Was unsere Großmütter schon wussten, gilt auch heute noch: Bei Halsschmerzen sollte man mit Kamille gurgeln, bei Bauchschmerzen Kamillentee trinken. Die meisten Bundesbürger kennen und schätzen die Kamille bereits seit Kindertagen als bewährtes Hausmittel.Als es noch nicht an jeder Ecke eine Apotheke gab, war die Heilpflanze ein beliebtes Mittel zur Selbsthilfe aus dem Kräutergarten. Und das mit gutem Grund, denn die Kamille ist ein echter Tausendsassa: In den hübschen weißen Blüten stecken viele wirksame Inhaltsstoffe, darunter entzündungshemmende ätherische Öle oder wundheilende Bestandteile. Die Kamille ist bei Entzündungen der Haut oder Schleimhaut, Erkältungssymptomen oder Magen-Darm-Beschwerden geeignet.Die Wirkung der Kamille war schon in der Antike bekannt und Kamillenblüte wurden bereits damals als Heilmittel verwendet. Die wirksamen Inhaltsstoffe der Kamille lassen sich nur mit einem alkoholischen Extrakt aus der Pflanze gewinnen, was einen Extrakt gegenüber einfachen Kamillenblütenaufgüssen, wie man sie als Tee oder Inhalation kennt, deutlich überlegen macht.KRAFT AUS DER MANZANA-KAMILLESolche Extrakte sind in Produkten enthalten, die zum Teil vor 100 Jahren entwickelt wurden. Das Besondere: Sie werden aus der eigens dafür gezüchteten und extrem wirkstoffreichen Manzana-Kamille hergestellt. In der Apotheke sind sie als Konzentrat, Mund- und Rachenspray, Wund- und Heilbad, Creme und Salbe erhältlich.Ihre Vielseitigkeit macht Kamillenprodukte bis heute zu einem natürlichen Multitalent für Groß und Klein, Jung und Alt. Das Wissen um die Kraft der Kamille wird gern von Eltern an ihre Kinder weitergegeben, somit verbindet die Heilpflanze Generationen.Die Kamille kann aber auch Symbol der Hoffnung und des Trosts in schwierigen Zeiten sein. Denn die fröhlichen gelb-weißen Blüten bringen sonnige Ruhe in einen oftmals anstrengenden Alltag. djd
Gesunde Füße an kühlen Tagen
Fünf Tipps für Menschen mit Diabetes
Wenn es draußen kühl wird, werden die Füße meist mit dicken Socken in enge Winterschuhe gezwängt. Wer so ausgerüstet zu einem Spaziergang aufbricht, kehrt häufig mit Blasen oder Druckstellen zurück. Das ist vor allem für Menschen mit Diabetes ein Problem.
NERVENSCHÄDEN IN DEN FÜßEN
Laut aktuellen Zahlen des Deutschen Gesundheitsberichtes Diabetes treten bei jedem dritten Zuckerkranken Nervenschäden in den Füßen auf – sogenannte Neuropathien. Dadurch werden die Füße besonders anfällig für Wunden, die wegen der Nervenstörung nicht wahrgenommen werden und sich unbemerkt zu Geschwüren ausweiten können.
Kribbeln, Brennen oder Gefühllosigkeit in den Füßen können Anzeichen für eine Neuropathie sein. Mit den folgenden fünf Tipps können Betroffene ihre Füße dabei unterstützen, gesund zu bleiben:
1. Passende Schuhe: Vor allem Menschen mit Diabetes sollten ihre Schuhe sorgfältig auswählen: Diese müssen gut vor Kälte schützen, aber auch mit dicken Socken nicht drücken. Schuhe probiert man am besten am frühen Nachmittag, dann sind die Füße dicker als am Morgen. Da bei einer Neuropathie häufig nicht wahrgenommen wird, ob der Schuh drückt, sollte man sich auf die herausgenommene Sohle stellen.
2. Schützende Bäder und Cremes: Ein wohltuendes Fußbad wärmt in kühlen Zeiten – allerdings sollte man mit einem Thermometer überprüfen, dass die Wassertemperatur nicht über 37 Grad liegt. Denn das Temperaturempfinden ist bei einer Neuropathie häufig gestört. Für die passende Pflege sorgt anschließend eine harnstoffhaltige Creme.
3. Auch von innen gepflegt: Nervenschäden lassen sich meist durch eine gute Blutzuckereinstellung ausbremsen. Allerdings können Neuropathien auch durch einen Mangel an Vitamin B1 verursacht werden, der bei Menschen mit Diabetes häufig auftritt. Dieser Mangel und die dadurch verursachten Missempfindungen in den Füßen, wie Kribbeln, Brennen und Taubheit, lassen sich durch Einnahme der Vitamin-B1-Vorstufe Benfotiamin behandeln. Der Körper nimmt Benfotiamin besser auf als herkömmliches Vitamin B1. Zusätzlich trägt eine gesunde Lebensweise zum Schutz der Nerven vor Schäden bei.
4. Bewegung und Gymnastik: Fußgymnastik verbessert Durchblutung, Beweglichkeit und Muskulatur. Die gestärkte Muskulatur hilft auch, Fehlbelastungen der Füße zu vermeiden.
5. Die Füße checken: Wenn die Haut an den Füßen gerötet ist oder Risse bildet, können das Alarmzeichen sein. Man selbst sowie der behandelnde Arzt sollte die Füße regelmäßig untersuchen. Erfahrene Mediziner überprüfen die Nervenfunktion mit einfachen, schmerzlosen Testmethoden. djd