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Eigenheim geplant: Das ist zu beachten

Der Verband Privater Bauherren rät: Energielecks vermeiden, in Sachen Mobilität und für spätere Jahre vorausdenken

Eigenheim geplant: Das ist zu beachten

Heute noch zu viert - aber später? Experten raten, die Immobiliennutzung flexibel zu planen. Foto: Pixabay

Es ist im Grunde nichts Neues, aber es passiert immer wieder. Dämmungen fehlen in Teilbereichen oder sind nicht ordnungsgemäß angebracht. Bauherren sollten daher ihr neues Heim rechtzeitig auf Energielecks prüfen lassen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Geeignet dazu ist ein kombiniertes Prüf- und Messverfahren aus Blower-Door-Test und Thermografie. Die Thermografie hilft beim Aufspüren von Wärmebrücken und Feuchteschäden. Sie benötigt dafür allerdings beständige Temperaturdifferenzen in- und außerhalb des Gebäudes von mindestens zehn Grad Celsius und kann daher nicht ganzjährig eingesetzt werden. Immer möglich ist dagegen ein sogenannter Blower-Door-Test.

Unternehmen aus der Region

Messung der Luftdichtheit

Sinnvoll ist so ein Test unmittelbar nach Herstellung der sogenannten Luftdichtheitsebene, inklusive aller ihrer Durchführungen. Dann sind Undichtigkeiten am schnellsten zu finden und nicht schon hinter weiteren Bauteilen verborgen. Aber auch nach Fertigstellung der wärmeübertragenden Gebäudehülle ist eine Messung sinnvoll. So kann kontrolliert werden, ob nicht im Verlauf der weiteren Arbeiten die Luftdichtheitsebene ernsthaft beschädigt worden ist.

Beim Neubau auch Ladestation einplanen

Wachsende Reichweiten, kürzere Ladezeiten und mehr Ladestationen fördern die Verbreitung von E-Autos. Wer heute ein Einfamilienhaus neu baut, sollte auch an die Zukunft denken und gegebenenfalls eine Ladestation einplanen, raten die Sachverständigen im Verband Privater Bauherren (VPB).

Nachrüstungen sind meist möglich, aber fast immer auch teurer. Daheim kann das Fahrzeug bequem aufgeladen werden. Bauherren, die einen entsprechenden Elektroanschluss in der Garage oder im Carport legen lassen, sind damit flexibel, wenn es um das nächste eigene Fahrzeug geht. Photovoltaik auf dem Dach ist dann natürlich eine naheliegende Ergänzung.

Unternehmen aus der Region

Wer die Anlage (inklusive.de, Elektro-Auto) bidirektional auslegt, kann mit der Autobatterie auch sein Haus mit Strom versorgen. Und in Zukunft womöglich helfen, sektorübergreifend ein Stromnetz zu stabilisieren, in dem eine Vielzahl von Autobatterien auch als nennenswerter Stromspeicher fungieren.

Deswegen sollte die Zukunftsoffenheit bei Auswahl des Modells eine wichtige Rolle spielen. Auch die wenigen noch vorhandenen Förderprogramme sind im Blick zu behalten. Bei der Planung der Ladestation unterstützen unabhängige Bauberater die Bauherren.

Zu späte Einsicht: Beim Bau noch zu viert

Die meisten Einfamilienhäuser sind für vierköpfige Familien konzipiert. Verändert sich Konstellation, lassen diese sich die wenigsten Immobilien sinnvoll um- oder weiter nutzen, so beobachten die Sachverständigen im Verband Privater Bauherren (VPB) immer häufiger. Vor allem nach dem Tod eines Partners oder der Trennung eines Paares wird die Immobilie für einen alleine meist zu groß - und zu teuer. Oft wird sie dann verkauft, nicht selten unter Wert. Besser wäre es, Einfamilienhäuser von vornherein flexibler zu planen, damit sie auch von Einzelnen mit begrenztem Budget erhalten werden können.

Eigenes Haus als Altersvorsorge

Denn das eigene Haus garantiert oft auch die auskömmliche Altersversorgung. Eine Möglichkeit, das Haus dauerhaft zu bewohnen, ist die Planung bereits als Zweifamilienhaus, das sich im Ernstfall schnell und kostengünstig teilen lässt.

Die zweite Hälfte kann dann im Bedarfsfall vermietet werden - falls vor Ort rechtlich zulässig auch gewerblich. Solche Optionen müssen aber frühzeitig im Planungsprozess besprochen und vertraglich vereinbart werden. Nicht alle Schlüsselfertigbaufirmen werden davon begeistert sein, ihre bewährten Hausmodelle abzuändern. Angehende Bauherren sollten sich daher einen unabhängigen Berater oder eine Beraterin dazu holen. sel


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