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Viele Planungen für große Projekte

In Hedelfingen wird die neue Sportund Kulturmitte weiter geplant und im Februar über die Machbarkeitsstudie für die Steinenbergschule informiert.

Viele Planungen für große Projekte

Hedelfingen und der Hafen gehören zusammen, die Hafenentwicklungsstudie und die Pläne für eine Bundesgartenschau bieten Chancen. Fotos: Jürgen Brand

Die Sport- und Kulturmitte Hedelfingen wird künftig noch wichtiger, die Zukunft der Steinenbergschule ist weiter offen, die Verkehrssituation bleibt ein Dauerthema und wie es mit der Hafenentwicklung und den Bundesgartenschauplänen weitergeht, bleibt spannend. So in etwa lassen sich die wichtigsten Themen und Projekte im Stadtbezirk Hedelfingen im vergangenen Jahr und auch in den kommenden Jahren kurz zusammenfassen. Bezirksvorsteher Kai Freier sieht dabei – trotz aller Sparzwänge – viele Chancen für seinen Stadtbezirk.

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Sportund Kulturmitte

Das Großprojekt Sport- und Kulturmitte Hedelfingen (SKM) hat durch eine Grundsatzentscheidung des Gemeinderats im vergangenen Oktober noch einmal eine ganz neue Bedeutung bekommen. In dem Neubauprojekt soll jetzt auch ein zentrales Bürgerbüro für die vier oberen Stuttgarter Neckarvororte Platz finden. Das hat in den Nachbarbezirken Wangen, Untertürkheim und Obertürkheim zwar auch Kritik hervorgerufen, ist letztendlich von den politischen Gremien aber befürwortet worden. Dafür bekommt das Projekt einen zusätzlichen Aufbau und wird auch teurer. Insgesamt wird es voraussichtlich mehr als 40 Millionen Euro kosten.

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„Das ist ja eigentlich eine Sparmaßnahme“, sagt Bezirksvorsteher Kai Freier zur Planänderung. In den betroffenen Bezirksrathäusern – auch in seinem eigenen – werden so mittelfristig einzelne Räume frei, die dann anders genutzt werden könnten, beispielsweise für den wachsenden Wohngeldbereich. Die weiteren Planungsmittel für das SKM-Projekt sind im aktuellen Sparhaushalt der Stadt gesichert. Den Baubeschluss erwartet der Hedelfinger Bezirksvorsteher für Sommer 2027. Die bestehende, deutlich in die Jahre gekommene Hedelfinger Halle wird erst danach abgerissen und so lange weitergenutzt. Auch die Pop-up-Bibliothek in der ehemaligen BW-Bank-Filiale wird es uneingeschränkt weitergeben, bis die ins SKM integrierte neue Stadtteilbibliothek fertig ist. Nach bisherigen Schätzungen soll es Ende 2030 so weit sein. 

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Steinenbergschule

Die Weiterentwicklung ihrer Steinenbergschule wird die Hedelfinger auch in diesem Jahr intensiv weiter beschäftigen. Die Ganztagsgrundschule mit rund 200 Schülerinnen und Schülern ist seit zwei Jahren Interimsstandort für die Werkrealschüler der Wangener Wilhelmsschule, weil in Wangen saniert und umgebaut wird. Der Förderverein Schulcampus Hedelfingen e.V. fordert seit Jahren die Schaffung einer weiterführenden Schule mit gymnasialer Oberstufe in Hedelfingen. Erreicht wurde, dass die Stadt eine Machbarkeitsstudie dafür erstellen ließ, deren Ergebnisse ursprünglich bereits im Frühjahr 2025 hätten präsentiert werden sollen. Jetzt wünscht das Schulverwaltungsamt dem Bezirksbeirat die Details in einer Sitzung im Februar vorzustellen. Allerdings ist die Entwicklung der Schullandschaft in Stuttgart insgesamt aktuell durch das angestrebte Aus für die Werkrealschulen, die Diskussionen um mögliche Gemeinschaftsschulen und mögliche Pläne für Untertürkheim ziemlich komplex. Konkrete Entscheidungen werden wohl erst nach der Landtagswahl im März getroffen. Für Kai Freier muss bei der Steinenbergschule der Fokus jetzt zunächst auf der notwendigen Sanierung der Schulgebäude liegen.

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Verkehr

Die Verkehrssituation in Hedelfingen wird auch 2026 ein Dauerthema bleiben. Die Hauptradroute ist zwar fertig und Kai Freier, der selbst gerne mit dem Rad unterwegs ist, sagt: „Ich kann da gut fahren.” Die Situation am Hedelfinger Platz und an den Otto-Hirsch-Brücken ist aber nach wie vor unverändert stark verbesserungswürdig. Im März will der zuständige Verkehrsplaner der Stadt im Bezirksbeirat berichten, ob am Hedelfinger Platz ein Kreisverkehr machbar ist oder nicht, beziehungsweise wie es mit den Planungen weitergeht. Eng damit zusammenhängt der Umbau der Otto-Hirsch-Brücken, wodurch auch die Situation für Fußgänger und Radfahrer dort deutlich verbessert werden soll. Auch zwei weitere Anschlüsse an die Bundesstraße 10 in Hedelfingen und Wangen gehören zu dem Gesamtpaket, durch das die Verkehrssituation in den oberen Neckarvororten deutlich verbessert werden soll.

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Hafen und Gartenschau

Der Stuttgarter Hafen gehört zu großen Teilen zu Hedelfingen. Deswegen werden hier die Entwicklungen im Hafen genau beobachtet, egal ob es um den viel diskutierten Schleusenausbau oder die Entwicklung des Schiffsverkehrs insgesamt geht. Bereits im vergangenen Jahr war vom Gemeinderat Geld für eine Hafenentwicklungsstudie bereitgestellt worden.

Jetzt soll nach Informationen des Bezirksvorstehers in Kürze ein Vertrag mit einem Planungsbüro geschlossen werden, das dann mit der Studie beginnen kann. Das Thema Landesgartenschau ist durch die Entscheidung von Stuttgart, Esslingen und Ludwigsburg, sich für eine Bundesgartenschau (Buga) zu bewerben, erst einmal vom Tisch. Aber auch eine Buga könnte für die oberen Neckarvororte und gerade auch für Hedelfingen mit Rohracker und Wangen viele Chancen bieten. Im April oder Mai sollen die Stadtbezirke konkret zu ihren Wünschen und Vorstellungen für eine Bundesgartenschau befragt werden – und sicher wird sich auch die Hafen-Gesellschaft dazu äußern.

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Bürgerschaftliches Engagement

Fußgänger und Radfahrer haben es auf den Otto-Hirsch-Brücken nicht leicht.
Fußgänger und Radfahrer haben es auf den Otto-Hirsch-Brücken nicht leicht.

In Hedelfingen und Rohracker gibt es dank eines großen ehrenamtlichen Engagements viele Feste, Veranstaltungen und auch Einrichtungen wie etwa das Alte Haus, die die Gemeinschaft und den Zusammenhalt fördern. 

Dank dieses bürgerschaftlichen Engagements konnten auch die Pläne für eine Unterkunft für Geflüchtete auf einem Sportgelände der Sportkultur Stuttgart an der Rohrackerstraße deutlich verbessert werden.

Jetzt bleibt der Spielplatz an der Dürrbachwiese nicht nur erhalten, sondern kann durch neue Spielgeräte sogar noch schöner und attraktiver werden. Vertreter der Sportkultur, des Amts für Sport und Bewegung und des Bezirksbeirats hatten zuvor gemeinsam über die verbleibenden Freiflächen nachgedacht, damit diese künftig von allen am besten genutzt werden können. Die Ideen wurden mit der SWSG, die die Flüchtlingsunterkünfte baut, abgestimmt. Der Bezirksbeirat stellt für die neuen Spielgeräte mehr als 13 500 Euro aus seinem Budget zur Verfügung.


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