, dass, sobald ein Licht am Ende des Coronatunnels erscheint, wir mit unseren Planungen wieder beginnen werden.

Bis dahin ist jeder Betrieb von Ihrem GHV bemüht, sofern es ihm erlaubt ist, für Sie da zu sein. An dieser Stelle daher meine Bitte und mein Appell: Besuchen Sie unsere Betriebe vor Ort und nehmen Sie deren Angebote an. Ich denke da insbesondere an unsere Gastronomiebetriebe. Auch steht Weihnachten vor Tür. Sie könnten Gutscheine verschenken. Sie machen anderen eine Freude und unterstützen gleichzeitig unsere Betriebe und den GHV, damit wir auch zukünftig da sein können, wo Sie uns brauchen: am Ort.

Natürlich wollen wir auch wieder Maifeste, Knausbira-Sonntage, Weihnachtsmärkte und weitere Veranstaltungen durchführen. Wenn unsere Betriebe allerdings jetzt keine Unterstützung erfahren, stehen auch diese auf der Kippe.

Trotz der Gesamtumstände wünsche ich Ihnen frohe und besinnliche Weihnachten und ein gutes und vor allem gesundes Jahr 2021. Diese Wünsche, die in der Vergangenheit oftmals floskelhaft erfolgten, bekommen gerade in diesen Tagen eine besondere Bedeutung. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr die Corona-Pandemie gemeinsam überstanden haben und ich wieder über freudigere Themen berichten kann.