Die Leonberger Kreiszeitung berichtet am 27. September 1960 unter dem Titel „Um die Zukunft des gewerblichen Mittelstandes“ über die Mitgliederversammlung des Gewerbe- und Handelsvereins Leonberg und Eltingen, den Vorgänger des Bundes der Selbständigen (BdS) Leonberg. Hier ein Auszug daraus:„Wir schaffen es dennoch“ unter diesem Zeichen stand die außerordentliche Mitgliederversammlung des örtlichen Gewerbe- und Handelsvereins im Eltinger „Hirsch“, die sich mit der Lage des gewerblichen Mittelstandes in der Bundesrepublik und im Bereich der Kreisstadt befaßte, Maßnahmen zur Schaffung eines verstärkten Kontaktes zwischen Handel und Verbraucher besprach, der Organisation eine neue Satzung gab und schließlich aus dem Munde eines Referenten des Landesgewerbeamtes Baden-Württemberg wertvolle Anregungen für die Förderung von Handel, Gewerbe und Handwerk entgegennehmen konnte.
Ausstellung der Leonberger Wirtschaft
Der Vorsitzende, Waldemar Lachmann, der einleitend einen Bericht über die seit der Vorstandswahl am 30. April vollzogenen oder angebahnten Maßnahmen gab, kündigte für September 1961 eine auf dem Reitplatz- und Messegelände in der neuen Stadtmitte an, bei der auf rund 6000 Quadratmeter Fläche ausschließlich örtliche Unternehmen des Handels, Handwerks und der Industrie ein Spiegelbild dessen geben werden, was in Leonberg und Eltingen produziert und was in leistungsmäßig und preislich konkurrenzfähiger Form auch der einheimischen Verbraucherschaft angeboten wird. In einem großen Festzelt sollen täglich wechselnde Veranstaltungen stattfinden, ähnlich wie bei der Weilimdorfer Ausstellung dieses Jahres, auf der rund 56 000 Besucher gezählt wurden. Mit den Vorbereitungen für diese Leonberger Leistungsschau wird Anfang des neuen Jahres begonnen werden. (...)
Die neue Satzung
Im zweiten Teil der Versammlung wurde dann des Gewerbe- und Handelsvereins Leonberg und Eltingen durchgesprochen und verabschiedet, in der auch den Angehörigen der in der Wirtschaft stehenden freien Berufe ein breiterer Raum gegeben wird. Diese wurden aufgefordert, sich der großen gemeinsamen Interessenvertretung durch den Gewerbeverein anzuschließen. Mit der neuen Satzung sollen für die Zukunft klare Verhältnisse geschaffen und die Eintragung ins Vereinsregister beschleunigt werden. Unter anderem wurde beschlossen, Vorstand und Ausschuß auf jeweils drei Jahre zu wählen, um beiden Einrichtungen eine verbreiterte Tätigkeitsmöglichkeit im Interesse des gemeinsamen Zieles zu geben, wobei es um die Interessen der gesamten mittelständischen Betriebe der Kreisstadt geht. Der Gewerbe- und Handelsverein Leonberg und Eltingen zählt derzeit über 300 Mitglieder. (...)
Im Jahr 1997 gibt es einen Neubeginn, der Hoffnung weckt
Der BdS Leonberg blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Immer wieder ist seine Geschichte von Veränderungen gekennzeichnet. Auch das Jahr 1997 ist so ein Wendepunkt:
In der Leonberger Kreiszeitung vom 13. Juni 1997 heißt es: „In Leonberg gab es seit 1992 den BDS – Gewerbe- und Handelsverein“ nur dem Namen nach. Mit der Lethargie soll nun Schluß sein. Am Mittwochabend wurde in Eltingen erst einmal ein neuer Vereinsvorstand gewählt.“ Dort erfährt man auch, dass sich die verblieben Mitglieder bereits im März für einen Neubeginn ausgesprochen hatten und dass ein neuer Vorstand den Verein in das Jubiläumsjahr 1998 führen, die Kontakte zur Leonberger Stadtverwaltung wieder aufnehmen und sich um die Organisation einer Leistungsschau kümmern sollte. Im Juni 1997 wurden dann auch die Vorstandswahlen durchgeführt. Zum ersten Vorsitzenden wurde der Leonberger Rechtsanwalt Rüdiger Schmidt gewählt, Versicherungskaufmann Bernhard Neuber zum zweiten Vorsitzenden. Dem Vereinsvorstand wurde ein beratender Ausschuss aus fünf Mitgliedern zur Seite gestellt.
Am 15. Oktober 1997 berichtet die Leonberger Kreiszeitung über einen Informationsabend des BdS: „Groß ist das Interesse im Leonberger Handel und Gewerbe, zum Stadtjubiläum 1998 die 1. Leonberger Messe zu veranstalten. (...) Voraussichtlich soll sie nun am 11. und 12. Juli stattfinden.“ Der Vorsitzende Rüdiger Schmidt war überrascht von dem großen Andrang bei dem Informationsabend. „Nach ,vier Jahren Stillstand’ bei den Selbständigen ein Anlaß, hoffnungsvoll auf den Neubeginn zu blicken“, steht in der LKZ. Ein „Signal des Aufbruchs“ sah auch Oberbürgermeister Schuler in der Neukonstituierung des BdS. wk