Fleischer-Innung Tübingen

Die Zukunft im Blick

Fleischer/-innen und Fleischfachverkäufer/-innen sind gefragte Spezialisten.

25.04.2022

Das Fleischerhandwerk bietet jungenMenschen nicht nur eine Ausbildung mit Zukunft, sondern auch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen. Bilder: Deutscher Fleischer-Verband

Der Fleischerinnung Tübingen sind derzeit 18 Metzgereien angeschlossen. Wer beim Fleischkauf auf Qualität und Nachhaltigkeit vertrauen will, kauft in einem der Innungsbetriebe ein. „Die inhabergeführten Metzgereien sind nah beim Kunden. In der Regel kennen die Metzgermeister die Bauern aus der Region, man erfährt, wo das Fleisch herkommt und wie es verarbeitet und hergestellt wurde“, beschreibt Thomas Rebmann, Obermeister der Tübinger Fleischerinnung, die Vorzüge der Innungsmetzgereien.

Ehrlich und regional

Neben der Regionalität setzt das Handwerk auf eine hochwertige Fleischverarbeitung und hält Standards durch Ausbildung und Qualifizierung ein. Der Obermeister gibt auch zu bedenken: „Wenn es keine kleinen Metzgereien mehr gibt, gibt’s auch keine kleinen Bauernbetriebe mehr.“ Wie wichtig eine regionale Lieferkette ist, hat man während der Pandemie erkannt: Regionale Kleinbetriebe sorgen für mehr Unabhängigkeit bei der Lebensmittelversorgung und stärken die Region. Die Nähe zur Landwirtschaft ist zudem entscheidend für eine tiergerechte Haltung und Fütterung sowie für kurze Transportwege.

Viel Potenzial für Kreativität

Mit einer Ausbildung im Fleischerhandwerk treffen junge Leute eine gute Wahl: Fleischer/- innen und Fleischereifachverkäufer/- innen werden dringend gesucht. Die Ausbildungsvergütung kann sich sehen lassen und wird laufend angepasst.

Metzger haben einen abwechslungsreichen Beruf, das Handwerkliche umfasst das Wursten, Zerlegen, Zuschneiden, Veredeln und Würzen, dazu kommt das Fachwissen über die Tiere, über Hygienevorschriften und Zusatzstoffe. „Eintönig ist es nie“, sagt Rebmann, „das Schöne an unserem Beruf ist , das wir die Herstellung der Produkte von Anfang bis zum Ende verfolgen und meistens die Bauern und Kunden persönlich kennen.“

Die Fleischerberufe

Als Fleischer/in – beziehungsweise Metzger/in – lernt man, wie man Fleisch fachgerecht verarbeitet, zum Beispiel zu saftigen Steaks oder leckerer Wurst, und wie man Feinkostwaren und Konserven herstellt. Im Arbeitsalltag kommen hochmoderne Techniken und Verfahren zum Einsatz. Dabei steht immer die Qualität der Produkte im Mittelpunkt. Aber auch mit mobilem Verkauf, Partyservice, Catering oder Lieferungen an den regionalen Einzelhandel haben sich die Metzgereien mit kreativen Ideen etabliert.

Fleischereifachverkäufer/innen machen den Kunden die Fleischerware schmackhaft, indem sie sie appetitlich und dekorativ präsentieren. Sie wissen Bescheid über die Herstellung, kennen sich bestens mit den Hygienevorschriften aus und können ihre Kunden kompetent und individuell beraten. Auch das Zubereiten von Speisen wie beispielsweise Wurstplatten oder frischen Salaten gehört zu den Aufgaben – ganz nach dem Motto: „Das Auge isst immer mit!“

Viele berufliche Optionen

Das Fleischerhandwerk bietet jungen Menschen auch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen. Als Fleischer kann man zum Beispiel eine Weiterbildung zum Fleischtechniker absolvieren oder eine Meisterprüfung ablegen. Mit dem Meisterbrief kann man sogar ohne Abitur studieren. Oder man wird sein eigener Chef und gründet eine Metzgerei.

Auch für Fleischereifachverkäufer gibt es nach der Ausbildung verschiedene Optionen, sich beruflich weiterzuentwickeln. Zum Beispiel mit einer Weiterbildung als Handelsbetriebswirt oder Handelsfachwirt. Wer die Ausbildereignungsprüfung ablegt, kann außerdem die Betreuung von Auszubildenden übernehmen. Und natürlich bietet auch hier die Selbständigkeit eine spannende Perspektive.

Info

www.fleischerberufe.de