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Plan. Ausdauer und Kraft brachten Felix Purkert zum Meister für Behälter- und Apparatebau. „Es hat sich gelohnt“

Eine lehrreiche und intensive Zeit sei es gewesen, erzählt Felix Purkert, in der er seine Grenzen kennengelernt, aber auch viel für seine Persönlichkeitsentwicklung erfahren habe. „Es hat sich gelohnt!“, sagt der 28-Jährige aus Waiblingen. Nach dem Abitur sah Purkert seine berufliche Zukunft zunächst in einem Lehramtsstudium: Sport, Mathematik und Technik.

Foto: privat

Doch nach zwei Jahren fragte er sich: Will ich das wirklich ein Leben lang machen, und kann ich mich in dem Beruf über die Jahre verändern? Die gewünschte berufliche Flexibilität fand er schließlich im Handwerk. Während er in einer Kupferschmiede jobbte, reifte der Plan: „Ich mache eine Ausbildung zum Behälter- und Apparatebauer – Meister inklusive.“ Schweißen, Schleifen, Blech bearbeiten, das sagt ihm zu. Behälter aller Art, wie etwa auch Braukessel, herstellen, bis hin zu ganzen Anlagen, das ist Abwechslung pur.

Sein Chef bei H. P. Kaysser, einem Betrieb der Blechverarbeitung, stand hinter Felix Purkert, als dieser mit der Meisterschule startete. Zuerst besuchte er diese in Abendkursen, im zweiten Jahr dann reduzierte er seine Arbeitszeit und ging die Schule in Vollzeit an. Die Idee zum Meisterstück brachte er aus dem Urlaub mit: eine automatische, elektrisch betriebene Orangensaftpresse. Deren Umsetzung war schließlich komplexer als gedacht, aber inzwischen fließt der Vitamin-C-reiche Saft.

Für die Zukunft stehen dem Jungmeister viele Optionen offen – eine Meisterstelle annehmen, sich selbstständig machen, vielleicht Berufsschullehrer werden? Jetzt wird Purkert aber erst mal online bei der Meisterfeier mit dabei sein. jal 


Finanzspritze für Gründer

Investition. Zu günstigen Konditionen können Meister von der L-Bank Geld bekommen.

Der Meisterabschluss ist nicht nur gleichberechtigt mit einem Bachelorabschluss an einer Hochschule, sondern er berechtigt auch dazu, einen Betrieb zu gründen. Für das eigene Geschäft oder die Werkstatt brauchen Gründer Geld, das sie über die L-Bank bekommen können.

Die Staatsbank für Baden-Württemberg bietet Start-ups und jungen Unternehmen eine Gründungsfinanzierung zu vergünstigten Konditionen, die Startfinanzierung 80. Die Finanzierung kann für betriebliche Vorhaben und Investitionen innerhalb von drei Jahren nach Gründung beantragt werden. Bis zu einem Gesamtkapitalbedarf von 200 000 Euro je Unternehmer und 800 000 Euro pro Unternehmen bietet das Finanzinstitut günstige Konditionen und eine Bürgschaft der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg von 80 Prozent.

Gefördert werden nur kleine und mittelständische Firmen mit Sitz in Baden-Württemberg. Interessenten können die Fördergelder über ihre Hausbank beantragen. Die Formulare können Gründer von der Website der L-Bank herunterladen. kn
                           

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