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Colours International Dance Festival

Erst tanzen, dann denken

Farben. Auf dem Colours International Dance Festival begeben sich einige Tanzschaffende auf die Spur der Conditio humana. Für diese Veranstaltungen gibt es noch Karten.

14. Juni 2019 - 17:00 Uhr
Das kanadische Ballett BC präsentiert gleich drei aufregende Tanzstücke. Foto: Michael Slobodian
Das kanadische Ballett BC präsentiert gleich drei aufregende Tanzstücke. Foto: Michael Slobodian

Bühne frei für Neues

Kreation. Wie entsteht eine Choreografie? Das ist bei „Meet the Talents“ in Echtzeit zu erleben.

Die Mitglieder von Gauthier Dance erarbeiten sechs völlig neue Tanzstücke – vor Publikum. Foto: Simon Wachter
Die Mitglieder von Gauthier Dance erarbeiten sechs völlig neue Tanzstücke – vor Publikum. Foto: Simon Wachter
„Meet the Talents“ gehört zum Colours Festival seit der zweiten Ausgabe dazu und hat mit seinem Konzept das Publikum von Anfang an begeistert. Lebendiger und aktueller lässt sich Tanz auf professionellem Niveau eigentlich nicht erleben. Das festivaltaugliche Konzept: Eric Gauthier gibt bei vielversprechenden jungen Choreografen ein kurzes Stück für die Theaterhaus-Kompanie Gauthier Dance in Auftrag. Geprobt wird in der zweiten Festivalwoche – teils im Ballettsaal von Gauthier Dance, teils in der Sporthalle. Alle, die Zeit und Lust haben, sind eingeladen, beim Entstehen des neuen Tanzstücks zuzuschauen. Denn jeder Choreograf geht anders vor und arbeitet auf seine ganz eigene Weise mit den Tänzerinnen und Tänzern. Es ist also durchaus eine ziemlich spannende Sache, beim Schaffen verschiedener Werke zuzusehen und Besonderheiten zu entdecken.

In der Abschlusswoche des Festivals werden die neuen Stücke dann am frühen Abend in der Sporthalle präsentiert. Eric Gauthier ist Conférencier und stellt dem Publikum die anwesenden Choreografen im Rahmen kurzer Interviews vor.

Vom Publikum, aber auch von den Künstlern selbst wurde „Meet the Talents“ bereits bei der letzten Colours-Ausgabe begeistert angenommen. Diesmal werden folgende Talente mit Gauthier Dance arbeiten: Arianna Benedetti und Valerio Longo aus Italien, Eyal Dadoun aus Israel und Norge Cedeño Raffo aus Kuba. Außerdem mit dabei sind zwei alte Bekannte von Gauthier Dance: der „Floating Flowers“-Choreograf Po-Cheng Tsai aus Taiwan und Nadav Zelner aus Israel, der das Publikum ebenso wie Eric Gauthier beim Festival 2017 mit dem Colours-Trailer „Alte Zachen“ und einem Beitrag für „Meet the Talents“ derart begeisterte, dass Gauthier ihn vom Fleck weg für einen Abendfüller engagierte. Das Ergebnis liegt noch gar nicht so lange zurück und ist – trotz oder wegen des frechen Titels – ein echter Publikumshit in Rosa geworden: „Bullshit“. red

Breuninger

Nicht nur Blech

Stilmix. Mit den Well-Brüdern bekommt der Begriff der Tanzmusik eine ganz neue Dimension.

Beim etwas anderen Tanztee mit den Well-Brüdern, vormals auch bekannt als Biermösl-Blosn, darf zwar Bier getrunken werden, bierernst geht es dabei aber auf keinen Fall zu. Denn die bajuwarischen Buam haben schließlich einen Ruf zu verlieren.

Wenn sie im Rahmen des Colours International Dance Festival am 30. Juni um 18 Uhr im Friedrichsbau Varieté zum Volkstanz aufspielen, dann darf sich das Publikum im besten Sinne auf etwas gefasst machen: auf virtuose Blasmusiker, die auch andere Instrumente beherrschen und sich außerdem hervorragende Verstärkung mitgebracht haben. Michael Well spielt Bariton und Tuba, Stofferl Well Trompete, Karl Well Klarinette und Maximilian Well ist fürs Schlagwerk verantwortlich. Zum etwas anderen Volkstanz aufspielen werden außerdem Heini Zapf an der Klarinette, Max Lang am Akkordeon und Franz Eimer an Harfe und Gitarre. Getanzt wird, was geht: die wilden Stammestänze der Alpenländler und auch allerhand andere Tanzstile, die liebevoll bajuwarisiert worden sind. red

Auf der Straße

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