Reise

Genussradeln und noch den Sommer verlängern

Bayerisches Donautal und Klosterwinkel: Wo Fluss, Barock und Bier zusammenfinden

Genussradeln und noch den Sommer verlängern

Radtouren im Bayerischen Donautal und Klosterwinkel sind abwechslungsreich. Foto: eeee

Sonnige Sommertage, goldener Herbst und offene Biergärten – mit diesen Aussichten starten viele Radfahrerinnen und Radfahrer in die vielleicht schönste Zeit der Saison. Gerade Genussradler und E-Biker zieht es in Regionen, in denen nicht sportliche Höchstleistungen, Landschaft, Kultur und kulinarische Entdeckungen den Takt vorgeben. Ideale Bedingungen dafür bietet die Region Bayerisches Donautal und Klosterwinkel zwischen Deggendorf und Passau. Hier schlängeln sich naturnahe Radwege entlang von Donau, Vils, Isar und Ohe, führen durch stille Auenlandschaften, über den fruchtbaren Gäuboden und hinein in die sanften Ausläufer des Bayerischen Waldes.

Unternehmen aus der Region

Das Besondere: Hinter der nächsten Kurve wartet oft schon der nächste Grund für eine Pause. Kunstvolle Kirchen und altehrwürdige Klöster erzählen von der langen Geschichte der Region, kleine Städte und Märkte laden zum Bummeln ein.

Und wer nach einigen Kilometern im Sattel Appetit bekommt, findet traditionelle Brauereigaststätten und Biergärten, in denen bayerische Küche und regionale Biere auf den Tisch kommen. Dank eines dichten Netzes an Routen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit lässt sich die Gegend dabei ganz nach Kondition und Zeitbudget entdecken.

Eine besonders genussvolle Verbindung von Landschaft und regionaler Kultur bietet der knapp 100 Kilometer lange Apfel-Radl-Weg. Der Rundkurs führt mitten hinein in das Bayerische Donautal und den Klosterwinkel – vorbei an Streuobstwiesen, deren Bäume im Sommer und Herbst reichlich Früchte tragen. Ein Apfel-Symbol weist den Weg.

Die Route verbindet sehenswerte Orte wie Vilshofen, die kleine Drei-Flüsse-Stadt an Donau, Vils und Wolfach, mit Neuhaus am Inn und der barocken Domstadt Passau. Sportliche Radlerinnen und Radler sowie E-Biker können die Runde an einem Tag bewältigen. Doch Eile wäre eigentlich schade. Wer unterwegs lieber Sehenswürdigkeiten als Kilometer zählt, plant c eine Übernachtung ein – beispielsweise in Aldersbach.

Dort gehört die prächtige Asamkirche zu den kulturellen Höhepunkten. Gleich nebenan lässt sich eine weitere Tradition der Region entdecken: das Bierbrauen. Die Brauerei Aldersbach mit Bräustüberl und „Bräuseum“ erinnert daran, wie eng Klöster und Braukultur über Jahrhunderte miteinander verbunden waren. Bis heute prägt diese Geschichte die Region.

Wer Bierkultur und Radfahren noch intensiver miteinander verbinden möchte, wählt den 13 Kilometer langen BierRadlWeg zwischen Vilshofenund Aldersbach. Jeweils ein „Biertor“ markiert Start und Ziel der kurzen Themenroute. Damit eignet sie sich auch für einen entspannten Tagesausflug, bei dem genügend Zeit für Einkehr und Besichtigungen bleibt.

Auch abseits der Themenwege ist die Auswahl groß. Durch die Region verlaufen unter anderem der Isar-, Ohetalund Vils-Radweg. Hinzu kommt ein rund 60 Kilometer langer Abschnitt des DonauRadwegs, der zu den beliebtesten Fernradwegen Europas zählt. Zwischen Deggendorf und Vilshofen liegen mit dem Kloster Niederalteich, der Burgruine Winzer sowie dem Ziegelund Kalkmuseum Flintsbach gleich mehrere lohnende Zwischenstopps.

Mancherorts kreuzen sich verschiedene Routen und eröffnen Möglichkeiten für individuelle Rundtouren. In Ortenburg treffen beispielsweise Apfel-, Wolfach- und Klosterwinkel-Radweg aufeinander. Auch hier lohnt es sich, das Fahrrad abzustellen: Die barocke Wallfahrtskirche Sammarei mit ihren rund 1.300 Votivtafeln und das weithin sichtbare Renaissance-Schloss machen den Ort zu einem kulturellen Etappenziel.

So wird das Rad zum idealen Reisebegleiter: Es ist schnell genug, um an einem Tag viel zu entdecken, und langsam genug, um Landschaft, Kultur und Gastlichkeit bewusst wahrzunehmen.

Von der Redaktion