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Tipps zur Eigenleistung beim Hausbau: Mit Muskelkraft den Kosten trotzen

Ein Haus zum Schnäppchenpreis - das wärs. Leider ist der Hausbau alles andere als günstig.

Tipps zur Eigenleistung beim Hausbau: Mit Muskelkraft den Kosten trotzen

Mit Eigenleistung lässt sich Geld sparen. Foto: contrastwerkstatt, 32566111/BHW Bausparkasse

Eine vollständige Abwicklung aller Schritte des Hausbaus, inklusive Planung und aller Arbeiten, ist nahezu unmöglich. Ganz ohne Fachleute geht es nicht. So muss, wer beim zuständigen Bauamt den Bauantrag, mit Bauzeichnung, Berechnungen und allen Bauunterlagen für die Baugenehmigung einreicht eine sogenannte Bauvorlagenberechtigung besitzen - wie etwa ein Architekt oder Bauingenieur.

Wer viel in Eigenregie machen möchte und über handwerkliches Geschick verfügt, kann bei einem sogenannten Bausatzhaus oder Selbstbauhaus sein Können unter Beweis stellen. Bauherr und Bauherrin bekommen bei dieser Art des Bauens alle Materialien von der Baufirma geliefert - der Materialeinkauf macht demzufolge keinen Stress. Bausatzhäuser gibt es in diversen Varianten, vom Massivhaus über das Blockhaus bis hin zu Häusern in sogenannter Mantelbauweise, bei denen Schalungselemente auf der Baustelle mit Beton verfüllt werden.

Um Fehler beim Bau zu vermeiden ist oberstes Gebot nur zu machen, was man kann - oder was zusammen mit Profis aus dem Bekanntenkreis zu schaffen ist. Eher etwas für Könner ist zum Beispiel die Arbeit am Rohbau. Auch bei Fenstern und Türen gibt es ein Risiko - undicht eingebaut hat man wenig Freude an ihnen. Nur in die Hände von Fachleuten gehören Elektroinstallation, Heizung und die Sanitäranlagen. Der falsche Umgang mit Strom kann lebensgefährlich sein, Wasserschäden durch eine misslungene Sanitärinstallation lassen den Traum vom Haus schnell zum Albtraum werden.

Boden verlegen oder tapezieren

Der geringsten Gefahr, schwerwiegende Fehler zu produzieren, setzen sich ungeübte Handwerkerinnen und Handwerker aus, wenn sie sich beim Hausbau den Bodenbelägen und Maler sowie Tapezierarbeiten annehmen oder beim Anlegen der Außenanlage tätig werden. Baufirmen bieten auch sogenannte Ausbaustufen an. Den Bauherren bietet das die Chance, genau jene Arbeiten zu übernehmen, die ihren Fähigkeiten entsprechen, und je nach Arbeitseinsatz reduzieren sich dann die Baukosten.

Mit Eigenleistung lässt sich beim Hausbau Geld sparen. Mann/Frau sollte sich des zeitlichen Einsatzes und der Arbeit jedoch bewusst sein. Nicht zu vergessen: Maschinen und Werkzeuge aller Art, die benötigt werden, müssen gemietet oder gekauft werden - auch das geht ins Geld. Als Laie kann man auch schnell überfordert sein, wenn es gilt, die Arbeit der Gewerke zu organisieren und auf der Baustelle zu kontrollieren. Schließlich sollte auch bedacht werden, dass Handwerker mit Mengenrabatten Material günstiger einkaufen können als man selbst.

Von Julia Alber

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